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SCHATZ – Ein Projekt zur Schaffung von TeilzeitstellenWas ist SCHATZ?Das Projekt SCHATZ (SCHaffung von Anreizen für TeilZeitarbeit) wurde 1999 von der Fachstelle mit finanzieller Unterstützung des Bundes (Finanzhilfen nach Gleichstellungsgesetz) initiiert. Hauptziel war es, bessere Voraussetzungen für eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Familienarbeit zwischen Männern und Frauen zu schaffen. Immer noch arbeiten hauptsächlich Frauen in Teilzeitarbeitsverhältnissen und reduzieren die Erwerbsarbeit zugunsten von Familienpflichten. Männer müssen heute noch hohe Hürden überwinden, um Teilzeit arbeiten zu können und so mehr Zeit für das Familienmanagement oder andere Lebensbereiche neben der Erwerbsarbeit zu haben.
Befragung Im Jahr 2000 wurden bei den ProjektträgerInnen sowie in weiteren sieben Unternehmen 1500 Personen über ihre Erfahrungen mit Teilzeitarbeit, ihre Motive und Wünsche für die Arbeitszeitgestaltung befragt. Einige Ergebnisse: Motive: das verbreitetste Motiv ist der Wunsch, Erwerbsarbeit mit anderen Lebensbereichen zu kombinieren bzw. die Dominanz der Erwerbsarbeit im Leben zu durchbrechen (die Hälfte der Befragten). Der Wunsch, mehr Zeit für Familie, Partnerschaft und Kinder zu haben folgt an 2. Stelle (ein Viertel der Befragten) und mehr Zeit für Hobbies an 3. Stelle. Hinsichtlich der Motive gibt es interessanterweise keine Unterschiede zwischen den teilzeiterwerbstätigen Männern und Frauen. Akzeptanz: Teilzeitarbeitende fühlen sich am Arbeitsplatz mehrheitlich gut akzeptiert. Als positive Auswirkungen nennen sie mehr Freude an der Arbeit, erhöhte Leistungsfähigkeit und Konzentration. Teilzeitwünsche: Ein Drittel der Vollzeitarbeitenden möchte gerne selber teilzeitlich arbeiten. Hindernisse aus ihrer Sicht: finanzielle Gründe, Angst vor Karrierebeeinträchtigungen, mangelnde Unterstützung der Vorgesetzten. Sie interessieren sich für die detaillierten Auswertungen? Folgende Berichte können Sie über gleichstellung@bern.ch gratis beziehen:
Projekt-Ergebnisse Die Projektträgerschaften (Stadtverwaltung Bern, Gemeinde Köniz, Inselspital Bern, KV Bern) haben in ihrem Einflussbereich die Sensibilität für eine bessere Work-Life-Balance dank Teilzeitarbeitsformen erhöht und praxisbezogene Möglichkeiten aufgezeigt, wie Barrieren abgebaut und Teilzeitarbeit auch im Kaderbereich und in typischen Männerberufen ermöglicht werden können. Materialien / Umsetzungshilfen Chance Teilzeitarbeit - Argumente und Materialien für Verantwortliche. Mit Arbeitsmaterialien auf CD-Rom. Hrsg. J. Baillod, vdf-Verlag, Zürich 2002. Dieser Materialienband hilft Verantwortlichen in Betrieben und Verwaltungen, das Potenzial von Teilzeitarbeitsformen im Interesse der Mitarbeitenden (Work-Life Balance) besser zu nutzen. Die Publikation ist für CHF 50.00 bei gleichstellung@bern.ch erhältlich. Teilzeitarbeit / Job-Sharing - Überprüfungsinstrumente und Gestaltungsempfehlungen. Die Instrumentenmappe ist für CHF 20.00 bei personalamt@bern.ch zu beziehen. In der Zeitschrift für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Bern, MAZ, Ausgabe Februar 2005, ist ein Beitrag "Wenn die Balance zählt. Teilzeitarbeit unter der Lupe" publiziert. Der Beitrag im Volltext finden Sie rechts als Download. Teilzeitarbeit und Jobsharing |