Unter einer naturnahen Bewirtschaftung eines Gartens verstehen wir
- einen schonenden Umgang mit Boden und Wasser
- geeignete Mischkulturen und Fruchtwechsel, einheimische Pflanzen, Verzicht auf Exoten
- einen ausgewogenen Einsatz von Düngemitteln
- die gezielte Förderung von Nützlingen/eine natürliche Schädlingsregulierung
- die umweltschonende Behandlung bei Pflanzenkrankheiten und Schädlingen
- sorgfältige, fachgerechte Kompostierung
Anstatt Schnecken mit Schneckengift abzutöten, können Sie beispielsweise Ihr Erdbeer- oder Salatbeet mit Ringelblumen einrahmen. Schädlingsbekämpfungsmittel (Insektizide) und Pilzbekämpfungsmittel (Fungizide) sollen nur nach Absprache mit von der Stadtgärtnerei ermächtigten Fachleuten (z.B. Gartenberater) eingesetzt werden. Weitere Tipps und Wissenswertes zu naturnahem Gärtnern finden Sie in der Wegleitung „Biologischer Gartenbau“ auf der Webseite von Bioterra.
Beratung und Weiterbildung
Die Stadtgärtnerei Bern fördert naturnahes Gärtnern, indem sie die Ausbildung von vereinsinternen Gartenberaterinnen und Gartenberatern unterstützt. Diese stehen den Pächterinnen und Pächtern mit Rat und Tat in Fragen bezüglich der naturnahen Bewirtschaftung der Gärten zur Verfügung. Weiter wird den Pächterinnen und Pächtern die Möglichkeit geboten, sich an Kursen über naturnahe, biologische Bewirtschaftung und Kompostierung weiterzubilden. Diese Kurse sind für Neupächterinnen und Neupächter obligatorisch.
Über aktuelle Kursangebote informieren Sie sich bitte direkt bei der jeweiligen Familiengartensektion.
Kompostanlagen in den Familiengärten
Ein wichtiger Teil der naturnahen Bewirtschaftung eines Gartens ist die sorgfältige Kompostierung. Informieren Sie sich bei Ihrem Familiengartenverein über gemeinschaftlich betriebene Kompostanlagen. Pächterinnen und Pächter, welche sich an die Grundsätze des naturnahen Gärtnerns halten, können sich einer Kompostgruppe anschliessen. Auf diesen Kompostanlagen wird Walmkompostierung betrieben, welche im Gegensatz zur Silokompostierung bei kleinerem Aufwand einen qualitativ besseren Kompost ergibt.