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Parkanlage Brünnengut ist eröffnet

Die Anlage ist das Herzstück des neuen Stadtteils Brünnen und bietet rund um das ehemalige Brünnengut naturnahe Erlebnisräume und Sportmöglichkeiten. Die Koordination der vielfältigen Aktivitäten wird in den nächsten drei Jahren durch die gemeinnützige Stiftung B sicher gestellt, welche dazu von der Stadt Bern ein Mandat erhalten hat. Zu diesem Zweck hat die Stiftung B unter www.bruennengut.ch einen virtuellen Auskunftsschalter eingerichtet.

Die grosszügig gestaltete Anlage ist rund 5,5 Hektaren gross und stellt einen wichtigen Begegnungsort für die 12'000 Einwohnenden der angrenzenden Quartiere dar. Der Park bietet Raum für unterschiedlichste Aktivitäten und wird so einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität an der Schnittstelle zwischen einem neuen und bestehenden Quartier beitragen.

Sport, Freizeit und Erholung
Zum Flanieren und Geniessen laden der Barockgarten beim alten Landsitz, die Lindenpromenade und der Primelgarten ein. Auf den Wiesen und bei den Holz- und Steinhaufen an den Heckenrändern lassen sich Schmetterlinge, Eidechsen, zahlreiche Insektenarten und Kleinsäuger entdecken. Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich auf dem Sportplatz und dem Trainingsfeld des FC Bethlehem sportlich betätigen oder sich der Obstbaumgruppe des Quartiers anschliessen, die sich um die Verwertung des Obstes der rund 70 Hochstammobstbäume kümmern wird. Ein Pflanzgarten, ein Kleinkinderspielplatz, Grillstellen und natürlich der vom Quartier lang ersehnte 1. August-Feuerplatz runden das Angebot ab. Bereits jetzt sind alle Pflanzplätze im Park vergeben und riesige Sonnenblumen eifern den Hochhaussilhouetten nach. Die Obstbäume werden in einigen Jahren eine attraktive Streuobstwiese bilden und sicher begehrte Schattenspender sein. Die Linden sind selbstverständlich ebenfalls noch jung. Doch wer vergleichbare Alleen kennt, kann schon erahnen, wie eindrucksvoll sie einst die Parkanlage rahmen werden.

„La Rose de Berne“
Bereits Anfang der 1990er Jahre genehmigte das Berner Stimmvolk die Planung Brünnen und damit auch die Realisierung einer Parkanlage. Im September 2008 wurde das neue Quartier Brünnen eingeweiht. Mit der Eröffnung der Parkanlage folgt ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Bevölkerung des neuen Stadtteils im Berner Westen. Während der langen Planungsphase war es dem Gemeinderat immer ein zentrales Anliegen, für die hier lebenden Menschen eine grüne Oase und ein qualitativ hochstehendes Wohnumfeld zu schaffen. Für die Gestaltung der Anlage führte die Stadt darum 2006 einen internationalen Landschaftsarchitekturwettbewerb durch, den die beiden Landschaftsarchitekten David Bossard und Andreas Tremp mit ihrem Projekt „Rose de Berne“ gewannen. Aus der Idee der beiden Architekten wurde eine zeitgemässe Parkanlage mit historischen Wurzeln gestaltet. Unter der Projektleitung der Stadtgärtnerei wurde das Projekt von 2006 bis 2009 konkretisiert und in den vergangenen 18 Monaten realisiert. Der Spatenstich erfolgte im Februar 2009.

Bauherrin der Parkanlage ist die Stadt Bern, Bauherrin der Sportanlagen sind die Stadtbauten Bern.

Mitwirkung der Bevölkerung
Bereits während des Landschaftsarchitekturwettbewerbs wurden die Anliegen der Quartierbevölkerung durch die Einsitznahme der Quartierkommission Bümpliz-Bethlehem QBB in die Jury berücksichtigt. Für die Quartierorganisationen und die Anwohnerschaft wurden während des gesamten Projektes Orientierungs- und Mitwirkungsanlässe durchgeführt. Aufgrund eines Stadtratsbeschlusses soll die gemeinnützige Stiftung B im Auftrag der Stadt die verschiedenen Nutzungsbedürfnisse koordinieren und hilft bereits heute beim Aufbau der Infrastruktur für die Parknutzung mit. Dazu hat die Stiftung zum Beispiel das virtuelle Guichet www.bruennengut.ch konzipiert, eine Parkkommission einberufen, bei der Erarbeitung der Parkordnung mitgewirkt sowie das Eröffnungsfest vom vergangenen 31. Juli organisiert.

Seit August 2010 kümmert sich die Stiftung B zunächst für drei Jahre um die Aktivitäten im Park. Die Betreuung des Schalters, des Telefons und des Briefkastens zählt ebenso zu ihren Aufgaben wie die Mithilfe bei der Durchsetzung der Parkordnung, die Betreuung der Pflanzplätze, die Verwertung des Obstes oder die Koordination von Veranstaltungen. Auf diese Weise wollen die Stadt, die Stadtbauten und die Stiftung B ein breites Nutzungsangebot ermöglichen, das allen Anwohnenden zur Verfügung steht.

Baumpatenschaft
Wer sich mit der neuen Parkanlage besonders verbunden fühlen möchte, hat die Gelegenheit, eine Patenschaft für einen der 190 Bäume in der Lindenpromenade zu übernehmen. Die Patinnen und Paten erhalten eine Urkunde mit dem Standort des Baumes. Ihre Namen werden ausserdem im Park auf einer Tafel festgehalten. Die 70 Bäume auf der mit historischen Sorten bepflanzten Obstwiese wurden durch die Mitglieder der Junior Chamber Bern  gesponsert und im April 2010 zusammen mit Mitarbeitenden der Stadtgärtnerei eigenhändig gepflanzt.

Volksfest am 31. Juli 2010
Die neue Parkanlage wurde am Samstag, 31. Juli 2010 mit einem Volksfest eröffnet. Um 11 Uhr übergaben Stadtpräsident Alexander Tschäppät und Gemeinderätin Regula Rytz den Park stellvertretend für die Bevölkerung an Hans Stucki, Präsident der Stiftung B und Bernardo Albisetti, QBB-Präsident. Auf dem Parkgelände fanden die Festbesucherinnen und -besucher attraktive Sportaktivitäten, Darbietungen, Spiele, Informations- und Verpflegungsangebote. Für die Kleinsten gab es beispielsweise ein schönes altes Rösslispiel, die Mutigeren durften mit der Hebebühne „Leo“ der Stadtgärtnerei in luftige Höhen aufsteigen und das Areal aus 26 Metern Höhe bewundern. Im Anschluss an das Fest fand die Bundesfeier statt.

Stadtgärtnerei
Monbijoustrasse 36
Postfach 8332
3001 Bern

031 321 69 11
031 321 72 88

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag
08.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr
Freitag
08.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr

Anfahrt:

Tramlinie Nr. 9 oder Bus Nr. 10 bis Haltestelle Monbijou.