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Öko-Qualitätsverordnung

Die Stadt Bern nimmt bei den Beitragszahlungen für besondere ökologische Leistungen in der Landwirtschaft eine Vorreiterrolle ein. 1999 richtete sie zum ersten Mal Beitragszahlungen für den ökologischen Ausgleich in der Landwirtschaft aus. Landwirtschaftsland spielt eine bedeutende Rolle bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Es beherbergt zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Eine wichtige Funktion übernehmen dabei ökologische Ausgleichsflächen, die sinnvoll miteinander verbunden sein müssen.

Seit 2004 erfolgen entsprechende Zahlungen nach der Öko-Qualitätsverordnung des Bundes (ÖQV). Diese schreibt als Grundvoraussetzung für Beitragszahlungen an Landwirtschaftsbetriebe ein genehmigtes Vernetzungsprojekt vor. Darin sind die wesentlichen Absichten bezüglich der ökologischen Entwicklung der Landschaft dargelegt und Zielvorstellungen formuliert.

Die Stadt Bern ist Trägerschaft des Vernetzungsprojektes. Sie leistet die notwendigen planerischen Vorarbeiten, stellt die fachliche Beratung der Landwirtschaftsbetriebe sicher, sorgt für die Umsetzung und kontrolliert die Durchführung.

Für den Westen von Bern ist seit 2004 ein Vernetzungsprojekt als Pilot in Form eines "Teilrichtplans ökologische Vernetzung" vorhanden (Teilrichtplan Vernetzung Bern West). Mit grossem Erfolg nehmen mittlerweile 35 Landwirtschaftsbetriebe im Berner Westen daran teil. Gemäss Vorgaben der ÖQV ist alle sechs Jahre eine Aktualisierung der Planung vorzunehmen.
Durch die anteilmässige Vergrösserung der ökologischen Ausgleichsflächen erhielt die Landschaft im Berner Westen einen Mehrwert. Der Landschaftscharakter hat sich zu einer grösseren Vielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt verändert, wovon auch die Bevölkerung profitiert. Der Wandel ist in der Landschaft deutlich sichtbar, besonders ab Frühling mit einer bunten Blütenpracht auf den ökologischen Ausgleichsflächen. Auch Erholungssuchende wissen die artenreichen Wiesen und vielen Obstbäume rund um die Weiler zu schätzen.

Ab 2010 soll ein "Teilrichtplan Vernetzung" über das ganze Stadtgebiet in Kraft gesetzt werden.
Damit wird eine Lücke geschlossen und eine sinnvolle ökologische Vernetzung im gesamten Stadtgebiet ermöglicht.

Die entsprechenden Arbeiten der Landwirtinnen und Landwirte leisten einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Vielfalt und zur Steigerung der Lebensqualität in der Stadt Bern.


Kontakt:
Irene Weissmann, Telefon 031 321 75 26, E-Mail irene.weissmann@bern.ch

Stadtgärtnerei
Monbijoustrasse 36
Postfach 8332
3001 Bern

031 321 69 11
031 321 72 88

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag
08.00-12.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr
Freitag
08.00-12.00 Uhr und 14.00-16.00 Uhr

Anfahrt:

Tramlinie Nr. 9 oder Bus Nr. 10 bis Haltestelle Monbijou.