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14 Fiori Hagos

Fiori lebt in einer WG: Hier ist sie zur Ruhe gekommen.

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«Seit ich in Bern lebe, habe ich in zwei WGs gewohnt. Das war neu für mich. In meiner Heimat gibt es so etwas nicht. Eine Wohnung mit Schweizern zu teilen, war am Anfang sehr ungewohnt. In der ersten WG war alles neu. Das Essen, die Abfalltrennung, die Regeln in der Waschküche ... Ich habe sehr vieles falsch gemacht. Oft bin ich zum Beispiel raus, ohne die Türe abzuschliessen. Denn zu Hause in Eritrea schliessen wir unsere Haustüre nie ab. Die Türe ist immer offen, sodass jederzeit jemand zu Besuch kommen kann. Ein Mitbewohner hat mir mit viel Geduld erklärt, dass es für ihn wichtig ist, dass die Türe abgeschlossen wird. Es war am Anfang trotzdem stressig zu wissen, dass man Fehler machen kann. Aber aus Fehler kann man lernen und diese Erfahrungen waren wertvoll.

Heute, in der dritten WG bin ich zur Ruhe gekommen. Hier kann ich atmen. Zurzeit lebe ich mit Vanessa und Yodit. Wir lachen viel und lernen voneinander. Vanessa kann mir viele Dinge so erklären, dass ich sie besser verstehe. Wenn ich aber eritreischen Freunden erzähle, dass ich mit Schweizern in WGs gewohnt habe, dann sind sie erst mal sehr erstaunt. Doch, wenn ich ihnen mehr darüber erzähle oder sie bei uns waren, dann möchten die meisten auch in einer WG wohnen.»

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