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23 Lúan Palma

Spielt leidenschaftlich gerne Basketball. Als Ausgleich zum Lernen und Sport gründete er das Modelabel ‹æra›, welches dieses Jahr mit dem Jugendpreis ausgezeichnet wurde.

Bild Legende:

«Mein Vater kam als 10-Jähriger in die Schweiz. Er flüchtete mit seiner Familie vor der Pinochet-Diktatur in Chile. Er war der Jüngste von sieben Kindern. Im Vergleich zu seinen Geschwistern hat er sich sehr gut und schnell integriert. Dafür bewundere ich ihn. Er wuchs in Basel auf und spielte dort Basketball in der Nationalliga B. Als Trainer lernte er meine Mutter kennen. Später zogen sie zusammen nach Bern, wo ich und meine zwei Geschwister zur Welt kamen. Schon früh habe auch ich angefangen, Basketball zu spielen. Bei den ‹Pixies›, einem Team in unserem Quartier, welches mein Vater trainierte, warf ich meine ersten Körbe. In unserem Team, wie auch in meiner Schule, war es normal Eltern zu haben, die aus einem anderen Land kommen. Es war nie wirklich ein Thema, dass wir anders sind. Vielleicht, weil mein Vater so gut integriert war und sich im Quartier engagierte.

Ich wurde älter, und Basketball wurde mir immer wichtiger. Heute bin ich 18 Jahre alt, besuche das Sportgymnasium Neufeld in Bern und spiele in der ersten Nationalliga bei den ‹Starwings› in Basel. Auch in meinem jetzigen Team spielen Menschen von überall. Seit vier Jahren reise ich fünfmal in der Woche nach Basel für Trainings oder Spiele. Als Ausgleich zum Lernen und Schwitzen gründete ich das Modelabel ‹æra› , welches dieses Jahr mit dem Jugendpreis ausgezeichnet wurde. Ich sammle alte Textilien und werte diese mit dem Siebdruckverfahren auf. Das sozial und ökologisch nachhaltige Konzept ermöglicht es mir, meine Leidenschaft auszuleben, ohne meine Werte zu verletzen. Die Motive sind von der Stadt Bern inspiriert. Denn auch wenn ich viel unterwegs bin, ist und bleibt Bern mein Zuhause. (siehe Bild: loubæ-Kollektion).

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