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9 Michael Spahr

MICHAEL SPAHR erfuhr in Amsterdam, was es bedeutet als Ausländer wahrgenommen zu werden. Heute lebt und engagiert er sich in Bümpliz.

Foto Michael Spahr
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 «Es ist lustig. Schon als kleines Kind dachten viele, ich komme aus Italien oder Griechenland. Oder sei vielleicht ein Roma oder ‹Zigeuner›, wie man ja früher sagte. Doch als ich dann Ahnenforschung betrieb, kam ich nicht weiter als Aargau. Meine Grosseltern waren eingewanderte Katholiken aus der Innerschweiz und dem Aargau. Damals war das schon fast so, wie ins nahe Ausland zu ziehen. Sie waren immer stolz auf ihre Herkunft und sind immer ein wenig fremd geblieben.

Diskriminierung habe ich in Bern nie erfahren. Erst als ich im vermeintlich weltoffenen Amsterdam lebte, spürte ich, wie es ist, ‹Ausländer› zu sein und immer gefragt zu werden: ‹Wann gehst du wieder nach Hause?› Als ich nach ein paar Jahren tatsächlich zurück nach Bern ging, hatte ich ein Wohnangebot in Bümpliz. Dort zog ich dann hin – obwohl oder vielleicht gerade weil man Bümpliz damals noch als ‹Ausländerghetto› und ‹Bünzliquartier› bezeichnete. In diesem tollen Quartier engagiere ich mich unter anderem für das Kulturprojekt ‹westwind›.»

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