Navigieren auf Stadt Bern

Benutzerspezifische Werkzeuge

Content navigation

Lebensende / Palliative Care

Jeder Mensch muss sterben. Eine Tatsache, die oftmals verdrängt wird, obwohl alle davon früher oder später betroffen sind, sei es als Sterbende oder als Angehörige, Freund oder Bekannte. Die Stadt Bern engagiert sich dafür, dass das Thema «Lebensende» und damit verbunden das Thema «Palliative Care» thematisiert wird und rechtzeitig die notwendigen Informationen vorhanden sind.

Vortragszyklus zum Thema «Lebensende & Palliative Care»

Ort: Le Cap, franz. Kirche, Predigergasse 3

Zeit: jeweils mittwochs von 19.00 - 21.00 Uhr

Eintritt frei, keine Anmeldung notwendig

______________________________________________

 

15. August 2018: Was verändert sich beim Sterben?

Prof. Dr. Steffen Eychmüller, leitender Arzt Universitäres Zentrum für Palliative Care Inselspital Bern

Der Sterbeprozess eines Menschen verläuft je nach Ursache in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Doch was sind Anzeichen der letzten Lebensphasen? Was geschieht mit dem Körper am Lebensende? Wieso isst die kranke Person plötzlich nichts mehr? Was ist die sogenannte Rasselatmung? Was ist am Lebensende normal und macht den Angehörigen trotzdem Angst? In diesem Vortrag klärt Prof. Dr. Steffen Eychmüller, ärztlicher Leiter des Universitären Zentrums für Palliative Care des Inselspitals, darüber auf, welche Symptome bei schwerkranken Menschen am Lebensende auftreten und wie Angehörige damit besser umgehen können.

 

29. August 2018: Wichtige Entscheidungen für das Lebensende

Monica Fliedner, Co-Leiterin Universitäres Zentrum für Palliative Care Inselspital Bern

Bei der gesundheitlichen Vorausplanung ist ein kontinuierlicher, dem Krankheitsverlauf angepasster Prozess wichtig. Dabei geht es um mögliche künftige Behandlungsentscheide für den Fall, dass die betroffene Person nicht mehr selber entscheiden kann – also urteilungsunfähig ist. In Gesprächen mit Angehörigen und Fachpersonen können Antworten auf wichtige Fragen diskutiert werden wie beispielsweise: Wovor fürchte ich mich? Was ist mir wichtig für den Fall, dass ich nicht mehr selber entscheiden kann? Was muss ich wissen, um mir selber helfen zu können, was müssen meine Angehörigen/Vertrauenspersonen wissen? Wen könnte ich wann, wo und wofür brauchen, vor allem in Krisensituationen? Wer kann meine Angehörigen bei schwierigen Entscheidungen unterstützen? Schlussendlich geht es im Wesentlichen darum, den Willen des Betroffenen in medizinisch klare Handlungsanweisungen zu übersetzen, wobei die Begleitung durch qualifizierte Fachpersonen in diesem Prozess unabdingbar ist.
Monica Fliedner, MSN, Pflegeexpertin APN und Co-Leiterin des Universitären Zentrums für Palliative Care informiert darüber, wie eine rechtzeitige Vorausplanung und Klärung von so genannten Grundsatzentscheiden Betroffene und Angehörige in schwierigen Situationen entlasten kann.

 

12. September 2018: Unterstützung beanspruchen und wer bezahlt?

Nicole Stutzmann, Leiterin Kompetenzzentrum Alter der Stadt Bern

Claudia El Bed-Herzog, Sozialarbeiterin Inselspital Bern

Simone Buchmüller, Sozialarbeiterin Bernische Krebsliga

Ein grosser Wunsch vieler pflegebedürftiger Menschen ist, so lange wie möglich in ihrer Wohnung zu bleiben. Partner oder Partnerinnen, Kinder und Verwandte übernehmen dann einen grossen Teil der Betreuung, Begleitung und Pflege von Angehörigen. Die Betreuung ist erfüllend, bringt aber auch grosse Verantwortung mit sich, ist anspruchsvoll und kräftezehrend. 
In der Stadt Bern gibt es viele Möglichkeiten für Angehörige, sich Hilfe und Entlastung zu holen. Die Angebote werden aber oft zu spät in Anspruch genommen, nämlich erst dann, wenn die Belastungsgrenze bereits überschritten ist. Nicole Stutzmann, Leiterin des Kompetenzzentrums Alter, informiert über das grosse Angebot von Entlastungs- und Unterstützungsangeboten.

Damit zu den gesundheitlichen Problemen nicht auch noch finanzielle Sorgen hinzukommen, ist es wichtig, die Finanzierung der verschiedenen Angebote wie auch allgemein die Leistungen der Sozialversicherungen zu kennen. Die beiden Sozialarbeiterinnen, Claudia El Bed-Herzog und Simone Buchmüller, geben einen Überblick über die finanzielle Beteiligung verschiedener Leistungsträger.

 

26. September 2018: Abschied nehmen: Über den Prozess des Trauerns

Prof. Dr. Hansjörg Znoj, Institut für Psychologie der Universität Bern

Der Tod eines Angehörigen kann als äusserst belastend erlebt werden. Zugleich sind der Tod und die Folgen eines solchen für die Angehörigen von zahlreichen Erwartungen geprägt, was die Anpassung an ein Leben ohne die vertraute Person erschweren kann. Im Referat wird auf die psychologischen Konsequenzen eines signifikanten Verlustes eingegangen und die kulturell geprägten Erwartungen werden den Ergebnissen der Trauerforschung kritisch gegenübergestellt.

 

17. Oktober 2018: Fertig luschtig?

Thomas Leuenberger (Komiker) und die Arbeitsgruppe «fertig luschtig»

Vom englischen Seelsorger Gwen London stammt der Satz: «Sterben ist ein spiritueller Prozess mit medizinischen Implikationen.» Was bedeutet Spiritualität genau beim Sterben? Was geschieht dabei mit uns und wie kommen wir diesem Prozess auf die Spur? Zusammen mit dem Künstler Thomas Leuenberger lädt die Bernische ökumenische Arbeitsgruppe «Fertig luschtig?» die Anwesenden auf eine Reise ein, die persönliche Spiritualität beim Sterben für sich selbst und im Dialog zu erkunden.

 

7. November 2018: Hilfe zum Sterben, Hilfe beim Sterben

Dr. Barbara Affolter, Oberärztin Universitäres Zentrum für Palliative Care Inselspital Bern

Dr. Heinz Rüegger, Ethiker, Gerontologe und Theologe

Saskia Frei, Präsidentin Exit Deutsche Schweiz

«Sterben gehört zum Leben» ist schnell gesagt. Die Perspektive und Akzeptanz ändert sich häufig, wenn man selbst oder jemand aus dem engeren Umfeld betroffen ist. Einen grossen Einfluss auf unseren Umgang mit gesundheitlichen Themen hat unter anderem unser Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Wie gross ist denn der Platz, den die Selbstbestimmung beim Sterben einnimmt? Woher kommt der Wunsch, das Sterben zu planen und wie können Fachpersonen beim Sterben helfen? Eine Palliativmedizinerin, ein Ethiker und Theologe sowie die Präsidentin von Exit Deutschschweiz referieren und diskutieren darüber, welche Möglichkeiten es heute für ein würdiges Sterben gibt. 

Weitere Informationen.

Häufig gesucht

Fusszeile