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Elterliche Unterhaltspflicht und Verwandtenunterstützung

Bevor Sozialhilfe bezahlt wird, wird nach dem Grundsatz der Subsidiarität abgeklärt, ob die hilfsbedürftige Person keine andere Unterstützung zugute hat. Dazu gehören Sozialversicherungsleistungen, Stipendien, Betreuungsbeiträge und anderes mehr. Dazu gehört aber auch die Unterstützung durch Verwandte wie Eltern oder volljährige Kinder.

Elterliche Unterhaltspflicht

Eltern haben für den Unterhalt ihrer Kinder aufzukommen (Art. 276 ZGB). Sie sind über die Mündigkeit der Kinder hinaus zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet, solange sich das Kind noch in der Erstausbildung befindet und den Eltern ein Unterhaltsbeitrag finanziell und persönlich zugemutet werden kann (Art. 277 Abs. 2 ZGB).

Wird der Unterhalt eines Kindes ganz oder teilweise aus öffentlichen Mitteln bestritten, so geht der Unterhaltsanspruch gegenüber seinen Eltern in diesem Umfang mit allen Rechten auf das Gemeinwesen über (Art. 289 Abs. 2 ZGB).

Verwandtenunterstützung

Die direkten Verwandten (Grosseltern-Eltern-Kinder und Kinder-Eltern-Grosseltern) in auf- und absteigender Linie sind verpflichtet, Unterhaltsbeiträge zu leisten, sofern sie in finanziell günstigen Verhältnissen leben, sich die unterstützte Person in einer Notlage befindet und ein Unterhaltsbeitrag im konkreten Fall zumutbar erscheint
(Art. 328 ff. ZGB).

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