Navigieren auf Stadt Bern

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Sprachwechsler

Deutsch

Content navigation

Vier Grundprinzipien der Kulturstrategie

Auf der Basis von vier Grundprinzipien wird bis im Herbst 2016 die erste umfassende Kulturstrategie der Stadt Bern erarbeitet. Die vier Grundprinzipien sind die Bekenntnisse zur Kulturstadt Bern, zur Vielfalt der kulturellen Akteure, zur Kultur als öffentliches Interesse und zu Partnerschaft und Dialog.

1. Bekenntnis zur Kulturstadt Bern

Die Stadt Bern bekennt sich zur Kultur. Sie versteht sich als selbstbewusstes, offenes und freies Zentrum der Kulturproduktion. Sie nimmt ihre besondere Stellung als Hauptstadt und Brücke zwischen den Sprachregionen wahr und verortet sich in einem regionalen, überregionalen, nationalen und internationalen kulturellen Netzwerk. Die Stadt Bern ermöglicht, erleichtert und fördert Kreativität, Experimente, Innovation, Vielfalt und Austausch.

Die Stadt Bern blickt stolz auf ihre Kulturschaffenden und –institutionen, trägt diese in die Stadt hinein und über die Stadtgrenzen hinaus. Sie verpflichtet sich ihren Werken und Produktionen, ihrem Wirken und dem gesellschaftlichen Mehrwert, der aus ihrer Arbeit entsteht und anerkennt ihre Bedeutung für die Zivilgesellschaft. Zu diesem umfassenden Bekenntnis gehören auch die Beachtung der sozialen Sicherheit ihrer Macherinnen und Macher, die Pflege des kulturellen Erbes, die Förderung der kulturellen Bildung, das Hegen von Nischen, sowie die Anerkennung des touristisches Potentials von Kultur und der Tatsache, dass Kulturpolitik auch Wirtschaftspolitik ist.

2. Vielfalt der kulturellen Akteure

Die Stadt Bern bekennt sich zur kulturellen Vielfalt. Sie attestiert der Kultur ein gesamtgesellschaftliches, zukunftsweisendes Potential und vertraut auf ihre identitätsstiftende, integrative und dynamische Kraft. Sie versteht die gesamte Bevölkerung als Trägerin von Kultur. Kulturelle Angebote und Aktivitäten sprechen alle Bevölkerungsgruppen, unabhängig von ihrem Bildungsstand, Einkommen, Geschlecht, Alter oder ihrer Herkunft an.

Die bestehenden Institutionen, Kommissionen und Strukturen berücksichtigen diese Vielfalt der kulturellen Akteure. Zugangshindernisse werden abgebaut. Entsprechend ihrer diversifizierten Gesellschaftsstruktur fördert die Stadt Bern ein breites Spektrum an kulturellen Angeboten, Strukturen, Institutionen und Initiativen. Es umfasst überregional wirkende Institutionen, kleinere und mittlere Kulturorganisationen, Projekte und Veranstaltungen der freien Szene, eine starke Vermittlung, die Förderung neuer Inhalte und Formen sowie das Schaffen spezifischer Instrumente und Plattformen.

3. Kultur ist ein öffentliches Interesse

Kulturpolitik der Stadt Bern deckt ein breites Spektrum ab und geht weit über die Kulturförderung im engeren Sinne hinaus. Kultur wird als Querschnitts- und Führungsaufgabe in allen Politikfeldern verankert. Die Kulturpolitik basiert auf fortschrittlichen Strukturen und entwicklungsfähigen Instrumenten. Die Verwaltung schafft in ihrer Gesamtheit optimale Rahmenbedingungen für die Kulturproduktion, für kulturelle Tätigkeiten sowie für den Zugang zur Kultur, die in Übereinstimmung mit der Entwicklung der Gesellschaft, mit den Bedürfnissen der Bevölkerung und mit denjenigen der kulturellen Akteure stehen.

Die Kompetenzen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und die Finanzierung sind innerhalb der Verwaltung klar geregelt. Sie basieren auf einer wirksamen Zusammenarbeit und Vernetzung. Die verantwortlichen Stellen orientieren sich am Dienstleistungsprinzip und verstehen sich als «Ermöglicher».

4. Partnerschaft und Dialog

Die Stadt Bern arbeitet in der Kulturpolitik eng mit der Regionalkonferenz Bern-Mittelland, dem Kanton und mit der Burgergemeinde zusammen. Sie stellt darüber hinaus Bezüge zur Kulturpolitik des Bundes, zu anderen Schweizer Städten und zu Privaten her. Sie orientiert sich zudem an ihrer Zentrumsfunktion und setzt sich auch in Zukunft in allen kulturpolitischen Bereichen für eine gerechte Lastenverteilung ein.

Die Stadt Bern befördert die Kooperation zwischen den Institutionen und mit der freien Szene. Dieses behördliche, institutionelle oder projektbezogene Zusammenspiel basiert auf Koordination, Transparenz, Solidarität, Subsidiarität und Verbindlichkeit und verpflichtet sich dem Abbau von Hürden und Bürokratie. Gemeinsam mit den Akteuren hinterfragt die Stadt, was wichtig und förderungswürdig ist und legt ihre Kriterien und Massstäbe offen. Sie entwickelt wo möglich kollektive Ressourcen und Infrastrukturen und unterstützt punktuelle Massnahmen. In ihren Partnerschaften lässt sich die Stadt von künstlerische Qualität und Vielfalt, gesellschaftlicher Relevanz, Innovation, Identitätsstiftung sowie sozialer und politischer Bedeutung leiten.

Durch einen kontinuierlichen, kulturpolitischen Dialog mit der Bevölkerung schafft die Stadt eine breite Akzeptanz für Kultur. Die Zusammenarbeit aller kulturpolitischen Akteure stärkt das Gemeinsame und vergrössert die Ausstrahlung nach innen und aussen.

Weitere Informationen.

Kontakt

Franziska Burkhardt

Häufig gesucht

Fusszeile