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Biodiversitäts-Förderflächen in der Landwirtschaft

Landwirtinnen und Landwirte spielen eine bedeutende Rolle bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt. Sie bewirtschaften ausserhalb des urbanen Siedlungsraums grosse Gebiete, während der gemeindeeigene öffentliche Raum dort eher wenig Fläche einnimmt. Stadtgrün Bern berät und unterstützt Landwirtinnen und Landwirte daher bei der Anlage von Biodiversitätsförderflächen.

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Naturnahe Flächen wie extensive Weiden und Wiesen, Wildhecken und Gewässer im landwirtschaftlichen Gebiet beherbergen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Die Anlage und der langfristige Schutz solcher Flächen tragen massgeblich zum Erhalt der Vielfalt von Pflanzen und Tieren im ländlichen Raum bei. 

Vernetzungsprojekte sind Grundvoraussetzung

Damit Landwirtinnen und Landwirte vom Bund Beitragszahlungen für diesen wertvollen Beitrag zur Förderung der Biodiversität beantragen können, muss für das Gebiet ein genehmigtes Vernetzungsprojekt vorliegen. Dieses legt die wesentlichen Grundlagen der betroffenen Landschaft dar und formuliert Zielvorstellungen hinsichtlich ihrer ökologischen Entwicklung. So soll sichergestellt werden, dass die vorgesehenen Massnahmen sinnvoll und erfolgreich sind und tatsächlich zum Erhalt der biologischen Vielfalt beitragen. Diese Vorgaben sind seit  Oktober 2013 in der Direktzahlungsverordnung (DZV) geregelt, von 2004 bis September 2013 galt die sogenannte Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) des Bundes.

Das Berner Vernetzungsprojekt heisst «Teilrichtpläne West und Ost»

Stadtgrün Bern hat zur Unterstützung der interessierten Landwirtschaftsbetriebe 2004 mit dem Teilrichtplan West die erforderlichen Grundlagen geschaffen. Mit grossem Erfolg nahmen bis 2010 35 Landwirtschaftsbetriebe am sogenannten Vernetzungsprojekt teil und schufen Biodiversitätsförderflächen. Eine Auswertung der Etappenziele im Jahr 2013 zeigte auf, dass im Berner Westen ein Grossteil der Umsetzungsziele erreicht wurde. Für die Einschätzung der Wirkungsziele wurde 2011 ein Monitoring der Leitarten durchgeführt. Bei den meisten Arten wurden die Wirkungsziele erreicht oder sogar übertroffen wie bei der Feldlerche. Bei wenigen Leitarten wurden die gesetzten Ziele knapp verfehlt beziehungsweise nicht erreicht.

2010 wurde der Teilrichtplan West aktualisiert. Zusätzlich konnte ein Teilrichtplan Ost erstellt werden. In diesem kleineren Bereich beteiligen sich vier Landwirtschaftsbetriebe am Vernetzungsprojekt. Auf der Grundlage der beiden Pläne ist heute eine sinnvolle ökologische Vernetzung von Landwirtschaftsflächen im gesamten Gemeindegebiet möglich. 

Welche Rolle spielt Stadtgrün Bern heute als Trägerschaft der Vernetzungsprojekte?

Wir beteiligen uns frühzeitig an der Vernetzung von Biodiversitätsförderflächen und setzen mit spezifischen Zielvorgaben räumliche Schwerpunkte. Ausserdem beraten wir Landwirtschaftsbetriebe in Fragen der Vernetzung und überwachen die Einhaltung der Auflagen.  

Weiterführende Links

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Datei PDF documentTeilrichtplan Vernetzung Bern Ost 2.8 MB
Datei PDF documentTeilrichtplan Vernetzung Bern West 6.9 MB

Weitere Informationen.

Kontakt

Stadtgrün Bern / Fachstelle Natur und Ökologie Telefon +41 31 321 75 26

Ihre Ansprechperson:

Irene Weissmann
Projektleiterin Natur und Ökologie


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