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Stadtgeschichte

Die Stadtgeschichte Berns beginnt mit der Gründung 1191. Heute ist Bern die Hauptstadt der Schweiz, der wirtschaftliche Motor der Region und ein beliebter Tourismusort. Hier finden Sie einen chronologische Übersicht zur Geschichte der Stadt Bern von 1191 bis heute.

«Die Stadt ist die schönste, die wir gesehen haben…» 
(Goethe über Bern 1779)

Die 1191 gegründete Zähringerstadt ist die Hauptstadt der Schweiz und damit die politische Zentrale des Landes sowie das Zentrum der Wirtschaftsregion Bern-Mittelland.

Nicht zuletzt dank der charakteristischen Lauben wurde die Berner Altstadt in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen und zieht tausende von Touristinnen und Touristen an. Neben der Ovomaltine wurde die Toblerone in Bern erfunden und Grössen wie Einstein und Klee lebten und wirkten in Bern.

Chronik

1191 Laut späterer Überlieferung gründet Herzog Berchtold V. von Zähringen die Stadt Bern.

1200 − 1360 Das Stadtgebiet wird etappenweise erweitert: Burg Nydegg und Gründungsstadt bis Zytgloggeturm um 1200, erste Stadterweiterung Innere Neuenstadt nach 1255 bis Käfigturm, zweite Stadterweiterung Nydeggstalden/Mattenenge zwischen 1268 und 1273, dritte Stadterweiterung Äussere Neuenstadt ab 1344 bis Christoffelturm, vierte Stadterweiterung Matte 1360.

1208 Der Name Bern wird erstmals in einer Urkunde erwähnt. Herkunft und Deutung sind unsicher: Nach chronikalischer Tradition ist der Name auf das Wappentier, den Bären, zurückzuführen; er ist aber wohl eher keltischen Ursprungs oder in Beziehung zur oberitalienischen Stadt Verona zu setzen.

1300 − 1555 Durch eine expansive Territorialpolitik mittels Bündnissen, Verträgen und Eroberungen (1415 Aargau, 1536 Waadt) entwickelt sich Bern zum grössten Stadtstaat nördlich der Alpen.

1353 Bern wird achter Ort im Bündnissystem der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

1528 Mit der Einführung der Reformation übernimmt der Stadtstaat die Kirchenleitung, hebt die Klöster auf und beaufsichtigt das sittliche Leben der Untertanen.

1643 Der Grosse Rat beschränkt die Aufnahme ins städtische Burgerrecht; allmählich bildet sich das Patriziat als exklusiver Kreis von regierenden Familien heraus.

1798 − 1803 Die Besetzung der Stadt durch französische Truppen beendet das goldene Zeitalter des bernischen Stadtstaates. Die Waadt und der Aargau werden selbstständige Kantone. Bern ist 1799 bis 1802 Hauptstadt der zentralistischen Helvetischen Republik. Es entstehen erste städtische Selbstverwaltungsorgane in modernem Sinne.

1803 Kanton und Stadt Bern organisieren sich neu als eigenständige Gemeinwesen. Aufgaben und Vermögen werden getrennt.

1831/32 Nach der Abdankung des Patriziats erhält der Kanton Bern eine demokratische Verfassung, die Rechtsgleichheit und Freiheitsrechte garantiert. Die Einwohnergemeinde der Stadt Bern wird als politische Gemeinde geschaffen, während sich die Burgergemeinde als Körperschaft der Burgerfamilien konstituiert. Zwischen der konservativen Stadt und dem liberalen Kanton besteht ein lang anhaltendes gespanntes Verhältnis. Einwohnergemeinde und Burgergemeinde vereinbaren 1852 eine Aufgaben- und Vermögensteilung.

1848 Aus dem lockeren Staatenbund der Schweizerischen Eidgenossenschaft entsteht ein Bundesstaat aus 22 Kantonen (1979 23 Kantone). Bern wird Sitz der zentralen Bundesbehörden.

um 1850 Mit der Inbetriebnahme des Gaswerks (1843), dem Bau von Hochbrücken (Nydegg 1844, Tiefenau 1850) und dem Anschluss ans Eisenbahnnetz (1857/58) setzt die Industrialisierung in der Stadt Bern ein (Seidenweberei 1858, Spinnerei 1864, Firma Wander 1865).

1888 Die neue Gemeindeordnung reoganisiert die Stadtverwaltung: Die Gemeindeversammlung wird durch Wahlen und Abstimmungen an der Urne sowie einen Stadtrat ersetzt; den ehrenamtlichen Gemeinderat lösen besoldete Mitglieder ab, die einer in Direktionen unterteilten professionellen Verwaltung vorstehen. Ab 1920 amtieren sieben vollamtliche Gemeinderäte.

1914 − 1918 Bis 1914 dominieren wirtschaftlicher Aufschwung und massives Bevölkerungswachstum die Stadtpolitik. Während des Ersten Weltkriegs kommt es in der Stadt zu Versorgungsengpässen und sozialen Spannungen.

1919 Auf Geheiss des Kantons wird das verschuldete Bümpliz in die Stadt Bern eingemeindet. Die Entwicklung zur Grossstadt durch die Aufnahme weiterer finanzschwacher Vorortsgemeinden ist unerwünscht.

1933 − 1945 Erneuerungsbewegungen im Umfeld des Nationalsozialismus sind aktiv, bleiben aber politisch wirkungslos. Dank funktionierender Kriegswirtschaft übersteht die Stadt die Mangelsituation unbeschadet.

ab 1950 Die Hochkonjunktur führt zum verstärkten Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland und zum Bau von Hochhaussiedlungen (Tscharnergut 1958 − 1967, Gäbelbach 1965 − 1968, Wittigkofen 1973 − 1981).

1968 Die Stimmberechtigten der Stadt Bern beschliessen die Einführung des Frauenstimmrechts auf Gemeindeebene, nachdem Frauenorganisationen seit rund hundert Jahren für die politische Gleichstellung gekämpft hatten. 1970 wird die erste Frau in den Gemeinderat gewählt; 1993 − 1996 verfügt Bern als erste Schweizer Stadt über eine Frauenmehrheit in der Regierung.

1998 Die Gemeindeordnung wird total revidiert. Reformen von 2001 und 2004 reduzieren die Zahl der Gemeinderatsmitglieder von 7 auf 5 und führen zur heutigen Bezeichnung und Organisation der Direktionen.

2009 Die Stimmberechtigten der Verwaltungsregion Bern-Mittelland beschliessen die Einführung einer Regionalkonferenz, welche die bisherigen Aktivitäten der regionalen Zusammenarbeit bei der Verkehrs- und Siedlungsplanung sowie der Kulturförderung übernimmt. Sie umfasst 96 Gemeinden mit insgesamt 391'000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

2012 In den Gemeindewahlen wird die seit 1993 bestehende Dominanz der rot-grünen Parteien in Regierung und Parlament deutlich bestätigt.

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