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Referat Ursula Wyss anlässlich der Medienkonferenz «Farbsack-Trennsystem»

9. Dezember 2019

9. Dezember 2019, Referat Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, anlässlich der Medienkonferenz «Farbsack-Trennsystem»©

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrte Medienschaffende,

Ich begrüsse Sie herzlich zu dieser Medienorientierung, an der wir Sie über die Auswertung des Pilotversuchs zum Farbsack-Trennsystem und das weitere Vorgehen informieren möchten.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – auch beim Entsorgen von Abfällen. Sie alle haben bestimmt daheim ihr ganz persönliches System zum Trennen, Aufbewahren und Entsorgen. Als wir darum in der Stadt Bern vor etwas mehr als einem Jahr den Pilotversuch für ein neues Abfallentsorgungssystem gestartet haben, hatten wir keine Ahnung, wie die rund 1300 beteiligten Haushalte auf diese Veränderung in ihrer Alltagsroutine reagieren würden. Heute kann ich Ihnen mit grosser Freude sagen: Die Zufriedenheit bei den Testerinnen und Testern ist gross, und auch die technische Machbarkeit des Farbsack-Trennsystems ist nachgewiesen. Unsere Bilanz fällt insgesamt so positiv aus, dass wir das neuen Abfallentsorgungssystem definitiv einführen wollen. Meine Direktion hat vom Gemeinderat den Auftrag erhalten, alle nötigen Schritte für die
öffentliche Vernehmlassung im nächsten Jahr vorzubereiten. Nach der Auswertung der Vernehmlassung wird eine Vorlage mit einem Kreditantrag erarbeitet und dem Stadtrat sowie der Stadtberner Stimmbevölkerung unterbreitet.

Wie bereits in der Pilotphase soll das Farbsack-Trennsystem auch nach der definitiven Einführung auf Freiwilligkeit beruhen. Das heisst, dass die öffentlichen Entsorgungsstellen weiterbetrieben werden. Niemand wird gezwungen, auf das neue System umzustellen. Aber ich bin aus persönlicher Erfahrung als Testerin der Farbsäcke überzeugt, dass rasch viele Bürgerinnen und Bürger die Vorteile erkennen werden, die ein Wechsel vom Bring- auf das Hol-System hat. Das wäre nicht zuletzt im Sinne des Umweltschutzes: Je mehr Haushalte nämlich mit dem neuen System entsorgen, desto ökologischer ist es. Dazu wird anschliessend Professor Dr. Rainer Bunge noch nähere Ausführungen machen. Herr Bunge und sein Team haben unseren Versuch wissenschaftlich begleitet und kommen zum Schluss, dass eine Einführung aus ökologischer Sicht Sinn macht.

Nach dem Pilotversuch sind wir überzeugt vom Systemwechsel. Ich möchte Ihnen kurz die wichtigsten Vorteile des Farbsack-Trennsystems im Vergleich zum bisherigen System aufzeigen. Vertiefen wird dies Christian Jordi, Leiter Entsorgung + Recycling:

• Das Farbsack-Trennsystem ist enorm kundenfreundlich: Papier/Karton, gemischte Kunststoffe, PET, Büchsen/Alu/Kleinmetall sowie Glas können daheim in verschieden farbigen Säcken gesammelt werden. Entsorgen kann man alles bequem und rund um die Uhr direkt in den Containern vor der Haustür.

• Das Farbsack-Trennsystem ist ökologischer als das bisherige System: Dies vor allem deshalb, weil der private Transport zu den Sammelstellen entfällt. Zudem werden mehr Wertstoffe getrennt und gesammelt, wenn das wie beim Farbsack-System derart bequem möglich ist.

• Und nicht zuletzt schont das Farbsack-Trennsystem auch die Gesundheit der Mitarbeitenden von Entsorgung + Recycling Bern. Heute müssen sie schwere Abfallsäcke von Hand in den Kehrichtwagen werfen, was früher oder später zu Rückenproblemen führen kann. Beim neuen System hebt der Kehrichtwagen die Container mit den Säcken auf und leert selber.

Der Pilotversuch war ein Erfolg. Er war auch deshalb ein Erfolg, weil während der Versuchsphase nicht alles so ablief wie ursprünglich geplant. Wir konnten aus Fehlern oder falschen Annahmen lernen. Wir haben Anpassungen vorgenommen. Das wäre nicht möglich gewesen ohne unsere Testerinnen und Tester. Ich möchte darum die Gelegenheit nutzen und den beteiligten Haushalten merci sagen. Dank ihnen wissen wir nun, dass sogar die Glassammlung im Farbsack funktioniert, was zu Beginn des Versuchs als Unsicherheitsfaktor eingestuft worden war. Herausgefunden haben wir auch, dass es den Sack fürs Altpapier gar nicht braucht und dieses direkt im Container entsorgt werden kann.

Wir starten optimistisch in die Arbeiten für die Vernehmlassung und sind gespannt auf die Rückmeldungen. Damit übergebe ich das Wort an Christian Jordi.

 

9. Dezember 2019 Referat Ursula Wyss anlässlich der Medienkonferenz «Farbsack-Trennsystem»©
Titel
Medienkonferenz zu «Farbsack-Trennsystem», Referat Ursula Wyss, 09.12.2019 (PDF, 113.4 KB)

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