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Grussbotschaft Ursula Wyss anlässlich der GV «Baumeisterverband Region Bern»

1. März 2016

Grussbotschaft von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, anlässlich der GV «Baumeisterverband Region Bern» vom Dienstag, 1. März 2016©

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich freue mich sehr, in diesem Jahr wieder bei Ihnen an der Generalversammlung des Baumeisterverbandes dabei sein zu können und heisse Sie hier in der Stadt Bern herzlich willkommen.

Auch dieses Mal nutze ich hier die Gelegenheit für ein wichtiges Bauprojekt der Stadt Bern die Werbetrommel zu rühren. Als ich das letzte Mal bei Ihnen war, vor 2 Jahren, da traten wir ja gemeinsam für das Tram Region Bern ein. Dieses Projekt hätte der Region Bern – und Ihnen als Baubranche – rund 1 Milliarde Investitionen gebracht! Leider haben die beiden Gemeinden Köniz und Ostermundigen das Vorhaben abgelehnt. Das ist verkehrspolitisch schade. Es schadet aber v.a. der Wirtschafts- und Wohnregion Bern und somit – als treibende Kraft – dem ganzen Kanton. Ostermundigen probiert es am 3. April ja nochmals. Und ich wünsche mir sehr, dass wir mindestens diesen Abschnitt noch realisieren können. Was mit den Geldern sonst passiert, ist
hinlänglich bekannt: der Kanton hat seinen Anteil schon in den Oberaargau verschoben. Der Bund lässt die Regionen zwischenzeitlich über den Umsetzungsstand ihrer Agglomerations-Programme rapportieren. Wer seine eingegebenen Projekte nicht
realisieren kann, steht für die künftigen Programme schlechter da. Bern ist mit 16 Prozent an realisierten Projekten ziemlich weit hinten. Zürich hat von seinen über 450 Mio. Bundesgeldern 85 Prozent abgeholt. Wohin die Gelder auch in Zukunft fliessen, scheint vor diesem Hintergrund leider wie gegeben. Für Bern ist das keine ideale Situation.

Umso wichtiger sind deshalb Bauprojekte wie das Viererfeld im Länggassquartier. Am 16. Juni 2016 entscheidet das Berner Stimmvolk über seine Zukunft. Darüber, ob zwischen der Inneren und der Äusseren Enge ein zentral gelegenes urbanes neues Stadtquartier entstehen kann oder ob auf diesem Stück Ackerland weiterhin die Kühe weiden, der Raps wächst und temporär die Stadtnomaden leben.

Für die Stadt Bern ist es ausserordentlich wichtig, dass die Bernerinnen und Berner am 16. Juni ein Ja zur Einzonung und somit ein Ja zur Erschliessung von neuem Bauland auf dem Vierer- und Mittelfeld in die Urne legen. Denn wir wollen, dass unsere Stadt und somit die Wohnbevölkerung massvoll wächst. Genau genommen um 12 Prozent bis 2030. Das entspricht auch dem kantonalen Richtplan. Seit 10 Jahren wächst die Bevölkerung der Stadt Bern zum Glück wieder. Ende September 2015 zählte die Stadt Bern wieder über 140‘000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Wer Wachstum will, braucht Wohnungen und muss eine aktive und attraktive Wohnbauförderung betreiben. Deshalb müssen wir Projekten wie dem Viererfeld unbedingt zum Erfolg verhelfen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, im bestehenden Siedlungsgebiet zu verdichten und dort neues Bauland zu erschliessen, wo die Infrastruktur bereits vorhanden ist. So will es auch das neue Raumplanungsgesetzt. Ziel der Gesetzesänderung ist es nämlich, durch die Förderung einer kompakten Siedlungsentwicklung die Zersiedelung in der Schweiz zu bremsen. Mit der Einzonung des Viererfeld/Mittelfeld gehen wir in der Stadt Bern genau in diese Richtung.

Verdichten im Innern ist win-win für Stadt und Land. Bern ist gerade auch deshalb attraktiv, weil das Naherholungsgebiet direkt an der Stadtgrenze beginnt und der Agglomerationsgürtel eher bescheiden ausfällt. Mit Projekten wie dem Viererfeld helfen wir mit, der Zersiedelung im Umland von Bern entgegenzuwirken.

Mit der Überbauung des Viererfeldes wird dem Länggassquartier nicht Grünfläche weggenommen wie das die Gegner behaupten: die heute bestehende Landwirtschaftszone kann von der Bevölkerung ja momentan gar nicht genutzt werden! Vielmehr wird das Quartier aufgewertet: Neben den 910 geplanten Wohnungen sowie Gewerberäumlichkeiten wird rund die Hälfte des Viererfeldes grün bleiben und für Spiel und Naherholung für die ganze Bevölkerung zur Verfügung stehen.

Das Viererfeld ist keine Frage der Parteizugehörigkeit. Genauso wenig wie Bauen bürgerlich ist. Es verbindet die Absicht, Bern auch künftig wettbewerbsfähig zu halten.

Dafür brauchen wir attraktiven und bezahlbaren Wohnraum. Das moderne Leben findet in der Stadt statt. Bern mit seiner hohen Lebensqualität kommt hier eine wichtige Rolle zu. Heute haben wir schweizweit einen einmaligen Über-hang an Arbeitsplätzen, konkret 170‘000 Arbeitsplätze gegenüber den 140‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Nicht nur aus Pendler-Überlegungen, sondern einfach weil es immer mehr Leute gerne möchten, sollten wir gemeinsam deutlich mehr städtischen Wohnraum zur Ver-fügung stellen.

Die Abstimmung über das Viererfeld ist nicht nur wichtig für die Stadt Bern, sondern auch für Ihre Branche. Deshalb zählen wir auf Ihre volle Unter-stützung für den kommenden Abstimmungskampf!

Sehr geehrte Damen und Herren, besten Dank für Ihre Einladung und ich freue mich auf eine weitere gute und sehr wichtige Zusammenarbeit zwischen dem Baumeisterverband und der Stadt Bern.

Grussbotschaft von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, anlässlich der GV «Baumeisterverband Region Bern» vom Dienstag, 1. März 2016©
Titel
GV «Baumeisterverband Region Bern», Grussbotschaft Ursula Wyss, 01.03.2016 (PDF, 78.5 KB)

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