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Rede Ursula Wyss anlässlich der «Mittelländischen Musiktage 2016»

22. Mai 2016

Rede von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün anlässlich der «Mittelländischen Musiktage 2016», Kasernenareal Bern, 22. Mai 2016©

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste

Es ist kein Geheimnis: die ländlicheren Gebiete im Kanton Bern möchten der Stadt Bern gerne ab und zu einmal den Marsch blasen. Heute, meine sehr geehrten Damen und Herren, haben Sie Gelegenheit dazu. Rund ums Kasernenareal ist es denn auch nicht zu überhören: Sie haben von dieser Gelegenheit Gebrauch gemacht.

Im Namen des Gemeinderats der Stadt Bern begrüsse ich Sie sehr herzlich am Festakt des Mittelländischen Musiktages. Gerade vorhin hörten wir den „Gruss an Bern“ im Gesamtchor der teilnehmenden Musikvereine. Ich schliesse mich diesem Gruss an und übermittle Ihnen hiermit offiziell den „Gruss aus Bern“, sozusagen im Gesamtchor des Berner Gemeinderates.

Sie sind, meine sehr geehrte Damen und Herren, hier versammelt, weil Sie alle eine Leidenschaft teilen. Eine Leidenschaft für die Musik, eine Leidenschaft für die Marschmusik.

Und wir sehen: Obwohl der Anspruch auf Individualität immer grösser wird, gibt es immer noch nichts Schöneres, als Dinge, die uns am Herzen liegen, mit anderen Menschen zu teilen. Dazu gehört natürlich auch, gehörig zu fachsimpeln und zu diskutieren. Am Stammtisch, im Vereinslokal oder am Mittelländischen Musiktag.

Dabei spielt es gar nicht so eine Rolle, um was es geht. In meinem Leben ist es die Politik, für die ich mich begeistere. Für viele ist es eine besondere Sportart. Andere spielen Theater oder sammeln exotische Kakteen, spielen Minigolf oder tanzen Salsa. Oder sie engagieren sich in der freiwilligen Feuerwehr oder im Kirchenchor.

Ihre Leidenschaft für die Musik ist leicht nachvollziehbar. Musik geht uns direkt ans Herz, Musik erfasst uns mit fast allen Sinnen. Wir hören Musik, wir sehen Musik, wir fühlen Musik. Der Takt der Musik durchdringt den ganzen Körper. Musik kann Stimmungen untermalen und verstärken. Sie kann uns aus einem emotionalen Loch herausholen und sie kann uns sogar zu neuem Mut verhelfen. Keine andere Kunstform kann die Gemütslage des Menschen so direkt vermitteln und beeinflussen, wie dies die Musik kann.

Ich muss Ihnen ganz ehrlich gestehen: Von Marschmusik an sich verstehe ich nicht allzu viel. Ich bin damit nicht aufgewachsen und sie hat für mich deshalb auch nicht die Bedeutung, die sie für Sie hat. Doch den Eindruck, den mir Marschmusik vermittelt, ist ein optimistischer, eine schwungvoller, ein positiver. Marschmusik begleitet und unterstützt Menschen, die unterwegs sind. Sie sind dies meist hoffnungsvoll und meist voller Energie. Und damit kann ich mich wiederum ganz wunderbar identifizieren.

Hoffnungsvoll und voller Energie bin auch ich, wenn ich an die Zukunft der Stadt Bern denke. Wir sind in der dankbaren Lage in einer wunderbaren Stadt mit einer ausgesprochen hohen Lebensqualität zu leben. Doch Vorsicht: Wir können uns nicht einfach zurücklehnen und das Gefühl haben, es gehe ewig weiter so. Diese hohe Lebensqualität gilt es zu bewahren und nach Möglichkeit noch zu erhöhen. Für uns alle und für kommende Generationen.

Und dazu braucht es Menschen wie Sie. Menschen, die sich in der Gemeinschaft und der Gesellschaft engagieren, sei dies in einem Verein, in der Familie oder in einem öffentlichen Amt. Menschen, die ihren Teil der Verantwortung übernehmen und an unsere Gesellschaft ein klein wenig von dem zurückgeben, was sie von ihr erhalten haben. Durch ihr Engagement leben Sie vor, wie das geht. Indem Sie sich im Verein für ihre Musik und ihre Kolleginnen und Kollegen einsetzen. Dafür gehören Ihnen meine Bewunderung und mein Respekt.

Ich bedanke mich sehr herzlich beim OK des mittelländischen Musiktages, namentlich bei der Postmusik Bern, dem Spiel der Kantonspolizei Bern, der Kavallerie Bereitermusik Bern und der Harmonie Ittigen-Papiermühle, für die heutige Einladung.

Und nur damit es noch einmal gesagt ist: Blasen Sie uns Städtern ruhig ab und zu mal den Marsch. Aber wundern Sie sich bitte nicht, wenn ein paar Rap- und HipHop-Beats retour kommen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch einen wunderschönen Tag und ein gelungenes Musikfest.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Rede von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün anlässlich der «Mittelländischen Musiktage 2016», Kasernenareal Bern, 22. Mai 2016©
Titel
«Mittelländisches Musikfest», Rede Ursula Wyss, 22.05.2016 (PDF, 75.8 KB)

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