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Rede Ursula Wyss anlässlich von «Recycling City»

7. September 2017

Rede von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, anlässlich von «Recycling City» vom 7. September 2017©

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrte Damen und Herren

Herzlichen Dank, dass wir heute mit Ihnen die Eröffnung Ihrer Recycling-City feiern dürfen. Herzlichen Dank aus Sicht der Stadt und ihrer Wirtschaft. Herzlichen Dank aus
Sicht von Entsorgung + Recycling. Und: Herzlichen Dank aus Sicht des städtischen Entsorgungshofes als Ihre neuen Nachbarn direkt nebenan.

Lassen Sie mich damit beginnen: Wir haben Ihnen zwar keinen Korb mit Brot und Salz mitgebracht. Aber Glück und Gelingen hier im Schermen. Sie sind unser neuer Nachbar, auf den wir uns sehr gefreut haben.

Es ist klar: Als Entsorgungshof sind wir überzeugt, dass wir zusammenpassen und dass es zwischen uns keine kleinlichen Nachbarschafts-Streitigkeiten geben wird. Einen passenderen Nachbarn hätten wir uns nicht aussuchen können. Als Verantwortliche für den Berner Abfall fühlen wir uns mit Ihnen sogar so etwas wie seelenverwandt. Denn um die Umwelt sorgen wir uns auch ohne grünes Parteibuch.

Eine aktuelle Weltbank-Studie geht davon aus, dass sich die weltweit anfallenden Siedlungsabfälle in 10 Jahren auf ungefähr 2.2 Milliarden Tonnen verdoppeln werden. Das ist die Schattenseite des weltweit wachsenden Wohlstandes. Die Schweiz ist mit 742 Kilogramm Müll pro Person leider einer der unrühmlichen Spitzenreiter. Davon fallen 156 Kilogramm Altpapier pro Kopf an.

ABER – und nun kommt die gute Botschaft: Die Schweiz ist mit ihrem dichten Netz an Sammelstellen und Recyclinganlagen gut aufgestellt. DENN: Von den hier anfallenden Siedlungsabfällen wurde im Jahr 2016 mehr als die Hälfte rezykliert. Die Sammelquote des Altpapiers beträgt beispielsweise stolze 81 Prozent.

Ich gratuliere zur heutigen Einweihung des Recycling-Zentrums, dessen Firmen Alpabern, Datarec und Papirec ermöglichen, dass wertvolle Sekundärrohstoffe wie Papier und Karton zurück in den Kreislauf gehen.

Dank Recycling ermöglichen wir eine Kreislaufwirtschaft, die eine Antwort auf zwei grosse Probleme ist, nämlich:

Den Verschleiss von Ressourcen und den wachsenden Müllberg.

Die Stadt Bern will bezüglich getrenntem Sammeln und Recyclen einen weiteren bedeutenden Schritt machen: Künftig soll die Berner Bevölkerung Papier, Büchsen, Aluminium, Kunststoff und evtl. auch Glas zuhause in verschiedenfarbigen Säcken sammeln und diese jederzeit in einem einzigen Container direkt vor der eigenen Haustür entsorgen können. Das ist kundenfreundlich. Und darum sind wir sicher: Es ist ökologischer. Wer zuhause flexibel seinen Abfall trennen kann, der «recycelet» auch mehr. Mit diesem «Farbsack-Trennsystem» werden wir die erste Schweizer Stadt sein.

Dass wir uns auf diesen Piloten einlassen können, haben wir insbesondere auch Ihnen, Alpabern, mit Ihrer Sortieranlage hier zu verdanken. Denn die Farbsäcke, die die Stadtbernerinnen und Stadtberner in einem einzigen Container entsorgen können, müssen alle wieder sortiert werden. Dafür sind Sie ja nun ausgerüstet.

Ich freue mich, dass wir somit unsere langjährige Zusammenarbeit mit Alpabern erweiterten können. Die Stadt Bern liefert wie bis anhin nicht nur jährlich rund 13'000 Tonnen Altpapier und Karton an Alpabern, sondern bald auch farbige Wertstoffsäcke zum Sortieren.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an Ihrem neuen Standort und freue mich auf eine weitere gute Zusammenarbeit

Rede von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, anlässlich von «Recycling City» vom 7. September 2017©
Titel
«Recycling City», Rede Ursula Wyss, 07.09.2017 (PDF, 118.7 KB)

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