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Referat Ursula Wyss anlässlich der Medienkonferenz «Verkehrskonzept Wirtschaftsstandort Innenstadt»

31. Januar 2018

Referat von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, anlässlich der Medienkonferenz «Verkehrskonzept Wirtschaftsstandort Innenstadt» vom 15. Mai 2017©

Es gilt das gesprochene Wort

Ich freue mich sehr, dass wir heute in dieser Zusammensetzung vor Ihnen sitzen können. Zu verdanken haben wir dies dem Engagement der hier anwesenden Wirtschafts- und Gewerkschaftsvertreter. Ich danke allen Beteiligten sehr herzlich für die konstruktive Zusammenarbeit. Das Resultat freut mich sehr. Die Erarbeitung eines Verkehrskonzepts Wirtschaftsstandort Innenstadt ist eine explizite Zielsetzung der Legislaturrichtlinien des Gemeinderates.

Wir waren uns dabei alle im Klaren, dass wir mit diesem Konzept nicht alle Probleme des Wirtschaftsstandorts Innenstadt lösen werden. Der Einfluss des Onlinehandels lässt sich dadurch nicht aufhalten.
Wir haben uns von den konkreten Problemen vor Ort leiten lassen und darauf pragmatische Antworten gesucht. Denn wenn wir schauen, welche Innenstädte heute «leben», dann ist es weniger die direkte Auto-Erreichbarkeit der Geschäfte, als vielmehr das Erlebnis, das mit dem Flanieren durch die Strassen verbunden ist. Und weil wir wissen, dass die grösste Attraktion jeder Stadt die Menschen sind, gehören die Autos in die Parkhäuser, die Leute auf die Gassen. Was wir brauchen sind Aufwertungen wie sie z.B. für die Zeughausgasse geplant sind. Daneben muss aber selbstverständlich weiterhin eine zeitgerechte Anlieferung möglich sein, müssen Handwerker zu ihren Baustellen fahren und Taxis ihre Kundschaft an den Zielort bringen können. Dies beides nebeneinander zu ermöglichen, ist der Ansatz des vorliegenden Konzepts.
Ziel des Konzeptes ist es, die Zufahrt in die Kernzone der Innenstadt auf den notwendigen Verkehr zu beschränken und die knappen Parkier- und Anlieferungsflächen künftig konsequent nur noch dem «Wirtschaftsverkehr» zur Verfügung zu stellen. Wir wollen so gleichzeitig die Verhältnisse für den Wirtschaftsverkehr verbessern und – dank gleichzeitiger Reduktion der Fremd-Parkierung – Flächen für Cafés, für das Flanieren und für das Verweilen freispielen. Damit können wir die Innenstadt als lebendiges Wohn-, Geschäfts- und Ausgehquartier fördern.

Das Konzept ist ein Beispiel dafür, dass eine lebendige verkehrsberuhigte Innenstadt nicht zwingend im Widerspruch zu wirtschaftlichen Interessen stehen muss. Mit geschicktem Austarieren sind wir hier auf Lösungen gestossen, die für alle Beteiligten einen Nutzen stiften – für auf Anlieferung angewiesene Geschäfte genauso, wie für die Bewohnerinnen und Bewohner der Innenstadt, aber auch für die zahllosen Menschen, welchen die Innenstadt als Ort zum Einkaufen oder für Begegnungen dient.

Die wichtigste inhaltliche Stossrichtung: Die Zufahrtsberechtigungen, die heute unterschiedlichen Tempovorgaben und die Parkierungsregimes sollen vereinfacht werden. Mehr zu den konkreten Inhalten und Regelungen des vorliegenden Konzeptes wird Ihnen anschliessend Hannes Meuli, stellvertretender Leiter der Verkehrsplanung, erläutern.

Mit dem Konzept sind die Stossrichtungen definiert. Die konkreten Umsetzungsschritte werden wir nun zusammen mit den Betroffenen im Detail entwickeln. Dem Gemeinderat und mir ist es ein Anliegen, wie bisher gemeinsam mit den Betroffenen gute Lösungen für eine noch lebenswertere Stadt zu erarbeiten. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Verkehrskonzept Wirtschaftsstandort Innenstadt genau das erreichen werden.

Medienkonferenz «Verkehrskonzept Wirtschaftsstandort Innenstadt» vom Mittwoch, 31. Januar 2018
Titel
Medienkonferenz «Verkehrskonzept Wirtschaftsstandort Innenstadt», Referat Ursula Wyss, 31.01.2018 (PDF, 19.8 KB)

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