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Referat Ursula Wyss Point de Presse «Bilanz nach einem Jahr erweiterte Grüngutsammlung in der Stadt Bern»

9. März 2016

Referat von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün anlässlich des Point de Presse «Bilanz nach einem Jahr erweiterte Grüngutsammlung in der Stadt Bern» vom Mittwoch, 9. März 2016©

Es gilt das gesprochene Wort

Sehr geehrte Damen und Herren

Herzlich willkommen in der Kompostieranlage Seeland AG. Schön, dass Sie sich heute auf die Spuren das Berner Grüngutes begeben und den Rundkurs in Augenschein nehmen, den Salatresten und Rüebli-Rüstabfälle aus der Region seit einem Jahr durchlaufen.

Anfang 2015 starteten wir die erweiterte Grüngutsammlung. Es freut mich ausserordentlich, dass wir heute, nach gut einem Jahr, eine positive Bilanz ziehen können. Zwei Dinge gefallen mir dabei ganz besonders:

1. Das neue Angebot ist sehr beliebt. Bis Ende 2015 waren nicht weniger als 11‘500 Grüngutcontainer registriert. Das ist eineinhalb
Mal so viel wie wir erwartet hatten. Auch die Sammelmengen sind erfreulich. Letztes Jahr konnten rund 4‘500 Tonnen Grüngut verwertet werden. Dies entspricht einer Zunahme von über 10 Prozent. Im gleichen Umfang wie die Menge beim Grüngut zunahm,
verringerte sich die Menge beim Hauskehricht. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass das Angebot einem echten Bedürfnis entspricht und die Stadtbernerinnen und Stadtberner einen vorbildlichen Umgang mit Abfällen pflegen.

2. Die Umwelt profitiert, weil durch die Vergärung des Grüngutes erneuerbare Energie und Kompost produziert werden. Hier in der Vergärungsanlage Seeland AG, in der nächstgelegenen geeigneten Vergärungsanlage der Stadt Bern, werden die Garten- und Rüstabfälle sowie die Speisereste zu Biogas und Kompostprodukten verarbeitet. Das Grüngut wird das ganze Jahr vergärt. Durch die Verarbeitung zu Biogas und Kompost wird der Stoffkreislauf geschlossen. Die dadurch gewonnene Energie ist zu 100 Prozent erneuerbar. Das entspricht den Zielsetzungen der städtischen Energiestrategie.

Das neue Angebot bringt für alle Vorteile: Die Bevölkerung kann nun auch Rüstabfälle und Speisereste getrennt sammeln und es fällt weniger Hauskehricht an. In den Quartieren wird durch die Sammlung der Speisereste in den Grüncontainern die Sauberkeit verbessert, weil weniger Säcke von Tieren aufgerissen werden.

Ich freue mich sehr über die vorbildliche Abfalltrennung unserer Bürgerinnen und Bür-ger und bedanke mich bei allen für Ihr Engagement für eine saubere Umwelt. Erst durch ihr fleissiges Sammeln von Garten- und Rüstabfällen sowie Speiseresten, wird das Projekt zu einer gemeinsamen Nachhaltigkeitserfolgsgeschichte.

Am besten ist es jedoch nach wie vor, bereits beim Einkaufen, Aufbewahren und Verwerten von Lebensmitteln auf eine Vermeidung oder Verminderung von Abfällen zu achten. Vergessen wir in diesem Zusammenhang nicht, dass rund ein Drittel aller in der Schweiz produzierten Lebensmittel verschwendet wird. Das Phänomen heisst „Food Waste“. Das sind pro Jahr 2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel welche wir schweizweit wegwerfen. Eine unvorstellbar hohe Menge, die wir alle mit gemeinsamen Anstrengungen senken sollten. Die Stadt Bern versucht da mit verschiedenen Aktivitäten Aufklärungsarbeit zu leisten. Etwa im Abfallunterricht in Schulklassen oder im Rahmen von Projekten der Lokalen Agenda 21 sowie am Umwelttag.

An dieser Stelle möchte ich insbesondere auch dem Projektteam und den Mitarbeitenden von Entsorgung + Recycling danken. Die Einführung brachte einige Herausforderungen in Bezug auf Logistik, Information und Administration mit sich.
Walter Matter, Amtsleiter von Entsorgung + Recycling Stadt Bern, wird Ihnen nun aus betrieblicher Sicht die bis anhin gemachten Erfahrungen der Umsetzung erläutern.

Referat von Ursula Wyss, Direktorin für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün anlässlich des Point de Presse «Bilanz nach einem Jahr erweiterte Grüngutsammlung in der Stadt Bern» vom Mittwoch, 9. März 2016©
Titel
«Ein Jahr erweiterte Grüngutsammlung in der Stadt Bern», Referat Ursula Wyss, 09.03.2016 (PDF, 76.2 KB)

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