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Adieu Irene Hänsenberger, willkommen Anna Bütikofer

13. Dezember 2019

SCHULAMT DER STADT BERN - Mit dem Dezember-Newsletter die.schule verabschieden wir die Leiterin des Schulamts der Stadt Bern, Irene Hänsenberger. Sie geht Ende Jahr in Pension und übergibt zahlreiche Dossiers sowie eine grosse Verantwortung an Anna Bütikofer.

Bild Legende:
Die noch amtierende Schulamtsleiterin Irene Hänsenberger (li.) bei der Übergabe an die zukünftige Schulamtsleiterin Anna Bütikofer (re.) (Bild: Nadine Soltermann)

Am 6. Februar 2006 hat Irene Hänsenberger die Leitung des Schulamts der Stadt Bern übernommen. Sie brachte einen grossen, wertvollen Rucksack mit: Als Lehrerin, Grossrätin und Geschäftsführerin des Berufsverbands der Lehrpersonen, von LEBE Bern (heute Bildung Bern), liess sie stets drei Sichtweisen in ihre Arbeit einfliessen: Pädagogisches Fachwissen, politische Kenntnisse und die Anliegen der Lehrpersonen.

Irene Hänsenberger hatte 2006 im Schulamt einen herausfordernden Einstieg: Es stand die Stadtratsdebatte zur Organisation der Volksschule der Stadt Bern an. Das Schulreglement wurde totalrevidiert, was einen grossen Umbau mit sich brachte. So wurden unter anderem die Schulkommissionen von 18 auf deren 6 reduziert.

Bei schulpolitischen Themen sind immer Tausende von Kindern, Eltern, Hunderte von Lehrpersonen, die Politik und die Verwaltung mitbetroffen. Irene Hänsenberger stand damit mit jedem Geschäft an der Front und mitunter auch im Schaufenster. Zu nennen sind etwa: Der pionierhafte und konsequente Ausbau der Tagesschulen, der ab 2008 mit dem flächendeckenden Angebot erwerbstätige Eltern in der ganzen Stadt stark entlastete. Die vergangenen Jahre zeigten, dass es in Zukunft nicht nur Tagesschulen, sondern auch Ganztagesschulen brauchen wird. Im Stöckacker ist eine erste Ganztagesschule seit Sommer 2018 in Betrieb – weitere werden folgen. Die Erarbeitung des Integrationskonzepts war für die Schulamtsleiterin eine weitere wichtige Arbeit. Daraus resultierte die schrittweise Umsetzung einer integrativen Schule.

Ab 2012 stiegen die Schülerinnen- und Schülerzahlen langsam und ab zirka 2014 rasant an. In allen Stadtteilen und Schulkreisen mangelte es an Schulraum. Mit vereinten Kräften konnte das Schulamt eine direktionsübergreifend koordinierte Schulraumplanung aufbauen, auf ein solides Fundamt stellen und politische Akzeptanz erreichen. Unter der Leitung von Irene Hänsenberger und unter Einbezug der verschiedenen Schulakteurinnen und -Akteure entstand die Bildungsstrategie, die aufzeigte, wohin und wie sich die Schulen in der Stadt Bern weiter entwickeln können und sollen.

Das Schulamt und vorab seine Leiterin waren (und sind) stets darauf angewiesen, im Team, in Gremien, zusammen mit Schulleitungen, Schulkommissionen, dem Stadtrat, der Verwaltung, tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Lösungen hinter denen die Basis steht. Ist die Basis überzeugt und interessiert, ist vieles möglich, so die Erfahrung von Irene Hänsenberger. Sie selber bezeichnet die vergangenen 14 Jahre als spannend, abwechslungsreich und herausfordernd gleichzeitig.

Am 1. Januar übernimmt Anna Bütikofer die Leitung des Schulamts

Anna Bütikofer tritt ihre Stelle als Leiterin des Schulamts am 1. Januar 2020 an. Sie ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin und leitete seit 2013 die Abteilung Alimentenwesen & Adoption des Jugendamts des Kantons Bern. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat sie sich breite Führungs- und Verwaltungserfahrung erworben. Durch ihre vorherigen wissenschaftlichen Tätigkeiten an der Pädagogischen Hochschule Bern und der Fachhochschule Nordwestschweiz, als ehemalige Lehrerin und als Mitglied einer städtischen Schulkommission verfügt Anna Bütikofer zudem über ein breites Wissen und Erfahrung im Bildungsbereich und städtischen Schulwesen.

Sie freut sich darauf, den bildungspolitischen Gestaltungsspielraum mitprägen, und die innovative und vielfältige Bildungslandschaft der Stadt Bern zusammen mit den betroffenen Akteurinnen und Akteuren weiterentwickeln zu dürfen. Ein grosses Anliegen sind ihr eine breite Vernetzung mit allen Playern und die gute Zusammenarbeit mit den Schulbehörden und Schulleitungen. Die bestehenden Herausforderungen, Schulraumplanung, Heterogenität und Integration, Ganztagesschulen, um nur einige zu nennen, will sie mit grösstem Respekt gegenüber der langjährigen Schaffenskraft ihrer Vorgängerin anpacken und formen.

 

Text: Katharina Rederer und Peter Brand

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