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Berner Schulkinder fahren erfreulich häufig Velo oder gehen zu Fuss

7. Mai 2019

VELOFÖRDERUNG IN DER STADT BERN - Nutzen auch die Kinder und Jugendlichen in der Stadt Bern das Velo tatsächlich immer weniger, wie dies nationale Zahlen nahelegen würden? Die Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) wollte es genau wissen und hat deshalb unmittelbar nach den Herbstferien 2018 insgesamt 870 Kinder und Jugendliche der 4. bis 9. Klassen zu ihrer Velonutzung befragt. Nun liegen die Ergebnisse vor – und sie sind erfreulich.

Bild Legende:
10 Prozent der jüngeren und 30 Prozent der älteren Kinder legen den Schulweg mit dem Velo zurück. (Bild: Daniel Sauter, Urban Mobility Research, Zürich)

Rund 10 Prozent der Kinder der 4. bis 6.Klassen (Zyklus 2) resp. 30 Prozent der Jugendlichen der 7. bis 9. Klasse (Zyklus 3) legen ihren Schulweg regelmässig mit dem Fahrrad zurück. Damit liegt die Velonutzung in der Stadt Bern für den Zyklus 2 im Durchschnitt der Deutschschweizer Städte (12 Prozent). Für den Zyklus 3 liegen die Berner Werte aber deutlich darüber (Deutschschweizer Städte: 21 Prozent). Eine sprunghafte Zunahme der Velonutzung von 12 auf 35 Prozent erfolgt in der Stadt Bern mit dem Übertritt von der 6. zur 7. Klasse. Dieser geht je nach Schulkreis oft mit einem Schulhauswechsel und – damit verbunden – mit einem längeren Schulweg einher.

Der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler kommt aber zu Fuss in die Schule (59 Prozent im Zyklus 2 resp. 46 Prozent im Zyklus 3). Während im Zyklus 2 auch den sogenannt «fahrzeugähnlichen Geräten» (FäG) wie Trottinetts eine grosse Bedeutung zukommt, wird der öffentliche Verkehr (öV) mit zunehmendem Alter zu einem wichtigen Verkehrsmittel für den Schulweg. Wie die Erhebung zeigt, geht dieser Zuwachs zu Lasten des Velos. Als erfreulich zu werten ist die Erkenntnis, dass in der Stadt Bern «Eltern-Taxis» weder bei den jüngeren noch den älteren Schülerinnen und Schülern oft eingesetzt werden.

Grosses Potenzial im Freizeitbereich
Das grössere Potenzial in der Veloförderung besteht im Freizeitbereich: In der Freizeit nutzen 20 Prozent (Zyklus 2) respektive 30 Prozent (Zyklus 3) der Kinder und Jugendlichen das Fahrrad «fast jeden Tag». Die Veloabstinenz ist aber relativ hoch: 30 Prozent der Kinder (Zyklus 2) resp. 45 Prozent der Jugendlichen (Zyklus 3) sind «nie» oder «selten» in der Freizeit mit dem Fahrrad unterwegs.

Massnahmen für die Förderung der Velonutzung
Die Analyse der Ergebnisse ist noch nicht abgeschlossen. Gestützt darauf sollen Fördermassnahmen in den Handlungsfeldern Schulweg, Freizeit und Veloverfügbarkeit definiert und umgesetzt werden.

 

Alle Details zur Erhebung finden sich auf der Website der Stadt Bern: Velofahren ist bei Berner Kindern und Jugendlichen beliebt

 

Text: Reto Moosmann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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