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Das idyllische Würfelschulhaus zwischen Bahn und Strasse

13. September 2019

VOLKSSCHULE PESTALOZZI II - Das grosse Volksschulgebäude Pestalozzi I hat Zuwachs bekommen. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite ist nach anderthalbjähriger Bauzeit ein neues Schulhaus für die jüngsten Schulkinder entstanden. Das Pestalozzi II besticht durch einen kreativen Umgang mit engen Platzverhältnissen: Es ist eine urbane Oase.

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Das neue Schulhaus Pestalozzi II (Bild:kre)

Gegen Ende der Sommerferien wurde den beiden Schulleiterinnen Diana Bütikofer und Jacqueline Lanz in einer schlichten Zeremonie die Schlüssel zum neuen Schulhaus Pestalozzi II übergeben. Gespannt traten die beiden Schulleiterinnen ins nigelnagelneue Gebäude und erkundeten erstmals staunend das neue Schulhaus. «So schön, einfach toll», war von den Frauen zu vernehmen.

Weit gefehlt, so hat es sich nicht abgespielt. Die Schulleiterinnen sind zwar in der Tat begeistert vom neuen kleinen Würfelschulhaus, das zwischen der Bahnlinie Bern-Belp-Thun und der Weissensteinstrasse «eingepfercht» liegt. Doch sie kennen das Gebäude in seinem ganzen Entstehungsprozess en détail.

Sie waren als Jury-Mitglieder bereits beim Projektwettbewerb dabei. «Wir konnten unser Wissen und unsere Erfahrung eines Schulbetriebs einbringen und haben uns vor allem für einen vergleichsweise grossen und vielfach nutzbaren Aussenraum eingesetzt», sagt Lanz. Das sei ihnen ganz wichtig gewesen, betonen die Schulleiterinnen. Der viergeschossige, kompakte Baukörper kommt mit einem kleinen Fussabdruck aus, was ein Plus für den Aussenraum ist. Zusätzlich ist auf jeder Etage eine grosszügige Loggia vorhanden, die zusätzlichen «Aussenraum» bietet. Das Siegerprojekt der Bieler spaceshop Architekten und Planer GmbH war auch das bevorzugte Projekt der Schulleiterinnen. «Uns haben die schlichten, klaren Linien und die pädagogischen Möglichkeiten – wie das verbinden können zweier Schulzimmer für Unterrichtsprojekte – gefallen», so Lanz. Diana Bütikofer schwärmt von den würfelförmigen Fensternischen, die als Sitzecken dienen und spannende Ausblicke bieten. Auch die Farbgestaltung auf den einzelnen Stockwerken macht ihr Freude: Auf jedem Stock treffen zwei sich im Farbkreis gegenüberliegende Farben aufeinander. Zum Beispiel Orange- auf Blautöne oder grün auf r

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Die Co-Schulleiterinnen Jacqueline Lanz (links) und Diana Bütikofer vor «ihrem» neuen urbanen Schulhaus Pestalozzi II (Bild: kre)

Enger Einbezug der Schulleitung

Die Schulleiterinnen sind froh, dass sie ins Projekt eng einbezogen wurden und immer das Gefühl hatten, dass ihre Argumente nicht nur gehört, sondern auch Gewicht hatten. Froh sind sie auch, dass  der stark wachsende Schulkreis Mattenhof-Weissenbühl mit dem neuen Erweiterungsneubau eine deutliche Entlastung bezüglich Schulraumsuche und -zumiete erfährt: «Wir haben seit 2011 jedes Jahr neue Klassen eröffnet», sagt Bütikofer. Und ein Ende der steigenden Kinderzahlen im Schulkreis ist noch nicht abzusehen: Der Generationenwechsel im Eisenbahnerquartier, Familien, die wieder mehr Kinder haben, und die Tendenz auch mit der Familie in der Stadt wohnen zu bleiben, wirkt sich im Schulkreis stark aus.

Man spürt, dass die Schulleiterinnen mit der Schulraumeinteilung sehr gefordert sind und laufend neue Lösungen suchen müssen. Auch die dreijährige Phase mit dem Wettbewerb, der Planung, dem Bau und Einrichten des neuen Schulhauses hat die Schulleiterinnen zeitlich mitunter an ihre Grenzen gebracht. «Es ist toll, dass wir immer einbezogen worden sind, aber es war ein Riesenaufwand nebst allen regulären Aufgaben, die zu erledigen sind», sagt Lanz. Dennoch überwiege die Freude, sagen die Schulleiterinnen mit einem «Dankeschön an die Stadt Bern».

 

Text: Katharina Rederer, Redaktorin die.schule

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