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Ein junges Schulleitungsteam mit Lust auf eine gemeinsame Schulkultur

7. Mai 2019

PORTRAIT SCHULLEITUNGSTEAM MANUEL-SCHULE - Am 1. August 2018 sind sie als neues Schulleitungsteam an der Manuel-Schule gestartet. Und zwar nicht in einem Zweier- sondern gleich als Dreierteam. Das macht viele Absprachen nötig und dennoch sind sie sich einig: Die Vorteile, Projekte durch drei Personen entwickeln und absichern zu können, überwiegen die Notwendigkeit des hohen Kommunikationsbedarfs.

721 Schülerinnen und Schüler und 94 Lehrpersonen. Und es werden aufs Schuljahr 2019/20 noch mehr Kinder und Jugendliche in den Schulen ein- und ausgehen. Diese Zahlen haben die Schulkommission Schulkreis Kirchenfeld-Schosshalde bewogen, einen Entscheid zu fällen. Die Manuel-Schule mit den Schulhäusern Manuel, Wittigkofen, dem Murifeldkindergarten und den Pavillons Elfenau ist zu gross für «nur» zwei Personen in der Schulleitung. Es sollten drei sein. Carmela Puigventos, Daniel Hofmann und Stefan Spychiger sind ein eingeschworenes Team. Das merkt man gleich. Obschon, so lange arbeiten die drei noch gar nicht zusammen, dafür eng.

Am 18.1.2018 hat sich das neue Schulleitungsgremium Manuel zum ersten Mal getroffen und stellte bald fest: Alle drei bringen eine Besonderheit mit ins Team. Daniel Hofmann bringt Erfahrungen von insgesamt 14 Jahren Schulleitung mit. Stefan Spychiger hat ebenfalls Schulleitungserfahrung, wird im Team aber auch wegen seiner kaufmännischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse geschätzt. Für Carmela Puigventos ist es die 1. Anstellung als Schulleiterin. Sie kennt dafür die Manuel-Schule mit all ihren Eigenheiten aus dem Effeff. Sie ist im Quartier aufgewachsen und unterrichtet seit 2003 an der Schule.

Bild Legende:
Stefan Spychiger, Carmela Puigventos und Daniel Hofmann (v.l.n.r.) leiten die Manuel-Schule gemeinsam (Bild: kre)

Start sorgfältig aufgegleist
Die drei beschlossen, von Beginn weg ein Coaching in Anspruch zu nehmen, um den Teambildungsprozess und die anstehenden Aufgaben gut koordinieren zu können. Rasch war klar, dass alle in allen Schulhäusern und Kindergärten präsent sein wollen. Daher teilten sie die Aufgabengebiete nicht nach Schulhäusern, sondern nach Schulzyklen auf. So ist Frau Puigventos an allen drei Standorten für die Kindergärten, die 1. und 2. Klassen (Zyklus 1) zuständig, Stefan Spychiger für die 3. bis 6. Klassen (Zyklus 2) und Daniel Hofmann für die 7. bis 9. Klassen (Zyklus 3) sowie für die Führung der Lehrpersonen für den Spezialunterricht.

Das war eine gute Entscheidung, da insbesondere die Anbindung des grossen Schulhauses Wittigkofen allen ein wichtiges Anliegen ist, wie Carmela Puigventos sagt. «Wir wollen keine einzelnen Schulhäuser ‘betreuen’, wir wollen eine Schule Manuel bilden», ergänzt Spychiger. Um diese Zusammengehörigkeit unter den Schulkindern zu etablieren, finden klassenübergreifende Projekte wie gemeinsame Landschulwochen oder Sportanlässe statt. Laut Daniel Hofmann pflegen sie zudem eine Kultur der offenen Bürotüren, was von den Lehrpersonen positiv wahrgenommen werde.

Hoher Kommunikationsaufwand
Verantwortung, die auf drei Schultern verteilt ist, bringt gut abgesicherte Entscheidungen mit sich, vorgelagert aber auch einen beachtlichen Aufwand an Absprachen. «Wir investieren alle viel in die gegenseitige Information», so Hofmann. Der hohe Kommunikationsaufwand verlange nach einer guten Balance zwischen Informationsaustausch und «eigentlicher Schulleitungsarbeit». Die Abgrenzung vom einen zum andern sei schwierig und doch lebe die Teamarbeit insgesamt genau davon.

In diesem Spannungsfeld sei es hilfreich, dass sie alle drei «ähnlich ticken», meint Stefan Spychiger. Er empfinde er als grosses Glück, dass sie ähnlich kommunizierten, ein Übereinkommen hätten, wie man mit Menschen umgehen wolle und auch ähnliche Ideen hätten, wohin sich die Schule entwickeln solle. «Auch wenn wir mit Meinungsunterschieden in ein Thema starten, finden wir uns immer in der Sache», so Puigventos.

Sie alle erachten den Aufwand, Dinge zu dritt durchzudenken, durchzusprechen, Entscheidungen und Kompromisse zu fällen, als lohnend. Am Ende eines solchen Prozesses seien Entscheidungen reif, die Qualität gut und das Anliegen im Team gut verankert: «Das erlaubt uns einen klaren Auftritt beispielsweise vor den Lehrpersonen oder Eltern», erläutert Carmela Puigventos.

Daniel Hofmann schätzt es zudem, dass sie sich bei schwierigen Fragen gegenseitig unterstützen, einander Inputs geben oder wenn einmal nötig auch «wieder auf den Teppich holen» könnten. Eine unverzichtbare Gemeinsamkeit, die sie verbindet, ist der Humor: Im Manuel-Schulleitungsteam wird viel gearbeitet und viel gelacht.

 

Text: Katharina Rederer, Redaktorin die.schule

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