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«Schulplatz_walk»: Ein Spaziergang über städtische Schulhausplätze

13. September 2019

GESTALTUNG VON PAUSENPLÄTZEN - Rund 70 Fachpersonen haben sich während zwei Tagen auf dem «Schulplatz_walk» mit der Gestaltung und Entwicklung von Stadtberner Schulanlagen auseinandergesetzt. Im Zentrum standen dabei Fragen zur naturnahen Umgebungsgestaltung und zur Vereinbarkeit von unterschiedlichen Nutzungsansprüchen durch Kinder, Jugendliche, Schule und Quartierbevölkerung.

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Innenhof der Schule Gsteighof, Burgdorf (Bilder: Peter Studer und Pipaluk Minder)

Mit der strategischen Schulraumplanung hat der Gemeinderat im August 2017 unter anderem beschlossen, mehr Natur auf die Pausenplätze zu bringen und die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen sowie der Quartierbevölkerung besser einzubeziehen. Schulhausplätze sollen als Aufenthaltsort für Kinder, Jugendliche und auch andere Bevölkerungsgruppen aus dem Quartier attraktiv sein.

Naturnahe Umgebung fördert die Konzentration

Bei der Gestaltung der Schulgelände, insbesondere bei Sanierungen und Neubauten, müssen unterschiedliche Ansprüche und Bedürfnisse einbezogen werden. Im Vordergrund stehen die Ansprüche der Schule selbst. Hierfür sind die Vorgaben des Richtraumprogramms einzuhalten. Kinder und Jugendliche sowie das Quartier wollen das Schulgelände als Spiel- und Aufenthaltsraum aber auch in der Freizeit nutzen. Oftmals übersteigen die Anforderungen an die schulischen Aussenräume jedoch die effektiven Möglichkeiten auf den vorhandenen Flächen. Zudem werden Optionen durch denkmalpflegerische Vorschriften eingeschränkt. Nicht zuletzt besteht die Pflicht, die Biodiversität in der Stadt zu erhalten und zu fördern. Die Aussenräume der Schulbauten sind ein Teil städtischer Flächen, auf denen mehr Platz für die Natur geschaffen werden muss. Zahlreiche Studien zeigen, dass eine naturnahe Umgebung förderlich für die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler ist und geschlechter- und altersübergreifende Spiele und körperliche Betätigungen begünstigt.

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Fachpersonen tauschen sich über den Schulhausplatz aus (Bilder: Peter Studer und Pipaluk Minder)

Zwei Tage, zwölf Schulanlagen und eine Nutzerbefragung

Um den Faktoren auf die Spur zu kommen, die zu einem «gelungenen» Schulumfeld beitragen, haben sich am 22. und 23. August 2019 rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Verwaltung, Planung und Landschaftsarchitektur, Schule, Soziokultur, Quartierkommissionen sowie der Politik auf einen zweitägigen «Schulplatz_walk», einen Erkundungs- und Austauschspaziergang über städtische Schulplätze, begeben. Insgesamt wurden zwölf Stadtberner Schulanlagen besucht - fünf im Schulkreis 3 (Breitenrain-Lorraine), drei im Schulkreis 5 (Bümpliz) und vier im Schulkreis 6 (Bethlehem). Zusätzlich wurden auch zwei naturnahe Schulgelände ausserhalb der Stadt Bern (Schule Gsteighof Burgdorf und Primarschule Fraubrunnen) besucht. Ergänzend zum «Schulplatz_walk» fand im Vorfeld des Spaziergangs auf ausgewählten Schularealen eine Befragung der Jugendlichen, Kinder, Hauswarte und weiterer Nutzenden in Bezug auf die Qualitäten des Aussenraums statt.

Ziel des Projekts ist es, Akteurinnen und Akteure, die auf verschiedene Weise an der Weiterentwicklung der Schulanlagen von Bern beteiligt sind, für die unterschiedlichen Perspektiven und Fachgebiete zu sensibilisieren. Die gemeinsam erarbeiteten Einsichten aus dem «Schulplatz_walk» sollen für das gemeinsame Planen und Gestalten gebündelt werden. In den nächsten Wochen werden nun die Erkenntnisse des «Schulplatz_walks» und die Ergebnisse der Befragungen ausgewertet, damit übergeordnete Aussagen zur Umsetzung der Schulraumstrategie herauskristallisiert werden können.

Der Schulplatz_walk wurde vom Schulamt, von Familie und Quartier Stadt Bern, von der Fachstelle Sozialplanung und von Stadtgrün Bern initiiert und durchgeführt.

 

Text: Nicola Indermühle
Projektleiter Fachstelle Natur + Ökologie

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