Volksschule Steigerhubel
Im Einzugsgebiet des Schulkreises Steigerhubel/Schlossmatt sind neue Wohnüberbauungen für Familien erstellt worden, weitere sind in Planung oder bereits im Bau. Daneben nimmt die Anzahl an Kindern in den bestehenden Wohnbebauungen zu. Um den zusätzlich benötigten Schulraum zu schaffen, soll die Volksschule Steigerhubel erweitert werden.
Zusätzlich zum Ausbau der Schulanlage Steigerhubel soll der Standort Kindergarten Schlossmatt für vier Basisstufenklassen erweitert und in der neuen Wohnüberbauung Holliger Raum für drei Basisstufenklassen geschaffen werden.
Projekt Steigerhubel: Sanierung und Erweiterung
Die Schulanlage Steigerhubel wurde in den Jahren 1952-59 erbaut. Alle Gebäude sowie das Ensemble mit Aussenraum sind denkmalgeschützt. Die Anlage liegt leicht erhöht und ist eingebettet in einen grosszügigen Freiraum. Die Volksschule besteht aus vier Schulpavillons, einem Kindergartenpavillon, einem Hauswartsgebäude und einem Turnhallentrakt mit Pausen- und Allwetterplatz. Die rund 70-jährigen Gebäude sind sanierungsbedürftig.
Die Schulraumplanung sieht vor, auf dem Steigerhubel-Areal Kapazität für 23 Klassen zu schaffen. Da dieser zusätzliche Bedarf an Schulraum in der bestehenden Schulanlage nicht gedeckt werden kann, plante die Stadt Bern, die bestehenden Schulbauten zu sanieren und mit einem Erweiterungsneubau zu ergänzen. Bis zur Fertigstellung des vorgesehenen Erweiterungsneubaus und der anschliessenden Gesamtsanierung wurde ab dem Schuljahr 2024/25 ein Modulbauprovisorium als Übergangslösung auf der angrenzenden Parzelle des Kantons westlich der Turnhallen erstellt.
Nun zeichnet sich eine Alternativlösung ab, die es ermöglichen würde, auf einen Erweiterungsneubau zu verzichten und den Aussenraum einschliesslich des heutigen Allwetterplatzes zu erhalten: Die Stadt Bern strebt eine Erweiterung der Schule durch die Nutzung bestehender Gebäude im direkten Umfeld an. Im Jahr 2024 konnte dafür bereits das ehemalige Kirchgemeindehaus erworben werden. Längerfristig soll ein weiteres Gebäude übernommen und für die Volksschule genutzt werden.
Vorerst soll der dringend benötigte Schulraum mittels eines zweiten Schulprovisoriums sichergestellt werden. Das Provisorium II soll östlich der beiden Kindergärten am Hang zu liegen kommen, der heute weder durch die Schule noch durch die Öffentlichkeit genutzt wird. Im Provisorium können insgesamt fünf Unterrichtsräume mit den zugehörigen Gruppenräumen sowie ein Mehrzweckraum, Arbeitsplätze für Lehrpersonen und die dazugehörigen Betriebs- und Technikräume bereitgestellt werden.
Weiteres Vorgehen
Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Herbst 2026 starten und bis Sommer 2027 dauern. Der Gemeinderat hat die Abstimmungsvorlage für den Projektierungs- und Baukredit von 8,3 Millionen Franken zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Die Stimmberechtigten werden voraussichtlich im Juni 2026 über die Vorlage entscheiden.
