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Kader- und Spezialistenausbildung

Zusatzausbildung

Spezialaufgaben für ausgewählte Schutzdienstpflichtige

Der Zivilschutz benötigt ein breites Spektrum an Personen mit Spezialkenntnissen. Mit einer Zusatzausbildung von maximal einer Woche können ausgewählte Schutzdienstpflichtige ihr Grundwissen für Spezialaufgaben ergänzen. Die Zusatzausbildung dieser Spezialisten kann direkt im Anschluss an die allgemeine und funktionsbezogene Grundausbildung oder auch später erfolgen. 

Ausbildung durch Bund oder Kanton

Die Mehrzahl der Zusatzausbildungen wird durch die Kantone durchgeführt. Der Bund übernimmt Ausbildungen, die hauptamtliches Lehrpersonal mit besonderen Fachkenntnissen oder eine aufwändige Infrastruktur erfordern und die auf Stufe Bund wirtschaftlicher erfolgen können. 

Beispiele von Spezialisten, ausgebildet durch den Kanton:

  • Der Kulturgüterschutz-Spezialist unterstützt den Chef KGS etwa bei der Planung der Schutzmassnahmen für Kulturgüter, leitet Einsätze von Freiwilligen und unterstützt die Einsatzdienste im Schadenfall.
  • Der Küchenchef organisiert zusammen mit dem Fourier die Verpflegung. Er ist für die Küchenleitung und das fachgerechte Zubereiten der Speisen verantwortlich.

Kaderausbildung

Motiviertes Führungspersonal

Die Motivation der Schutzdienstpflichtigen und die Effizienz des Zivilschutzes hängen in hohem Grad von der Arbeit der Führungscrew ab. Deren Führungsarbeit wiederum ist insbesondere das Resultat ihrer eigenen Motivation und Fähigkeiten – und letztlich ihrer Ausbildung. Wer eine Kaderfunktion übernimmt, muss deshalb jeweils eine ein- bis zweiwöchige Kaderausbildung zum Gruppen- oder Zugführer, zum Chef eines Sachbereichs oder zum Zivilschutzkommandanten absolvieren. Die Kader sind für Führung, Ausbildung und Einsatzfähigkeit ihrer Formationen bzw. Bereiche verantwortlich.

Zivilschutzkommando: Ausbildung durch den Bund

Geführt wird der kommunale oder regionale Zivilschutz vom Zivilschutzkommando. Es besteht in der Regel aus dem Zivilschutzkommandanten und seinem Stellvertreter. Um seine Aufgaben gezielt und wirkungsvoll erfüllen zu können, strebt die Ausbildung durch den Bund folgende Qualitäten an:

  • vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Führung und Umgang mit Menschen;
  • organisatorische und administrative Fähigkeiten;
  • Fähigkeiten in den Bereichen Repräsentationen und Beratung;
  • fundiertes Wissen über die Einsatzmöglichkeiten des Zivilschutzes.

Weiteres Kader: Ausbildung durch Bund oder Kanton

Neben dem Zivilschutzkommandanten und seinem Stellvertreter bildet der Bund weitere Kadermitglieder aus. Grundsatz ist, dass der Bund Ausbildungen übernimmt, die hauptamtliches Lehrpersonal mit besonderen Fachkenntnissen oder eine aufwändige Infrastruktur erfordern und die auf Stufe Bund wirtschaftlicher erfolgen können. Dies betrifft die Ausbildung der Kader der Führungsunterstützung zugunsten der zivilen Führungsorgane (Sachbereiche Lage, Telematik, Logistik) und des Kulturgüterschutzes. Das weitere Kader bildet der Kanton selbst aus, etwa Zug- und Gruppenführer Betreuung, Zug- und Gruppenführer Unterstützung oder den Chef des logistischen Elements und den Rechnungs- und Haushaltsführer.

Möglichkeit zur Verpflichtung

Schutzdienstpflichtige können gemäss Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz (BZG, Art. 26) "verpflichtet werden, Kaderfunktionen zu übernehmen und die damit verbundenen Dienstleistungen zu erfüllen".

Weitere Informationen.

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