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Subers Bärn

Die Stadt Bern kämpft aktiv gegen Littering. Denn herumliegender Abfall ist nicht nur schlecht fürs Stadtbild, sondern auch für die Steuerzahlenden: Sie müssen für die Entsorgungskosten aufkommen. Mit der Kampagne «Subers Bärn – zäme geits!» setzt die Stadt auf Prävention – und ausserdem auf Zusatzreinigungen und gezielte Repression.

Achtlos weggeworfener Abfall auf unseren Strassen, Trottoirs und Plätzen verursacht der Stadt Bern jedes Jahr hohe Kosten. Und auch unser Partner Bernmobil investiert immer mehr Zeit und Geld in die Reinigung von Fahrzeugen und Anlagen. Damit sich dies ändert und in der breiten Bevölkerung ein Umdenken stattfindet, lancieren wir jedes Jahr gemeinsam eine Kampagne, welche die Bernerinnen und Berner auf informative und humorvolle Weise auf die Problematik aufmerksam macht.

Wenn die Reinigungsequipen von Bern nicht wären…

So sieht die «Grosse Schanze» der Stadt Bern aus, wenn die Mitarbeitenden der Strassenreinigung nicht putzen würden. Am 23. August 2020 sammeln Freiwillige von Trash Hero Bern den Müll auf der Grossen Schanze ein. Müll, der sich über Nacht von Samstag auf Sonntag angesammelt hat und in den frühen Morgenstunden ausnahmsweise nicht wie sonst von den Reinigungsequipen der Strassenreinigung Stadt Bern entsorgt wird. Der Park vor der Uni Bern versinkt sichtlich in Abfall.

In Abstimmung mit der Strassenreinigung hat Trash Hero Bern unter der Leitung von Michel Bühler und Fabio Gieriet eine Reinigungsaktion durchgeführt – um aufzuzeigen, welch unterschiedlicher Abfall und in welchen Mengen dieser auf einem bestimmten Perimeter anfällt. Das Ergebnis ist erschreckend – und lässt einen kopfschüttelnd dastehen, denn es gibt überall Abfalleimer und Behältnisse, wo der Müll sortenrein entsorgt werden könnte. Doch im Angesicht der Abfallmengen scheint das Bemühen der Stadt, die Bevölkerung zur ordnungsgemässen Müllentsorgung anzuhalten, nicht durchwegs zu fruchten. Littering und achtlos Weggeworfenes soweit das Auge reicht.

Die statistische Erfassung des gesammelten Abfalls zeigt deutlich, dass es sich hier um eine «Partymeile» handelt: 389 Aludosen (Energydrinks, Bier, Coca Cola, Prosecco, etc.), 220 Glasflaschen (Bier, Vodka, Whisky, etc.), 169 PET-Flaschen, 68 Zigarettenpäckli und 4585 Zigarettenkippen. Total wurden 6.500 Abfallstücke = 1050 Liter Littering eingesammelt.

Gemeinsam gegen Littering

Im Sommer 2020 schliessen sich bereits im dritten Jahr 12 Aare-Gemeinden im Kampf gegen Littering zusammen. Im Fokus der Aktion stehen erneut die vielen Grill- und Picknick-Plätze entlang der Aare, die in der heissen Jahreszeit rege genutzt werden.

Ob Aareböötler, Wanderinnen oder Bädeler – im Sommer bevölkern die Berninnen und Berner die Ufer der Aare. Nach dem Sonnenbad und dem Grillfest bleiben leider immer wieder beträchtliche Mengen Abfall liegen.

Um die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren, haben sich auf Initiative der Gemeinde Münsingen folgende Gemeinden zu einer gemeinsamen Aktion gegen Littering zusammengeschlossen: Allmendingen, Belp, Bern, Heimberg, Münsingen, Muri-Gümligen, Ostermundigen, Rubigen, Steffisburg, Thun, Uttigen und Wichtrach. Mit verschiedenen humorvollen und doch ziemlich direkten Plakaten an ausgesuchten Grill- und Picknick-Plätzen entlang der Aare fordern sie die Besucherinnen und Besucher auf, ihren Abfall nicht liegen zu lassen.

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Abfalltrennsystem im öffentlichen Raum wird ausgeweitet

Angeregt durch eine Motion aus dem Stadtrat, genehmigte der Gemeinderat im Sommer 2017 einen auf zwei Jahre angelegten Testbetrieb mit einem Abfalltrennsystem im öffentlichen Raum.

An sieben stark frequentierten Standorten in der Stadt Bern (Kornhausplatz, Bahnhofplatz, Grosse und Kleine Schanze, Hirschengraben, Monbijou und Dampfzentrale) wurden neben den normalen Abfallbehältern separate Container für Papier, Alu, Glas und PET aufgestellt. Die Erfahrungen während der Testphase – insbesondere der hohe Reinheitsgrad der getrennt gesammelten Materialien – waren so gut, dass der Testbetrieb bereits Anfang 2019 in den Normalbetrieb überführt werden konnte. Nun soll das System auf dem ganzen Stadtgebiet zum Einsatz kommen: Der Gemeinderat hat deshalb für die Anschaffung von 50 zusätzlichen Kehrichtbehältern mit Abfalltrennsystem und für ein weiteres elektrisches Kleinmüllfahrzeug, das zu deren Leerung benötigt wird, einen entsprechenden Kredit genehmigt.

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clean place – fair place

In der Stadt Bern stehen rund 1300 öffentliche Abfallkübel. Die grosse Mehrheit davon, rund 870 Stück, sind 2019 von 35-Liter-Abfallkübel in Kübel mit einem Fassungsvermögen von 110 Liter ersetzt worden.

Das Freizeitverhalten der Bevölkerung hat sich in den letzten Jahren verändert, der öffentliche Raum wird immer stärker benutzt: Auf den Strassen und Plätzen wird gegessen, getrunken und konsumiert – was sich auch auf die Abfallmenge auswirkt. Entsorgte man früher in den öffentlichen Abfallkübeln etwa ein benutztes Taschentuch, ein Brötchensäcklein oder eine Zigarettenschachtel, ist der heutige Abfall geprägt von Take-away-Schachteln, Pet-Flaschen, Getränkedosen und sonstigen voluminösen Verpackungen aller Art.

Um auf die veränderte Situation zu reagieren, hat die Stadt Bern die alten 35-Liter-Kübel flächendeckend gegen grosse 110-Liter-Kübel ausgetauscht. Der neue Kübel des «Typs Bern», den die Stadt hat extra entwickeln lassen, ist modulartig aufgebaut und kann somit den Bedürfnissen der unterschiedlichen Standorte entsprechend eingesetzt werden. Von der Bevölkerung ist er bestens angenommen worden und erleichtert den Mitarbeitenden der Strassenreinigung durch sein einfaches Handling die Arbeit.

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Haltestelle
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Konzept Abfallkübel

Umweltunterricht an Schulen

Entsorgung + Recycling Stadt Bern fördert den Umweltunterricht für Kindergärten und Schulen zu den Themen «Abfall und Konsum» sowie «Littering- und Ressourcen».

Im Umweltunterricht sollen Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur Berufsfach-/Mittelschule für einen bewussten Umgang mit Abfällen und natürlichen Ressourcen sensibilisiert werden. Das Modul «Abfall und Konsum» vermittelt spielerisch Basiswissen zur Abfallentsorgung, Recycling und zeigt die Herkunft und Bedeutung unserer Rohstoffe auf. Beim «Tatort Littering» wiederum gehen Jugendliche als lokale Reporter der wachsenden Problematik des Litterings auf den Grund. Alle Vermittlungsangebote können von den Schulen kostenlos gebucht werden.

Weitere Informationen, Flyer und Dokumente finden Sie hier: Link

Knigge in Tram und Bus

BERNMOBIL macht seit einigen Jahren mit gezielten Informationskampagnen auf den Knigge in Tram und Bus aufmerksam.

Bereits kleine Gesten können Grosses bewirken und einen wichtigen Beitrag zum Fahrkomfort leisten. Damit sich Fahrgäste in den Fahrzeugen von BERNMOBIL sicher und wohl fühlen, ist gegenseitige Rücksichtnahme von grosser Bedeutung. Mit Hinweisen auf den Bildschirmen in den Fahrzeugen und auf den BERNMOBIL-Onlinekanälen werden Fahrgäste für das Thema sensibilisiert. Zudem liegen Broschüren in Tram und Bussen und im Servicecenter BERNMOBIL Info & Tickets auf.

Mit dem BERNMOBIL-Knigge jederzeit sicher und respektvoll unterwegs. Der Knigge zum Nachlesen: hier

Weitere Informationen finden Sie: hier

Weitere Informationen.

Kontakt

Tiefbauamt Telefon +41 31 321 64 75

Hotline Littering:
Telefon 079 669 40 00

Allgemeine Fragen der Abfallentsorgung:
entsorgung@bern.ch

Allgemeine Fragen der Strassenreinigung:
tiefbauamt@bern.ch

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