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Hilfe und Pflege zu Hause

Sie leben zu Hause und brauchen ab und zu oder regelmässig Hilfe? In der Stadt Bern gibt es zahlreiche ambulante Angebote wie Behandlungspflege, Haushaltentlastungen oder Begleitungen.

Wer hilft und pflegt zu Hause?

Ältere Personen sollen - wenn sie dies wünschen - so lange es möglich und sinnvoll ist, in ihren eigenen vier Wänden leben können. Zahlreiche Organisationen bieten Hilfe und Pflege zu Hause an. Aufgabe der Stadt ist es, diejenigen Personen finanziell zu unterstützen, die sich die notwendigen Dienstleistungen aus eigenen finanziellen Mitteln nicht leisten können.

Weitere Informationen zu Betreuungs- und Unterstützungsangeboten finden Sie im Sozialwegweiser oder in der gedruckten Broschüre  «Sozialwegweiser Bern 60plus», die Sie kostenlos beim Alters- und Versicherungsamt bestellen können (siehe «Zuständige Stelle»). 

Wer bezahlt Pflegeleistungen und hauswirtschaftliche Leistungen der Spitexdienste?

  • Pflegeleistungen: Die Krankenkasse bezahlt Pflegeleistungen, sofern diese nach ärztlicher Verordnung ausgeführt werden.
  • Hauswirtschaftliche Leistungen: Für Kundinnen und Kunden, welche die erforderlichen hauswirtschaftlichen Leistungen nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bezahlen können, bietet der öffentlich finanzierte Verein Spitex Bern vergünstigte Tarife an. Unabhängig davon, ob Sie Leistungen von einem öffentlichen oder privaten Spitexdienst beziehen: Prüfen Sie auf jeden Fall Ihren Anspruch auf Ergänzungsleistungen oder melden Sie sich beim Alters- und Versicherungsamt. Hauswirtschaftliche Leistungen werden teilweise durch Zusatzversicherungen der Krankenkassen übernommen.

Informationen zur Anstellung von Personen für die Unterstützung und Betreuung zu Hause

Junge Frau schiebt ältere Frau im Rollstuhl
Bild Legende:

Wenn Sie privat eine Person anstellen möchten, die stundenweise oder rund um die Uhr zur Verfügung steht, gilt es eine Reihe von rechtlichen Bestimmungen zu beachten. Wir orientieren Sie über die wichtigsten Punkte für eine faire und rechtlich korrekte Anstellung von Personen für Hilfe und Betreuung im Haushalt. Dazu gehören Reinigung, Wäsche, Einkauf, Kochen, weitere Haushaltsarbeiten, Begleitung auf Spaziergängen oder zu Terminen, Gesellschaft leisten, Büroarbeiten. Auch einfache Handreichungen bei der Körperpflege können erbracht werden.

Diese Informationen gelten nicht für die medizinische Pflege. Für pflegerische Leistungen muss eine ausgebildete Fachperson mit Berufsausübungsbewilligung angestellt werden. Wenn Sie Pflege benötigen, lassen Sie sich von Ihrer Hausärztin beraten. Kontaktieren Sie ihren Arzt auch, wenn Sie unsicher sind, ob eine Leistung als pflegerisch gilt.

Wenn Sie eine Person anstellen, konsultieren Sie in jedem Fall die ausführlichen Informationen unter den angegebenen Links.

Arbeitsvertrag

Im Kanton Bern regeln die Normalarbeitsverträge (NAV BE) die Tätigkeiten im Hausdienst und in der 24-Stunden-Betreuung. Sie gelten, wenn kein schriftlicher Arbeitsvertrag zwischen Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in abgeschlossen wurde oder wenn dieser keine Bestimmung zu einem bestimmten Punkt enthält. Das SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) stellt auch einen Mustervertrag zur Verfügung.

Mindestlohn, Sozialversicherungen und Arbeitsbedingungen

Die Mindestlöhne (Bruttobetrag) sind im Normalarbeitsvertrag des Bundes für die Hauswirtschaft verbindlich festgelegt. Sie dürfen über-, aber nicht unterschritten werden.

Kategorie

Fr./Std.

ungelernt

19.20 

ungelernt mit mindestens vier Jahren Berufserfahrung in der Hauswirtschaft

21.10 

gelernt mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis EFZ

23.20 

gelernt mit eidgenössischem Berufsattest EBA

21.10 

Diese Ansätze gelten bis zum 31. Dezember 2022.

Sozialversicherungen & Pensionskasse

Sie sind verpflichtet, für Ihre Angestellten Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV und Familienzulagen) abzurechnen. Über das Vorgehen informiert die Ausgleichskasse an Ihrem Wohnort. Bitte beachten Sie folgendes:

  • Liegt der Jahreslohn der angestellten Person unter Fr. 21'330 brutto (Stand 2020), können die Sozialversicherungsbeiträge über ein vereinfachtes Verfahren abgerechnet werden.
  • Wird eine Person für länger als drei Monate angestellt und beträgt der Monatslohn brutto mehr als Fr. 1’777.50 (Stand 2020), so muss sie auch in der beruflichen Vorsorge versichert werden. Dafür müssen Sie sich einer Pensionskasse anschliessen.

Pausen, Freizeit, Ferien und Feiertage

Angestellte haben Anrecht auf Pausen und Freizeit, auf Ferien und Feiertage sowie auf Mutterschaftsurlaub. Bereitschaftsdienst (Arbeit auf Abruf wie bspw. während der Nacht) muss entschädigt werden. Die kantonalen Normalarbeitsverträge enthalten entsprechende Bestimmungen. 

Unfall- und Krankenversicherung

Für Ihre Angestellten müssen Sie zudem eine Unfallversicherung abschliessen. Das Merkblatt zur obligatorischen Unfallversicherung hilft Ihnen hier weiter. Weiter sind Sie verpflichtet zu prüfen, ob die Angestellten über eine obligatorische Krankenversicherung verfügen. 

Wenn die angestellte Person in Ihrem Haushalt wohnt, müssen Sie diese bei Krankheit, Unfall, Schwangerschaft und Geburt zusätzlich zur Lohnfortzahlung pflegen und ihr nötigenfalls ärztliche Behandlung gewähren (Artikel 328a Obligationenrecht).

Aufenthaltsbewilligung und Stellenmeldepflicht

Privathaushalte dürfen nur Schweizer Staatsangehörige, Personen mit  Niederlassungsausweis C oder Bürger*innen von EU/EFTA-Ländern anstellen. Es sind dies Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, Zypern. Für kroatische Staatsangehörige gelten besondere Bestimmungen.

Haushaltshilfen aus dem EU/EFTA-Raum, die höchstens 90 Tage pro Kalenderjahr bei Ihnen arbeiten, müssen Sie vorgängig beim kantonalen Amt für Wirtschaft melden. Arbeitet die Person länger als 3 Monate bei Ihnen, benötigt sie eine Aufenthaltsbewilligung. Melden Sie sich für das Vorgehen bei Ihrer Wohngemeinde.

Unter gewissen Bedingungen können Angehörige aller anderen Länder (Drittstaaten), die sich bereits in der Schweiz aufhalten, bewilligungsfrei angestellt werden. Es ist aber nicht erlaubt, Drittstaatsangehörige direkt aus dem Ausland anzustellen.

Personalvermittlung und Personalverleih

Wird die Person, die Sie anstellen, durch eine Agentur vermittelt, müssen Sie sicherstellen, dass die Agentur eine kantonale Betriebsbewilligung hat. Für die Anstellung von Personen ohne Schweizer Pass oder Wohnsitz in der Schweiz braucht die Agentur eine eidgenössische Betriebsbewilligung. Eine Liste mit den entsprechenden Betrieben. Informieren Sie sich genau über die Vertragsbedingungen.

Auch wenn Sie die Betreuungsperson nicht direkt selber anstellen, sind Sie für die Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen mitverantwortlich.

Alternative Möglichkeiten für studenweise Unterstützung

Für stundenweise Unterstützung im Haushalt stehen jedoch auch verschiedene lokale, nicht profitorientierte Angebote zur Verfügung. In Bern vermitteln u.a. Nachbarschaft Bern , das SRK Bern, die Pro Senectute , die Jugendjob-Börse.

Weiterführende Information

 

Weitere Informationen.

AHV / Ergänzungsleistungen

Haben Sie Fragen zur AHV oder zu Ergänzungsleistungen, so gibt Ihnen die AHV-Zweigstelle gerne Auskunft.

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