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Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen

Bern wird zur Regenbogenstadt! Die Stadt Bern erweitert den Gleichstellungsauftrag der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann um das Thema der Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, intergeschlechtlichen und weiteren queeren Menschen (LGBTIQ), die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität, ihrer körperlichen Geschlechtsmerkmale und/oder ihres Geschlechtsausdrucks von der Mehrheit der Gesellschaft abweichen.

LGBTIQ-Menschen unterscheiden sich in ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität, ihren körperlichen Geschlechtsmerkmalen oder ihrem Geschlechtsausdruck von der Bevölkerungsmehrheit. Menschen, die «anders» sind oder «anders» leben, werden oft ausgegrenzt und diskriminiert – bewusst oder unbewusst.

Wer nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht, trifft auf Fragen, Unverständnis und Ablehnung. Das kann von beleidigenden und verächtlichen Aussagen von Personen aus dem privaten Umfeld oder von öffentlichen Personen über Benachteiligung bei der Stellen- oder Wohnungssuche bis zu körperlicher Gewalt gehen. Eine (subtile) Form der Diskriminierung ist auch die öffentliche Unsichtbarkeit von LGBTIQ-Menschen und -Lebensweisen: sie sind auf offiziellen Bildern, in Texten oder auf Formularen oft nicht präsent oder unterrepräsentiert.

Bern wird zur Rainbow City

Neu umfasst der Auftrag der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann neben der Gleichstellung von Frauen und Männern auch die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen in allen Lebensbereichen. 

Im «Rainbow Europe» Ranking zur rechtlichen und gesellschaftlichen Situation von LGBTIQ-Menschen liegt die Schweiz 2019 im europäischen Vergleich lediglich auf Rang 27 (von 49). Um den Erfahrungsaustausch zu wirkungsvollen Massnahmen im Bereich der Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen mit anderen Städten zu ermöglichen, tritt die Stadt Bern als dritte Schweizer Stadt neben Genf und Zürich dem internationalen Netzwerk «Rainbow Cities Network» bei.

Was tut die Stadt Bern?

Die Förderung der Vielfalt der Bevölkerung – auch explizit von LGBTIQ-Menschen – ist als Ziel in den Legislaturrichtlinien 2017-2020 der Stadt Bern (PDF, 674.0 KB) festgehalten.

Die Fachstelle wird zur Kontaktstelle für LGBTIQ-Fragen für Personen, die in der Stadt Bern arbeiten oder leben sowie für Arbeitnehmende, Vorgesetzte und Personalverantwortliche der Stadtverwaltung. Sie arbeitet eng mit spezialisierten Beratungsstellen und den lokalen LGBTIQ-Nicht-Regierungsorganisationen zusammen.

Unser Auftrag

Die Förderung der Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe. Mittels Beratung und Information unterstützt die Fachstelle die Stadtverwaltung darin, städtische Angebote und Dienstleistungen LGBTIQ-gerecht auszugestalten. Mit eigenen und Kooperations-Projekten trägt sie zur tatsächlichen Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen und zum Schutz vor Diskriminierungen bei.

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