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Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen

Der Gleichstellungsauftrag der Fachstelle beinhaltet neben der Gleichstellung von Frau und Mann auch die Gleichstellung von Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität, ihrer körperlichen Geschlechtsmerkmale und/oder ihres Geschlechtsausdrucks von der Mehrheit unserer Gesellschaft abweichen.

Lesbisch, schwul, bisexuell, trans, intergeschlechtlich oder anders «queer» (LGBTIQ) zu sein, entspricht nicht den heteronormativen Vorstellungen unserer Gesellschaft. Viele LGBTIQ-Menschen sind deshalb regelmässig mit negativen Reaktionen konfrontiert. Das geht von erstaunten Blicken über verächtliche Aussagen bis hin zu Benachteiligungen bei der Stellen- oder Wohnungssuche oder psychischer und körperlicher Gewalt. Eine subtile Form der Diskriminierung ist die öffentliche Unsichtbarkeit von LGBTIQ-Menschen und ihren Lebensweisen: Sie sind auf offiziellen Bildern, in Texten oder auf Formularen oft nicht präsent oder unterrepräsentiert.

Im «Rainbow Europe» Ranking zur rechtlichen und gesellschaftlichen Situation von LGBTIQ-Menschen liegt die Schweiz 2020 im europäischen Vergleich auf Rang 23 (von 49). 

Bern vernetzt als Rainbow City

Neben der Gleichstellung von Frauen und Männern umfasst der Gleichstellungsauftrag der Stadt Bern seit 2018 auch die rechtliche und tatsächliche Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen in allen Lebensbereichen. 

Um den Erfahrungsaustausch zu wirkungsvollen Massnahmen im Bereich der Gleichstellung von LGBTIQ-Menschen mit anderen Städten zu ermöglichen, ist die Stadt Bern im Herbst 2019 als dritte Schweizer Stadt neben Genf und Zürich dem internationalen Netzwerk «Rainbow Cities Network» beigetreten. Dieses internationale Netzwerk von rund 30 Städten wurde mit dem Ziel gegründet, Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität auf lokaler Ebene zu bekämpfen. Eine «Regenbogenstadt» verpflichtet sich, eine aktive LGBT-Politik zu betreiben und LGBT-Themen in ihrer allgemeinen kommunalen Politik aufzunehmen.

Was tut die Stadt Bern?

Die Förderung der Vielfalt der Bevölkerung – explizit auch von LGBTIQ-Menschen – ist als Ziel in den Legislaturrichtlinien 2017-2020 der Stadt Bern (PDF, 674.0 KB) festgehalten.

Die Fachstelle konzipiert Massnahmen zum Abbau von Diskriminierung im Zusammenhang mit der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, den Geschlechtsmerkmalen und dem Geschlechtsausdruck für Personen, die in der Stadt Bern arbeiten oder leben sowie für Arbeitnehmende, Vorgesetzte und Personalverantwortliche der Stadtverwaltung. Sie arbeitet eng mit spezialisierten Beratungsstellen und den lokalen LGBTIQ-Nicht-Regierungsorganisationen zusammen.

Unser Auftrag

Die Förderung der Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe. Mittels Beratung und Information unterstützt die Fachstelle die Stadtverwaltung darin, städtische Angebote und Dienstleistungen LGBTIQ-inklusiv und diskriminierungsfrei auszugestalten. Mit einem Aktionsplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern und von LGBTIQ-Menschen, eigenen und Kooperations-Projekten - so zum Beispiel mit dem Aktionsmonat LIKEEVERYONE, der im Mai 2021 stattfindet, trägt sie zur tatsächlichen Gleichstellung und zum Schutz vor Diskriminierungen von queeren Menschen bei.

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