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Lohngleichheit

Der Grundsatz «Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit» ist seit 1981 in der Bundesverfassung verankert. Dennoch verdienten Frauen 2016 in der Privatwirtschaft durchschnittlich 19.6 Prozent (1'532 Franken) und im öffentlichen Sektor 16.7 Prozent (1'498 Franken) pro Monat weniger als die Männer. 35 bis 40 Prozent dieser Lohndifferenz lassen sich nicht erklären.

Verdacht auf Lohndiskriminierung – was tun?

Haben Sie das Gefühl, Ihr Lohn ist im Vergleich zum Lohn Ihrer Kolleg*innen ungerechtfertigt gering? Nicht immer ist ungleicher Lohn diskriminierend, denn auch Faktoren wie Ausbildung, Berufserfahrung, Alter und Anforderungsniveau beeinflussen ihn. Überprüfen Sie Ihren Lohn mit dem Lohnrechner Salarium und tauschen Sie sich mit Ihren Arbeitskolleg*innen über das Thema Lohn aus. Falls Sie weiterhin den Verdacht haben, diskriminiert zu werden, empfiehlt sich eine Beratung. Die Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Bern bietet erste Einschätzungen und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Im Kanton Bern bietet die Schlichtungsbehörde Bern-Mittelland kostenlose Rechtsberatung an.

Was tut die Stadt Bern?

Im Aktionsplan Gleichstellung 2015–2018 hat sich die Stadt Bern zum Ziel gesetzt, die Lohngleichheit in allen ihren Wirkungsfeldern voranzubringen. Dieses Engagement hat sie mit der Unterzeichnung der Charta zur Lohngleichheit im öffentlichen Sektor 2016 noch bekräftigt. Mit der Überprüfung der Lohngleichheit in der Stadtverwaltung, bei der Vergabe von Aufträgen und beim Abschluss von Leistungsverträgen setzt sie dieses Ziel um. Der dritte Aktionsplan Gleichstellung 2019-2022 knüpft an die Massnahmen zur Förderung der Lohngleichheit des zweiten Aktionsplanes an. Neben einer erneuten Überprüfung der Einhaltung der Lohngleichheit sollen die Richtfunktionen diskriminierungsfrei überarbeitet und ein nach Geschlecht aufgeschlüsseltes Lohncontrolling eingeführt werden, das auch Prämien und lohnrelevante Beförderung beinhaltet. 

Lohngleichheit im Beschaffungswesen

Die Stadt Bern vergibt ihre öffentlichen Aufträge nur an Unternehmen, die die gesetzlichen Bestimmungen einhalten. Dazu gehört auch die Lohngleichheit von Frau und Mann. Deren Einhaltung wird neu stichprobenartig überprüft.

Merkblatt Überprüfung Beschaffungswesen
Titel
Merkblatt Überprüfung Beschaffungswesen (PDF, 264.6 KB)

Lohngleichheit bei Leistungsverträgen

Organisationen mit städtischen Leistungsverträgen verpflichten sich, das Gleichstellungsgesetz, namentlich auch die Lohngleichheit von Frau und Mann einzuhalten. Neu finden Lohngleichheitsanalysen statt.

Merkblatt Überprüfung Leistungsverträge
Titel
Merkblatt Überprüfung Leistungsverträge (PDF, 161.1 KB)

Lohngleichheit in der Stadtverwaltung

Die städtischen Löhne werden seit 2006 regelmässig überprüft. Gemäss der letzten Lohnanalyse von 2017 verdienten Frauen in der Stadtverwaltung durchschnittlich 10,4 Prozent weniger als Männer. 8,6 Prozent lassen sich auf objektive Faktoren zurückführen. Es bleibt eine nicht erklärte Differenz von 1,8 Prozent (vgl. Medienmitteilung vom 11.01.2018). 

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