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Haselnussliebhaber in der Stadt Bern

Eichhörnchen, Siebenschläfer oder auch die seltene Haselmaus sind meist scheu und leben versteckt. Stadtgrün Bern möchte mehr über diese Arten erfahren. Um die Spuren dieser Tiere zu sammeln und Wissen zu generieren, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Melden Sie uns Ihre Entdeckungen.

Kleinsäuger sind eine meist heimlich lebende und wenig erforschte Säugetiergruppe, die eine erstaunliche Vielfalt aufweist. Sie brauchen vielfältige Grünräume mit fruchttragenden und strukturreichen Hecken. Einigen Vertretern ist gemeinsam, dass sie Haselnüsse fressen. Zu ihnen gehören häufigere Arten wie Eichhörnchen und Siebenschläfer oder auch die seltene Haselmaus. Im Projekt «Haselnussliebhaber in der Stadt Bern» wollen wir mehr über die Verbreitung dieser Arten im Siedlungsraum erfahren. Dazu sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen.

Nachweis mittels Spurentunnel

Da die meisten dieser Arten scheu sind und versteckt leben, können sogenannte Spurentunnel helfen, sie nachzuweisen. Die Fussabdrücke, welche die Tiere im Tunnel dank einem Tintenkissen hinterlassen, sind in vielen Fällen artspezifisch und lassen eine Artbestimmung von Eichhörnchen, Siebenschläfer und Haselmaus zu. Wir verwenden in diesem Projekt kleine Tunnel, die sich zum Nachweis von Siebenschläfer und Haselmaus eignen und sind im Besonderen daran interessiert, Erkenntnisse über die Verbreitung der Haselmaus zu gewinnen. Mit der Unterstützung von Freiwilligen werden zwischen Ende Juli und Oktober an 26 Standorten in der Stadt Bern zehn Spurentunnel pro Standort installiert und jeweils einen Monat lang ein Mal pro Woche kontrolliert.

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Die Standorte wurden aufgrund der Lebensraumbedürfnisse im Besonderen, denen der Haselmaus entsprechend, anhand verschiedener Kriterien, wie Diversität der Vegetation, Vernetzung und Grösse, festgelegt.

Haselmaus auf einem Baum
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Foto: Carlo Monigatti / wildenachbarn.ch

Haselmaus, Muscardinus avellanarius

Pfotenabdrücke auf Papier
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Foto: wildenachbarn.ch

 Die Spuren, welche die Tiere auf dem Papier hinterlassen, sind arttypisch und verraten damit, wer das Tunnel besucht hat.

Melden Sie Ihre Beobachtungen von Eichhörnchen, Siebenschläfer & Co.

Es gibt zahlreiche Gelegenheiten, Haselnussliebhaber zu erleben, näher zu bestimmen und zu fotografieren. Haben Sie ein Eichhörnchen, eine Haselmaus oder einen Siebenschläfer entdeckt und vielleicht sogar fotografiert? Melden Sie Ihre Beobachtungen mit oder ohne Foto unter https://bern.stadtwildtiere.ch/melden.

Nistkastenkontrolle: Untermieter entdeckt?

Haben Sie im Rahmen von Nistkastenkontrollen einen dieser Kleinsäuger entdeckt? Wir freuen uns über Ihre Meldungen. Oder möchten Sie gerne bei einer Nistkastenkontrolle dabei sein? Melden Sie sich bei christine.foehr@bern.ch

Haselnussliebhabern auf der Spur

Nebst der Spurentunnelaktion gibt es auch im Herbst die Möglichkeit, in die Welt der Haselnussliebhaber einzutauchen. Wir rufen zu einer Haselnussjagd auf, wobei Haselnüsse mit Nagespuren gesucht und genauer untersucht werden. Ziel der Jagd ist es, Spuren der versteckt lebenden Haselmaus zu finden. 

Geknackte Haselnüsse
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Foto: Svenja Crottogini / stadtwildtiere.ch
Abgenagter Rand bei einer Haselnuss
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Foto: English Nature, the dormouse conservation handbook

Die Haselmaus hinterlässt einen sauber abgenagten Rand mit einem glatten Innenrand.

Abgenagter Rand bei einer Haselnuss
Bild Legende:
Foto: Sandra Gloor / swild.ch

Die Rötelmaus nagt die Haselnuss mit deutlichen, senkrecht zum Rand verlaufenden Nagespuren auf.

Abgenagte Stücke bei zwei Haselnüssen
Bild Legende:
Foto: Kathi Märki / wildenachbarn.ch

Der Siebenschläfer bricht Stücke aus der Schale und auf der Seite sind Nagespuren zu sehen.

Abgenagtes Randstück bei einer Haselnuss
Bild Legende:
Foto: B. Angerstein, Wikimedia Commons

Das Eichhörnchen knackt die Nüsse meist auf der flachen Seite mit wenigen kräftigen Bissen. Oft brechen die Nüsse dabei entzwei.

Förderung der Kleinsäuger

Den nussfressenden Säugetieren Eichhörnchen, Siebenschläfer und Haselmaus ist gemeinsam, dass sie reich strukturierte Lebensräume mit vielfältigen Hecken und Baumbeständen benötigen, welche gut vernetzt sind. Sie brauchen zu jeder Jahreszeit reichhaltige Nahrungsquellen – wie Triebe und Knospen im Frühling, Früchte und Beeren im Sommer und Herbst, sowie Nüsse und Samen im Herbst. Diese Aspekte sollten bei der Verdichtung der Siedlungsränder, aber auch der Landwirtschaftsgebiete berücksichtigt werden.

Weitere Informationen.

Kontakt

Stadtgrün Bern / Fachstelle Natur und Ökologie

Ihre Ansprechperson

Spurentunnel und Haselnussjagd:

Nistkastenkontrolle:

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