Erste Priorität hat die Sicherheit
In der Kita geschehen viele Dinge gleichzeitig: Klara ist hungrig, Ivo braucht einen Windelwechsel, Pamela und Len streiten, drei Kinder sammeln, begleitet von einer Lernenden, Spielsachen ein, Dorian ist müde und vermisst den Papi, das Mittagessen muss hergerichtet werden und die Hände müssen gewaschen werden.
Was kommt zuerst dran, was muss noch warten?
Kann Klara helfen, den Tisch zu decken? Können die drei Kinder die Spielsachen selbst fertig aufräumen und die Lernende mit allen Kindern die Hände waschen – vielleicht zuerst grad mit Pamela und Len? Der Windelwechsel kann nicht warten – ab zum Wickeltisch Ivo. Dorian mag vielleicht noch etwas ausruhen und die Familienfotos in seinem Portfolio anschauen.
Dies spielt sich hundertfach in jeder Kita täglich ab. Gleichzeitig achten die Betreuenden auf die Sicherheit der Kinder.
Erste Hilfe
Kinder lernen, dabei gehen sie an ihre körperlichen Grenzen und manchmal darüber hinaus. Ein Sturz, eine Verletzung – das kann in der Familie und auch in der Kita vorkommen.
Zum Glück frischen die Mitarbeitenden ihre Erste Hilfe-Kenntnisse regelmässig auf und können Verletzungsvorfällen mit Fachwissen und Sicherheit begegnen.
Unfallverhütung BFU:OOUPS! - Damit Kinder sicher aufwachsen
Eine sichere Umgebung kann viel zur Sicherheit von Kindern beitragen: geschützte Steckdosen, Fenstersicherungen, Regale an der Wand befestigen, Chemikalien kindersicher aufbewahren, Kinder im Verkehr mit Leuchtwesten ausstatten, Türen mit Kindersicherungen ausstatten … es gibt viele einfache und wirkungsvolle Massnahmen, um die Kinder vor Verletzungen zu schützen.
Hygiene und Reinigung
Das Immunsystem von jungen Kindern befindet sich in der Entwicklung. Sie werden vor Viren und Bakterien in einem sauberen und hygienischen Umfeld so gut wie möglich geschützt. Trotzdem sind Erkrankungen nicht zu vermeiden. In einer Wechselwirkung wird das Immunsystem durch Erkrankungen gestärkt.
Schutz der Integrität
Wo viele Menschen den Alltag gemeinsam gestalten, sind Fehler, Meinungs- verschiedenheiten, Grenzverletzungen an der Tagesordnung. Wir pflegen in der Zusammenarbeit eine Vertrauenskultur, nutzen Fehler, um zu lernen, klären Irritationen und Konflikte. Wenn nötig holen wir uns dafür externe Unterstützung.
Diese Haltung gilt für alle – Kinder, Eltern, Mitarbeitende, Drittpersonen.
Die gemeinsamen Bestrebungen, für die Kinder eine sichere Umgebung zu schaffen, das Bewusstsein und die Pflege der Sicherheitsthemen spannen für alle Akteur*innen ein Fallnetz, das im Ernstfall trägt.
In einer sicheren Umgebung agieren die Betreuenden mit Klarheit. Klara und Ivo, Pamela und Len, Dorian und die drei Aufräummeister treffen zusammen mit den Betreuenden und mit sauberen Händen zum Zmittag ein. E Guete mitenand!
