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Kita-Kinder mit besonderen Bedürfnissen

Kinder mit besonderen Bedürfnissen erhalten gleichberechtigt Zugang zur Kita-Betreuung und damit die gleichen Chancen, soziale Kontakte zu pflegen und die Zeit mit gleichaltrigen Kindern zu verbringen.

Spielzeug in Kita
Bild Legende:

Der gleichberechtigte Zugang zu Förder- und Bildungsangeboten ist eine wichtige Voraussetzung für die tatsächliche Gleichstellung von Menschen mit Beeinträchtigungen.

Die Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen kann für Eltern und Kitas besonders intensiv sein. Zudem benötigen die betreuenden Fachpersonen spezifisches Fachwissen oder fachliche Unterstützung, um den Kindern gerecht zu werden. Früherzieherinnen und -erzieher unterstützen die Eltern und das Kita-Personal bei Bedarf in ihrer Aufgabe mit gezieltem Coaching.

Darüber hinaus gewährt die Stadt Eltern und Kitas eine erhöhte Abgeltung für Kinder mit aufwändiger Betreuung, gleich wie dies bereits für Babys bis zwölf Monate praktiziert wird. Diese Zusatzabgeltung entspricht der Hälfte der Normkosten und wird an die betreuende Kita ausgerichtet.

Die Ziele:

  • Kinder mit besonderen Bedürfnissen erhalten gleichberechtigt Zugang zur Kita-Betreuung und damit die gleichen Chancen, soziale Kontakte zu pflegen und die Zeit mit gleichaltrigen Kindern zu verbringen, wie Kinder ohne besondere Bedürfnisse;
  • Eltern werden entlastet und können Familien- und Erwerbsleben oder Ausbildung besser kombinieren;
  • Kitas können Kinder mit besonderen Bedürfnissen ohne Nachteil aufnehmen.
  • Auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen sollen in Wohnortnähe eine Kita-Betreuung erhalten.

Wer hat Zugang?

  • Kinder mit körperlichen Einschränkungen;
  • Kinder mit Sinnesbeeinträchtigungen;
  • Kinder mit geistigen Beeinträchtigungen;
  • Kinder mit schweren Verhaltensauffälligkeiten mit Verdacht auf eine Beeinträchtigung;
  • Kinder mit Mehrfachbeeinträchtigungen (mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung oder in Kombination mit einer Sinnesbeeinträchtigung).

Auch wenn ein Kind keine Abgeltung für den zusätzlichen Betreuungsaufwand bekommt, kann es Früherziehung erhalten, und das Kita-Personal kann im Umgang mit der Auffälligkeit ein Coaching in Anspruch nehmen.

Welche Institutionen sind beteiligt?

Auf unserer Kita-Liste finden Sie alle beteiligten Kitas. 
Die Stellen mit dem Auftrag der Früherziehung von Kindern mit Beeinträchtigungen (FED, APD, Blindenschule Zollikofen) begleiten und fördern entwicklungsauffällige Kinder und Kinder mit Behinderungen bis zur Einschulung oder bis ins Erwachsenenalter (APD). Und sie unterstützen betroffene Familien sowie das soziale Umfeld. Die Förderung findet in der Regel im Elternhaus statt. Die Früherziehungsdienste klären im Auftrag des Jugendamts der Stadt Bern ab, ob die individuellen Teilnahmevoraussetzungen erfüllt sind und ob ein deutlich erhöhter Betreuungsaufwand besteht. Sie schreiben dann eine Fachstellenbestätigung für das Jugendamt.

Was bedeutet das für die Eltern?

  • Ihr Kind muss bei einem Früherziehungsdienst oder einer privaten Früherziehung und in einer teilnehmenden Kita angemeldet sein.
  • Informieren Sie die Früherzieherin oder den Früherzieher. Kita, Früherziehungsdienst und Eltern schliessen eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit ab.
  • Der Früherziehungsdienst prüft, ob ein zusätzlicher Betreuungsaufwand gerechtfertigt ist, und schreibt eine Fachstellenbestätigung.
  • Das Gesuch reichen Sie zusammen mit der Fachstellenbestätigung beim Jugendamt ein.
  • Das Jugendamt prüft das Gesuch. Der Betreuungsgutschein wird wie üblich verfügt und an die Kita ausbezahlt. Der Zusatzfaktor wird per Brief an Eltern, Früherziehungsdienst und Kita eröffnet und monatlich an die Kita ausbezahlt.

Falls Sie keinen Anspruch auf einen Betreuungsgutschein haben, können Sie sich über die Teilnahmemöglichkeiten beim Jugendamt informieren.

Bei Fragen wenden Sie sich an eine der oben aufgeführten Stellen oder an das Jugendamt (Tel. 031 321 51 15).

Evaluation des Pilotprojekts liegt bereits vor

Das Jugendamt hatte einen Evaluationsbericht (PDF, 296.6 KB) zum ursprünglichen Pilotprojekt in Auftrag gegeben. Die Studie bewertet das Projekt mehrheitlich positiv und gibt Empfehlungen für eine definitive Einführung ab. Sie untersucht unter anderem die Auswirkungen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Fachstellen und Kitas sowie die Bedürfnisse aller Beteiligten. Zudem vergleicht sie das Berner Projekt mit dem inzwischen etablierten Modell Kita plus in Luzern.
Die Evaluation beruht auf wenigen Daten, da zum Zeitpunkt des Berichts nur wenige Familien teilnahmen.

Weitere Informationen.

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