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Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland

Berner Kulturschaffende aller Sparten können sich bei Kultur Stadt Bern für ein Auslandsstipendium bewerben: abwechslungsweise in Belgrad, Buenos Aires, Genua und Kairo. Ausserdem werden auch im 2022 Kulturschaffende die Gelegenheit erhalten, in den Häusern der Fondazione Eduard Bick im Tessin zu arbeiten.

Für die von Kultur Stadt Bern ausgeschriebenen Arbeitsaufenthalte können sich Kulturschaffende aus allen Sparten bewerben, auch solche ausserhalb des Förderbereichs der städtischen Kulturkommissionen. Neben der Praxis und Vermittlung von Kunst, Literatur, Musik, Tanz und Theater sind auch Fachleute z.B. aus der Architektur, Design, Illustration und Film zur Bewerbung eingeladen. Die Ausschreibungen und die Erfahrungsberichte der Stipendien sind öffentlich. Eine Jury prüft die Eingaben, in der neben Kultur Stadt Bern auch die städtischen Kulturkommissionen vertreten sind.

Stipendien der SKK: Belgrad, Buenos Aires, Genua und Kairo

Gemeinsam mit anderen Mitgliedern der Schweizer Städtekonferenz Kultur SKK  bietet die Stadt Bern alle zwei bis drei Jahre Aufenthalte für Kulturschaffende aller Sparten in Belgrad (4 Monate), Buenos Aires (6 Monate), Genua (3 Monate) und Kairo (6 Monate) an. Das Stipendium umfasst die Kosten für ein Wohnatelier und einen Beitrag an die Lebenskosten. Die Arbeits- und Wohnräume in Belgrad sind im Rahmen des Berner Stipendiums für ein Kollektiv, Duo oder eine Familie reserviert.

Als letztes wurden die Stipendien für Belgrad und Kairo 2022 vergeben. Seit Milena Krstic als Musikerin für ein Balkan-Theaterprojekt engagiert war, will sie den Wurzeln ihrer Familie in Serbien auf den Grund gehen. Ihre Recherche wird ihr Lebenspartner Markus Mezenen als Film dokumentieren. Die zweite Jahreshälfte wird die Theaterwissenschaftlerin Silja Gruner in Kairo verbringen. Sie arbeitet seit fünf Jahren beim auawirleben Theaterfestival Bern und will die Zeit nutzen, um die ägyptische Theaterwelt kennenzulernen.

Danach ist als nächstes das Atelier in Genua (1. Juni bis 30. August 2023) für Berner Kulturschaffende reserviert, das Ende 2022 ausgeschrieben wird. Interessierte abonnieren den Newsletter von Kultur Stadt Bern.

Bis Ende Juli 2019 arbeitete die Bildende Künstlerin Alizé Rose-May Monod in Kairo. Im 2020 musste der Trompeter Lukas Kohler seine Reise nach Buenos Aires verschieben. Zuletzt verbrachte der Autor Matto Kämpf einen Arbeitsaufenthalt in Belgrad. 

Zwei Arbeitsaufenthalte im Tessin

In Zusammenarbeit mit der Fondazione Eduard Bick bietet die Stadt Bern zwei Atelieraufenthalte im Tessin an. Die Casa Maria und Casa Cecilia stehen in Costa sopra Intragna am Eingang des Centovalli. 2021 schrieb Kultur Stadt Bern hier zwei vierwöchige Atelieraufenthalte für Kulturschaffende aller Sparten aus. 

Den Monat September verbrachte der Maler Ruven Joas Stettler im Haus Cecilia. Im Oktober nutzte die Autorin und Regisseurin Maria Ursprung das Haus Maria, um ein neues Theaterstück zu überarbeiten. Die nächsten Ausschreibungen für den Herbst 2022 werden im Newsletter von Kultur Stadt Bern publiziert.

Weitere Auslandsaufenthalte

Seit 2021 verzichtet Kultur Stadt Bern darauf, das traditionsreiche New York-Stipendium auszuschreiben. Hoffentlich können die im Herbst 2019 ausgewählten Berner Musiker – Luc Oggier und Lukas Thöni – im Jahr 2022 von ihrem Arbeitsaufenthalt in Brooklyn profitieren, den sie Pandemie-bedingt kurz vor Abreise verschieben mussten.

Gesuche für individuelle Recherchen im Ausland nehmen die Spartenkommissionen der Stadt Bern entgegen; man beachte die entsprechenden Merkblätter. Zudem schreibt die Kulturförderung des Kantons Bern weiterhin Stipendien für Aufenthalte in Berlin, Paris und Brooklyn, New York aus.

Weitere Informationen.

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