Navigieren auf Stadt Bern

Benutzerspezifische Werkzeuge

Content navigation

Comic-Stipendien

Ab 2020 beteiligt sich die Stadt Bern an einer jährlichen Ausschreibung der Deutschschweizer Städte für Comic-Stipendien. Gemeinsam mit der Christoph Merian Stiftung Basel und den Städten Luzern und Zürich lädt sie Autorinnen und Autoren zur Eingabe ein, die für ihre Arbeiten klassische oder auch experimentelle Formen des Mediums Comic berücksichtigen. Die Comic-Förderstipendien der Deutschschweizer Städte 2021 gehen an Simon Kiener aus Bern, Samira Belorf aus Basel und Wanda Dufner aus Zürich.

Die Städte Basel, Bern, Luzern und Zürich schreiben gemeinsam die Comic-Stipendien der Deutschschweizer Städte aus.

Die Stipendien dienen der Förderung der Comic-Schaffenden und des Mediums Comic. Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren, deren künstlerischer Fokus auf dem Comic im Sinne der linearen sequentiellen Erzählkunst liegt. Dabei werden sowohl klassische Formen von Comic wie auch ein experimenteller Umgang mit dem Medium berücksichtigt. Animationsfilme und Cartoons sind ausgeschlossen. Die Förderstipendien gelten jungen und/oder aufstrebenden Zeichnerinnen und Zeichnern, um ihnen die Erarbeitung eines konkreten Projektes zu ermöglichen.

An der insgesamt achten Ausschreibung der Comic-Stipendien 2021 beteiligt sich Kultur Stadt Bern nach vier Jahren Unterbruch wieder zusammen mit Basel, Luzern und Zürich. Die Gewinnerinnen und Gewinner hat die Jury aus 44 Eingaben ausgewählt. Die Verleihung findet virtuell statt. Ein Video von David Röthlisberger zeigt sie im Porträt und bei ihrer Arbeit, die auch in je einer Satelliten-Ausstellung am diesjährigen Comic-Festival Fumetto (20. bis 28. März 2021) gezeigt wird.

Drei geförderte Projekte 2021

Simon Kiener (www.simonkiener.ch) gewinnt sein Stipendium mit einer Art Liebeserklärung an das Tscharnergut. Sein ausgeklügeltes Storyboard verspricht gemäss der Jury «eine authentische und unterhaltsame Fusion von Realität und Fiktion. Die Protagonisten sind liebevoll charakterisiert und widerspiegeln die grosse Spanne von Persönlichkeiten in unserer Gesellschaft mit ihren individuellen Freuden und Leiden.» So soll ein minutiöses Porträt des «Tscharni» entstehen, sowohl räumlich-architektonisch wie sozial und zwischenmenschlich. 

Samira Belorfs (https://samirabelorf.com) Stil beschreibt die Jury als «jung, frech und unglaublich direkt, gewürzt von Jugendslang und unkontrolliertem Fluchen.» Samira Belorf verstehe es, autobiografische Episoden zwischen Alltag und Absurdität sympathisch und humorvoll zu vermitteln. «Mit einem schnellen, leichten Strich», so die Jury, «mit aufmerksamer und einfühlsamer Beobachtung, mit einem Schmunzeln, aber auch authentischer emotionaler Betroffenheit führt sie die Betrachterinnen und Betrachter durch ihre Kindheit und Jugend zwischen Christentum und Islam, der Schweiz und Marokko.»

Wanda Dufners (www.wandamirjana.ch) Projekt heisst «Herr Lehrer, ich bin schwanger». «Erfrischend leichtfüssig und unterhaltsam» fand die Jury ihre autobiographische Erzählung über Teenager-Schwangerschaften. Dabei kritisiert die Zeichnerin die Erwartungen unserer Gesellschaft an Mütter, welche Teenager kaum erfüllen könnten. Wanda Dufner überzeugte die Jury mit «grosser Erzähllust, hinter der zahlreiche eigene, tiefgründige Erfahrungen stecken.»

Nächste Ausschreibung

Die nächste Ausschreibung wird im Frühjahr 2022 stattfinden. Interessierte abonnieren bitte den Newsletter von Kultur Stadt Bern.

Logo Comicstipendium Deutschschweizer Städte
Bild Legende:

In Zusammenarbeit mit

Logo Fumetto
Bild Legende:

Weitere Informationen.

Kontakt

Fusszeile