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Das Wandbild Wylergut Bern als Beispiel (2019/20)

Die Stadt Bern will am Beispiel des historischen Wandalphabetes im Schulhaus Wylergut die Aufarbeitung und den Umgang mit dem Kulturerbe der Kolonialzeit im öffentlichen Raum vorantreiben. In einem Wettbewerb wurden fünf Vorschläge für eine künstlerische Arbeit und für einen Input für den Unterricht erarbeitet, welche das rassistisch geprägte Werk kritisch und zeitgemäss einordnen.

Die Präsentationen des Wettbewerbs sind online dokumentiert. Die fünf Projektteams stellten ihre Vorschläge am 19. August 2020 und am 5. September 2020 im Kornhausforum vor.

Bild Legende:
Wandbild im Schulhaus Wylergut 1949. Foto: Attila Janes

Die Stadt Bern nimmt ein Werk der Künstler Eugen Jordi (1894 - 1983) und Emil Zbinden (1908 - 1991) im Schulhaus Wylergut als exemplarische Chance, das Kulturerbe der Kolonialzeit im öffentlichen Raum – und besonders im Schulkontext – kritisch einzuordnen. Die Wandmalerei von 1949 zeigt ein Alphabet, welches die Buchstabenfolge mit Tierbildern, einzelnen Pflanzen und Artefakten, aber auch mit drei stereotyp dargestellten Menschen aus Asien, Afrika und Amerika illustriert.

Um das implizit rassistisch geprägte Kunstwerk zeitgenössisch zu verorten und zu diskutieren, hat eine Fachjury in einem Wettbewerbsverfahren fünf Projektvorschläge erarbeiten lassen. Fünf interdisziplinäre Teams bewerben sich um den Auftrag für eine künstlerische Arbeit und einen Input für den Unterricht, welche die Beziehungen zwischen Kunst, Pädagogik und Politik berücksichtigen. Die Stadt Bern will mit dem Ideenwettbewerb über das Wandbild Wylergut zu einer grundsätzlicheren Debatte über den Umgang mit dem kolonialen Erbe beitragen. 

Die für März geplanten öffentliche Präsentationen der Wettbewerbsbeiträge mussten Pandemie-bedingt auf den Herbst verschoben werden.  In einer anonymen Aktion wurde das Wandbild seither teilweise schwarz übermalt. Die Präsentationen und eine Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung fanden am 19. August und am 5. September im Kornhausforum statt.

Die Entscheidungsfindung der Fachjury erfolgt danach in vertraulichem Rahmen. Die Empfehlung der Fachjury für das weitere Vorgehen geht im September an die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum, welche über die Wahl des Siegerprojektes und das weitere Vorgehen entscheidet. Danach erfolgt zuerst die Orientierung an die Projektverfassenden. Die öffentliche Bekanntgabe des Siegerteams und dessen Projektidee erfolgt voraussichtlich Ende Oktober 2020.

 

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