Navigieren auf Stadt Bern

Benutzerspezifische Werkzeuge

Content navigation

170 Jahre Bundesverfassung und Bundesstadt Bern

19. Dezember 2018

Am 12. September 1848 wurde die neue Schweizer Bundesverfassung von den Eidgenössischen Räten im Rathaus zum Äusseren Stand unterzeichnet.

Die Feier zum 170-Jahre-Jubiläum

Anlässlich des 170-Jahr-Jubiläums und der Wahl Berns zur Bundesstadt haben die Regierungen des Kantons und der Stadt Bern das diplomatische Corps sowie Mitglieder des National- und Ständerats in den historischen Räumlichkeiten zum Äusseren Stand empfangen. Regierungsrätin Beatrice Simon, Regierungsrat Pierre Alain Schnegg und Stadtpräsident Alec von Graffenried begrüssten die rund 170 Gäste. Gastreferent Claude Longchamp führte das Publikum auf einer Zeitreise von 1848 bis in die Gegenwart.

Die Festlichkeiten 1848

Im Äusseren Stand wurde nicht nur die Bundesverfassung von 1848, sondern bereits die Berner Kantonsverfassung von 1831 erarbeitet. Weil auch der Weltpostverein 1874 hier gegründet wurde, ist der Äussere Stand ein symbolischer Ort für den Föderalismus und die Weltoffenheit, wie sie noch heute in Bern gelebt werden. Im November 1848 traten die neu gewählten eidgenössischen Räte erstmals in Bern zusammen und wählten die Stadt zum Sitz der Bundesbehörden:

Am Sonntag den 5. November 1848 trafen die National- und Ständeräte in ihren schweren Postkutschen durch die Ehrenpforten beim Untertor, dem Aarbergertor und der neu gebauten Nydeggbrücke in Bern ein. Begrüsst wurden sie von 155 Kanonenschüssen der auf der Grossen Schanze feuernden Geschütze. Am Abend erglänzte dann die ganze Stadt im Licht der damals neu eingeführten Stadtbeleuchtung. Programmgemäss nahmen am 6. November der Festzug sowie das Festbankett im Theater einen glänzenden Verlauf – glänzender und köstlicher als es vom städtischen Komitee beabsichtigt war!

Die Gesamtkosten des Banketts, an dem nach der Zahl der Gedecke 207 Personen teilgenommen haben, beliefen sich auf 3’671 Franken und 56 ½ Batzen, das heisst wesentlich über dem budgetierten Betrag. Als «Hauptursachen der Mehrkosten» wurden angegeben «die Verlängerung des Banketts weit über die vorgesehene Stunde und das gegen das Ende erfolgte Eindringen nicht geladener Gäste, welches beides einen viel grösseren Verbrauch an Wein, besonders an Champagner zur Folge hatte».

Da die Kasse der Einwohnergemeinde nicht über die Mehrkosten von 1'271 Franken verfügte, übernahm die Burgergemeinde diesen Betrag. Damit fand das erste Festmahl der eidgenössischen Räte in Bern einen für alle Beteiligten befriedigenden Abschluss. Sowohl das originale Festprogramm als auch die Rechnung des Banketts haben sich im Stadtarchiv Bern erhalten.

Weitere Informationen.

Fusszeile