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23. November 2012 | Gemeinderat, Direktionen

Schlussbericht zum Pilotprojekt

primano - Frühförderung in der Stadt Bern wirkt

Das Pilotprojekt primano hat die Bildungschancen der beteiligten Kinder verbessert. Das zeigt die wissenschaftliche Auswertung des Projekts durch das Institut für Psychologie der Universität Bern im Schlussbericht des Gemeinderats. Die geförderten Kinder entwickeln sich positiv und sind im Kindergarten selbständiger.

Die Kindergartenstudie, die das Institut für Psychologie der Uni Bern im Rahmen des Schlussberichts gemacht hat, bestätigt: primano wirkt nachhaltig. Bereits während des Hausbesuchsprogramms und der Fördermodule in Spielgruppen wurden positive Wirkungen auf die Entwicklung der Kinder nachgewiesen. Sie bleiben auch im Kindergarten messbar.

Kinder und Eltern profitieren
In der Kindergartenstudie zeigt sich, dass primano-Kinder in wichtigen Bereichen wie Alltagsfertigkeiten, Feinmotorik oder Spielverhalten altersgemäss entwickelt sind. Sie schneiden durchschnittlich deutlich besser ab als Kinder ohne Frühförderung. Zudem sind sie selbständiger, können sich besser konzentrieren und fallen viel seltener durch Aggressivität oder Unaufmerksamkeit auf. Auch die Eltern profitieren und können ihre Kinder im Kindergarten besser unterstützen. primano schafft damit gute Lernvoraussetzungen für benachteiligte Kinder und verbessert ihre Bildungschancen.

Stärkere Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Quartieren
"Dass primano wirkt, ist das Verdienst vieler Beteiligter", betonte Gemeinderätin Edith Olibet an der Medienkonferenz zum primano-Schlussbericht. Um allen Kindern bedarfsgerecht Zugang zu Frühförderung zu ermöglichen, hat primano auf bestehenden Angeboten aufgebaut und die Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure im Quartier verbessert. "Die Frühförderung hat unter dem gemeinsamen Dach primano ein Gesicht erhalten", sagte Annemarie Tschumper, Co-Leiterin des Gesundheitsdienstes der Stadt Bern. Damit hat das Projekt mit der Zeit bei Eltern und Fachpersonen das nötige Vertrauen gewonnen. Es konnten dadurch bisher benachteiligte Familien besser über Frühförderung informiert und bei der Anmeldung der Kinder in ein geeignetes Angebot unterstützt werden. Die Vernetzung zwischen Quartieren und Verwaltungsstellen erleichterte es zudem, gemeinsam Lösungen zu finden, um Zugangshürden zu beseitigen.

Evaluationsergebnisse fürs Folgeprojekt nutzen
Für Gemeinderätin Edith Olibet ist klar: "Die positiven Ergebnisse sind nicht nur Motivation, sondern auch Verpflichtung zur Weiterarbeit." Ab 2013 wird das Pilotprojekt in ein Regelangebot überführt. Zudem wird im Folgeprojekt primano 2013 – 2016 das Projekt – je nach Bedarf – auf die ganze Stadt ausgeweitet. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse werden verschiedene Elemente weiterentwickelt, z.B. soll der Besuch einer Spielgruppe vergünstigt oder Deutsch noch intensiver gefördert werden können.

Zitat Jacobs Foundation:
„Die Jacobs Foundation hat sich im Jahr 2007 für eine substantielle Förderung von primano ausgesprochen, weil sie von der grossen Innovations- und Strahlkraft dieses Schweiz weiten Pionier-Projekts überzeugt war“ erläutert Sandro Giuliani, Programmverantwortlicher bei der Jacobs Foundation. „Als wissenschaftsbasierte Stiftung war es uns äusserst wichtig, dass primano sowohl aufbauend auf den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen konzipiert wurde als auch durch die begleitende Wirkungsevaluation der Universität Bern neues Wissen erzeugt hat. Auf dieser wissenschaftlich fundierten Basis werden wir uns in den nächsten Jahren dafür einsetzen, dass in der gesamten Schweiz integrierte Frühförderprogramme konzipiert und umgesetzt werden können“

Die Jacobs Foundation
Die Jacobs Foundation ist eine weltweit tätige Stiftung im Bereich der Kinder- und Jugendentwicklung. Der Unternehmer Klaus J. Jacobs gründete die Stiftung 1989 in Zürich. Die Jacobs Foundation fördert Forschungsprojekte, Interventionsprogramme und wissenschaftliche Institutionen mit einem Jahresbudget von rund 35 Millionen Franken. Dabei ist die Stiftung in besonderem Masse der wissenschaftlichen Exzellenz und Evidenz verpflichtet. Mit ihrer Investition in die Jacobs University Bremen (2006) setzte die Jacobs Foundation neue Massstäbe im Bereich der privaten Förderung.

 

Downloads

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Titel Bearbeitet Grösse
Datei PDF documentEvaluation Folien Alsaker (PDF 576 KB) 23.11.2012 576.4 KB
Datei PDF documentFactsheet primano (PDF 311 KB) 23.11.2012 311.2 KB
Datei PDF documentFolien Tschumper (PDF 960 KB) 23.11.2012 960.6 KB
Datei PDF documentKurzfassung Konzept primano 2013 (PDF 259 KB) 23.11.2012 259.3 KB
Datei PDF documentPrimano Schlussbericht (PDF 1.18 MB) 23.11.2012 1.2 MB
Datei PDF documentReferat Alsaker (PDF 196 KB) 23.11.2012 196.1 KB
Datei PDF documentReferat Olibet (PDF 79.8 KB) 23.11.2012 79.9 KB
Datei PDF documentReferat Tschumper (PDF 17.9 KB) 23.11.2012 18.0 KB
Datei PDF documentSchlussbericht primano Zusammenfassung (PDF 551 KB) 23.11.2012 551.5 KB

Informationsdienst der Stadt Bern

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