Navigieren auf Mediencenter

Benutzerspezifische Werkzeuge

Content navigation

14. November 2017 | Gemeinderat, Direktionen

Cannabisstudie: Falscher Entscheid des BAG

Die Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) nimmt den ablehnenden Gesuchsentscheid des Bundesamts für Gesundheit (BAG) mit Enttäuschung und Erstaunen zur Kenntnis. Sie setzt sich weiterhin für die Durchführung der Cannabisstudie ein. Die BAG-Ablehnung des wissenschaftlich, juristisch und politisch bestens abgestützten Gesuchs verhindert die wissenschaftliche Forschung im Bereich des Gesundheitsschutzes und des Schwarzmarkts. Die BSS wird zusammen mit der Universität Bern und den anderen Städten den Entscheid analysieren und die weiteren Schritte prüfen.

Gemeinderätin Franziska Teuscher, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern, bedauert, dass das BAG das Forschungsvorhaben in der eingereichten Form ablehnt. «Ich halte diesen Entscheid für falsch», hält Teuscher fest. Das Gesuch von ISPM sei wissenschaftlich abgesichert, von der kantonalen Ethikkommission geprüft, juristisch durch zwei Rechtsgutachten untermauert und politisch breit abgestützt. «Ich bin aus heutiger Sicht dafür, dass wir alle politischen und juristischen Mittel ausschöpfen.» Die wissenschaftliche Studie von ISPM würde den dringend notwendigen Beitrag dazu leisten, die schweizerische Drogenpolitik im Bereich Cannabis innovativ weiter zu entwickeln. Das weitere Vorgehen werde auch mit den anderen an der Studie interessierten Städten Zürich, Luzern, Biel und Ostermundigen, besprochen, so Teuscher weiter.

Das ISPM hatte 2016 für die Stadt Bern ein detailliertes Forschungsprojekt Cannabisregulierung ausgearbeitet. Dieses sieht den Verkauf von Cannabis durch Apotheken vor, um Erkenntnisse über die Auswirkungen auf das Konsum- und Kaufverhalten, das Befinden der Studienteilnehmenden und den Schwarzmarkt zu gewinnen. Im Februar 2017 erteilte die Kantonale Ethikkommission Bern (KEK) dem Forschungsprojekt die notwendige Bewilligung. Im Mai 2017 wurde sodann dem BAG das Forschungsgesuch zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung unterbreitet. 

Weitere Informationen.

Archiv

Fusszeile