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9. Juni 2016 | Gemeinderat, Direktionen

Wettbewerb für Werkhof und Verwaltungsgebäude entschieden

Am Standort Forsthaus soll ein Werkhof des Tiefbauamts und ein Verwaltungstrakt mit insgesamt 500 Arbeitsplätzen für städtische Mitarbeitende erstellt werden. Dazu wurde ein zweistufiger Projektwettbewerb durchgeführt, dessen Siegerprojekt nun feststeht. Die Wettbewerbsausstellung wird am 10. Juni eröffnet.

Visualisierung Projekt Juri
Bild Legende:

Mit dem Neubau Werkhof Forsthaus sollen die einzelnen Bereiche des Tiefbauamtes sowie weitere städtische Infrastrukturbetriebe am Standort Forsthaus zusammengelegt werden. Allein das Tiefbauamt verfügt an mehreren Standorten in der Stadt über rund 130 Werkhofarbeitsplätze, die zentral an einem Ort zusammengefasst werden können. Wie sich in der ersten Wettbewerbsstufe gezeigt hat, bietet das Areal mit dem bestehenden Werkhof an der Murtenstrasse nicht nur Platz für einen Neubau für das Tiefbauamt, sondern für ein zusätzliches Verwaltungsgebäude mit weiteren rund 370 Arbeitsplätzen. Vor der zweiten Wettbewerbsstufe hat der Gemeinderat im Dezember 2015 entschieden, die Büroarbeitsplätze sämtlicher baubezogener Abteilungen an diesem Standort zusammenzufassen. Dazu gehörten die Direktion TVS mit Direktionsfinanz- und Direktionspersonaldienst, das Tiefbauamt, das Stadtplanungsamt, die Verkehrsplanung, das Vermessungsamt, die Denkmalpflege, Stadtgrün Bern, das Bauinspektorat, Hochbau Stadt Bern und Immobilien Stadt Bern. Im Neubau sind somit insgesamt 500 Arbeitsplätze für städtische Mitarbeitende vorgesehen.

Von der Verwirklichung eines «Bauhauses» erhofft sich der Gemeinderat mittel- und langfristig Synergiepotenzial sowie Einsparungen bei den Betriebs- und Raumkosten, etwa indem das Gesamtangebot an Büros effizienter genutzt und entstehende Leerflächen in den bestehenden Verwaltungsgebäuden verkauft oder vermietet werden können.

Zweistufiger Projektwettbewerb

Um für die komplexe Planungsaufgabe bestmögliche Lösungsansätze zu erhalten, hat die Stadt einen offenen, zweistufigen Projektwettbewerb ausgeschrieben. Die 18 teilnehmenden Teams haben nebst der Konzeption des Werkhofs insbesondere auch das städtebaulich verträgliche Potenzial einer Verdichtung mit weiteren Nutzungen ausgelotet. Das Preisgericht selektionierte nach eingehender Prüfung und Beratung sechs Projekte für die zweite Wettbewerbsstufe. Aus dieser ging das Projekt «Juri» der Büro B Architekten AG aus Bern als klarer Sieger hervor.

Siegerprojekt mit überzeugender städtebaulicher Setzung

Das Projekt «Juri» konnte bereits in der ersten Stufe des Wettbewerbs durch die Zusammensetzung aus Sockelbau und Verwaltungstrakt eine klare Zuordnung der Nutzungen aufzeigen. So befindet sich der Werkhof im liegenden Sockelbau, die Bürogeschosse im darauf platzierten, schmalen stehenden Verwaltungstrakt. Dies ermöglicht es, auf veränderte Anforderungen flexibel zu reagieren. Das Projekt überzeugt auch in seiner städtebaulichen Einordnung. So nimmt das Gebäude mit der Ausrichtung und seiner volumetrischen Gliederung Bezug auf den Feuerwehrstützpunkt und die Kehrrichtverbrennungsanlage. Der elfgeschossige Baukörper an der Kreuzung Murten- und Bremgartenstrasse soll zusammen mit dem künftigen Hochschulbau auf dem gegenüberliegenden von Roll-Areal einen markanten Ort an der Peripherie der Stadt Bern definieren. Der Neubau besteht aus einem Betonskelett mit aussteifenden Lift- und Treppenhauskernen. Die Fassaden werden durch ein Betonraster mit Füllungen aus Glas geprägt.

Das Projekt «Juri» wird nun den Empfehlungen des Preisgerichts entsprechend weiterentwickelt. Dazu muss den politischen Gremien noch ein Projektierungskredit beantragt werden. Nach ersten groben Schätzungen wird sich das zu erwartende Kostendach des Baukredits für die Realisierung des Siegerprojekts in der Bandbreite von Fr. 85 Mio. bis 110 Mio. bewegen. Voraussetzung für die Realisierung ist, dass die Wirtschaftlichkeit des Projekts erwiesen ist. Diese Abklärungen erfolgen nun. Der Gemeinderat entscheidet über das weitere Vorgehen, wenn das Resultat dieser zusätzlichen Abklärungen vorliegt.

Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge

Die Wettbewerbsbeiträge können vom 10. bis 18. Juni 2016 im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung an der Güterstrasse 8, 3008 Bern, besichtigt werden. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 17 bis 19 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 12 Uhr. Der Jurybericht ist auf der Homepage von Hochbau Stadt Bern aufgeschaltet.

Präsidialdirektion

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