Chancen? Aber sicher.
Am 23. März 2026 fand im Casino Bern die Präsentation des 6. Chancenbarometers statt. Die Veranstaltung wurde vom Thinktank StrategieDialog21 und Wirtschaft Stadt Bern durchgeführt.
Enthüllt wurden an der Präsentation des diesjährigen Chancenbarometers die Ergebnisse einer Befragung von 5200 Personen. Im Zentrum stand dabei die Frage, wie sich ein kleines Land wie die Schweiz durch die Stürme einer Welt im Umbruch navigiert.
Die Ergebnisse machen Mut. Denn: Die Bevölkerung stellt der Schweiz einmal mehr ein gutes Zeugnis aus. Nach wie vor zeichnet sich das Land durch hohe politische Stabilität aus. Die Institutionen sind intakt, die direkte Demokratie wird aktiv gelebt und ihr Wert für den gesellschaftlichen Zusammenhalt anerkannt. Kurz: Wir können auf unsere demokratischen und institutionellen Kräfte vertrauen.
Dennoch strebt eine überwiegende Zahl der Umfrageteilnehmenden keineswegs Richtung Einigelung der Schweiz. Im Gegenteil: Sie sehen die Schweiz als Teil einer Wertegemeinschaft, besonders mit europäischen Ländern, aber auch erfolgreichen und demokratischen Staaten in Übersee. In dieses Bild passt auch, dass eine grosse Mehrheit weitere Freihandelsabkommen befürwortet. Bezüglich militärischer Sicherheit sprechen sich mehr als zwei Drittel der Befragten für stärkere Kooperationen mit Nachbarländern, aber auch mit der Nato aus. Und eine deutliche Mehrheit sagt Ja zu einer stärkeren Rüstungsindustrie. Ebenfalls mehr als die Hälfte stimmen einer Neutralität mit mehr Handlungsspielraum zu.
Im Anschluss an die Präsentation der Umfrageergebnisse wurden diese und die im Chancenbarometer genannten Handlungsvorschläge intensiv im Plenum diskutiert. Dieses setzte sich zusammen aus Nationalrätin Priska Seiler Graf, Michael Hermann, Gründer des Forschungsinstituts Sotomo Martin Hirzel, Präsident Swissmem; Raphael Lanz, Stadtpräsident Thun und Regierungsratskandidat Kanton Bern sowie Thomas Süssli, vormaliger CdA der Schweizer Armee. Moderiert wurde die Veranstaltung von Hansmartin Amrein, Leiter Wirtschaft Stadt Bern.
Durchgeführt wurde die Untersuchung vom Forschungsinstitut Sotomo im Auftrag des Thinktanks StrategieDialog21, das vom Unternehmer Jobst Wagner initiiert wurde.
Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung können Sie hier herunterladen.
Ein Video mit den Einschätzungen von Jobst Wagner, Priska Seiler Graf, Raphael Lanz und Michael Hermann finden Sie auf der Website des Wirtschaftsraums Bern.
