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Information zum Cannabis-Projekt

Cannabis ist in der Schweiz die am häufigsten konsumierte illegale Substanz. Zwei- bis dreihunderttausend Menschen kiffen regelmässig – trotz Verbot und Repression. In mehreren Kantonen und Städten sind zum Umgang mit Cannabis politische Vorstösse hängig; so auch in Bern. Die Diskussion um die Regulierung von Cannabis soll in Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Städten vorangebracht werden.

Bild: Cannabis / pixabay
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Im Rahmen von Forschungs-projekten soll deshalb der regulierte Verkauf von Cannabis durch Apotheken oder andere Stellen geprüft werden. Damit sollen konkrete Erkenntnisse über die Auswirkungen auf das Konsum- und Kaufverhalten sowie auf das Befinden der Studien-teilnehmenden gewonnen werden.

Das Forschungsprojekt der Uni Bern

Das detaillierte Forschungsprojekt wurde vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern (ISPM) erarbeitet. Dieses sah vor, dass die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer mindestens 18 Jahre alt sein, ihren Wohnsitz in der Stadt Bern haben und bereits Cannabis konsumieren mussten. Der Verkauf sollte über Stadtberner Apotheken erfolgen.

Das Projekt der Uni Bern ist Teil der beabsichtigten Forschungsprojekte in anderen Schweizer Städten bzw. Kantonen. Die Erarbeitung des Forschungsdesigns erfolgte in Koordination mit den Projektarbeiten in Basel, Genf und Zürich. Die Städte Biel, Luzern und Zürich planten, sich dem Forschungsvorhaben der Uni Bern anzuschliessen. 

Weitere Informationen zur Studie: www.script-studie.ch 

Aktueller Stand

Das Forschungsprojekt wurde von der kantonalen Ethikkommission (KEK) Ende Februar 2017 bewilligt. Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern (ISPM) hat das Gesuch danach beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung eingereicht.

Mitte November 2017 hat das BAG die Erteilung einer Ausnahmebewilligung für das Forschungsprojekt überraschend abgelehnt. Ziel der wissenschaftlichen Studie war das Erheben sachlicher Grundlagen für weiterführende Diskussionen mit Blick auf eine innovative Weiterentwicklung der schweizerischen Drogenpolitik. Die Stadt Bern wird deshalb gemeinsam mit den anderen Städten und der Universität Bern die Einreichung neuer Studiengesuche prüfen, welche im Rahmen des geltenden Betäubungsmittelgesetzes möglich sind. Der Bundesrat hat am 4. Juli 2018 das Vernehmlassungsverfahren über die Schaffung eines «Experimentierartikels» im Betäubungsmittelgesetz eröffnet. Der «Experimentierartikel» soll es Gemeinden ermöglichen, in einem definierten, wissenschaftlich begleiteten Rahmen Pilotversuche zum legalen Cannabisverkauf durchzuführen.

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