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Berner Cannabis-Studie

Cannabis ist in der Schweiz die am häufigsten konsumierte illegale Substanz. Zwei- bis dreihunderttausend Menschen kiffen regelmässig – trotz Verbot und Repression. Die Stadt Bern will die Diskussion um die Regulierung von Cannabis in Zusammenarbeit mit anderen Schweizer Städten voranbringen und weiterentwickeln.

Bild: Cannabis / pixabay
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Im Rahmen eines Forschungsprojektes will die Stadt Bern den regulierten Verkauf von Cannabis durch Apotheken oder andere Stellen prüfen. Damit sollen konkrete Erkenntnisse über die Auswirkungen auf das Konsum- und Kaufverhalten sowie auf das Befinden der Studienteilnehmenden gewonnen werden.

Aktueller Stand

Mitte November 2017 hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die beantragte Ausnahmebewilligung für das Forschungsprojekt abgelehnt. Ein Rechtsgutachten stufte die Studie vorgängig bereits als bewilligungsfähig ein. Auch die Ethikkommission des Kantons Bern (KEK) erachtete das Projekt als durchführbar und der schweizerische Nationalfonds (SNF) sicherte finanzielle Unterstützung zu. Das BAG hielt in seinem Entscheid jedoch fest, dass das Betäubungsmittelgesetz mit einem sogenannten «Experimentierartikel» ergänzt werden müsse, damit solche Forschungsprojekte bewilligt werden könnten. Im National- und Ständerat wurden daraufhin gleichlautende Motionen für die Schaffung eines Experimentierartikels eingereicht, die der Nationalrat im September 2018 mit einer knappen Mehrheit angenommen hatte. Bereits im Juli 2018 startete der Bundesrat die Vernehmlassung  zum Experimentierartikel, die bis Ende Oktober dauerte und zu der sich die grosse Mehrheit der Kantone positiv äusserte. 

Die Stadt Bern begrüsst eine schnellstmögliche Verankerung eines «Experimentierartikels» im Betäubungsmittelgesetz. Parallel dazu prüft die Stadt Bern gemeinsam mit anderen Städten und der Universität Bern die Einreichung von Studiengesuchen, die im Rahmen des geltenden Betäubungsmittelgesetzes möglich sind. 

Das Forschungsprojekt der Uni Bern

Das detaillierte Forschungsprojekt wurde vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern (ISPM) erarbeitet. Der Verkauf von Cannabis an die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer sollte über Stadtberner Apotheken erfolgen, unter der Bedingung, dass diese mindestens 18 Jahre alt sind, ihren Wohnsitz in der Stadt Bern haben und bereits Cannabis konsumieren. Damit sollten Erkenntnisse über die Auswirkungen auf das Konsum- und Kaufverhalten, das Befinden der Studienteilnehmenden und den Schwarzmarkt gewonnen werden.

Weitere Informationen zur Studie: www.script-studie.ch 

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