Statistik 2025
Die Statistik umfasst die Erfahrungswerte der Fachstelle Stalking-Beratung der Stadt Bern von 2025 und stellt keine wissenschaftliche oder repräsentative Statistik dar. Die Zahlen beruhen auf den freiwillig gemeldeten Fällen, beziehungsweise den Kontaktaufnahmen mit der Beratungsstelle
Geschlecht der Betroffenen
Im Jahr 2025 wendeten sich 111 Frauen (75 Prozent) und 37 Männer (25 Prozent) an die Fachstelle Stalking. Anfragen von Frauen machen folglich wie bisher die grosse Mehrheit aus. Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Anteil an männlichen Betroffenen, die sich bei der Fachstelle gemeldet haben, jedoch eher hoch.
Straftatbestand vorhanden
Seit Januar 2026 gibt es mit Art. 181b StGB neu einen eigenständigen Straftatbestand für Stalking. Im Jahr 2025 konnte Stalking jedoch noch nur dann strafrechtlich verfolgt werden, wenn einzelne Handlungen strafbar waren. In 63 Prozent der Fälle haben die als Stalking identifizierbaren Handlungen nicht gegen das Strafgesetz verstossen und die Betroffenen konnten keine Anzeige einreichen.
Beziehung zur stalkenden Person
Die Fachstelle erfasst bei ihren Beratungen unter anderem die Art der Beziehung, in welcher die stalkende und die betroffene Person zueinanderstehen. Das Stalking im Rahmen von Ex-Partnerschaften bildet wie in den Jahren zuvor die häufigste Beziehungskonstellation mit 47 Prozent.
