Organisation
Veränderung gelingt nur gemeinsam: Fachleute aus allen Direktionen arbeiten zusammen, Digital Stadt Bern steuert und koordiniert. Zudem pflegt die Stadt Partnerschaften mit Behörden, Wirtschaft und Forschung.
Die Konferenz Digital Stadt Bern (Digitalkonferenz, KDSB) ist als gemeinderätliche Kommission für die Erarbeitung und Umsetzung der städtischen Digitalstrategie verantwortlich. Sie steuert die städtischen Ressourcen im Digitalbereich, legt Grundlagen und Standards fest, harmonisiert die Prozesse, sorgt für die strategische Vernetzung sowie das Monitoring und berät den Gemeinderat in den Fragen zur digitalen Transformation.
Mitglieder der Digitalkonferenz sind die Digitalverantwortlichen der Direktionen und der Stadtkanzlei sowie die Leitungen der leistungserbringenden Abteilungen Informatik Stadt Bern und Geoinformation Stadt Bern. Die Wahl erfolgt durch den Gemeinderat.
Die Digitalverantwortlichen der Direktionen sorgen für eine angemessene Digitalorganisation, die bedarfsgerechte Förderung von Digitalvorhaben ihrer Direktion und dafür, dass bei der Entwicklung von innovativen Lösungen gezielte Kooperationen über die Grenzen der Stadtverwaltung hinaus eingegangen werden. Die Präsidialdirektion (Personal, Finanzen & Digitale Entwicklung, PFD) führt den Vorsitz und die Geschäftsführung der KDSB.
Der Bereich Digital Stadt Bern (DSB) von Personal, Finanzen & Digitale Entwicklung ist die Geschäftsstelle der KDSB. Diese erarbeitet gemäss Organisationsverordnung und Aufgaben- und Finanzplan AFP strategische Grundlagen, legt Standards für den Informatikeinsatz und die digitalen Kommunikationsplattformen fest, und erarbeitet in Zuständigkeit der KDSB Richtlinien.
Weiter verantwortet DSB die nachhaltige Entwicklung des städtischen Digitalportfolios, führt das strategische Qualitäts- und Risikomanagement, stellt zur Stärkung der digitalen Resilienz gesamtstädtische Ressourcen zur Verfügung, fördert die Innovation, unterstützt die Gestaltung des betrieblichen Kulturwandels, ist Anlaufstelle für die digitale Inklusion und verantwortet die Kommunikation rund um die digitale Entwicklung.
Die Abteilungen Informatik Stadt Bern (IBE) und Geoinformation Stadt Bern (GSB) sind für die Leistungserbringung in ihrem Aufgabenbereich gemäss Organisationsverordnung und Aufgaben- und Finanzplan AFP verantwortlich. Sie betreiben die performante, sichere, wirtschaftliche und zukunftsgewandte digitale Infrastruktur der Stadt Bern.
Die Fachorganisation Daten (FDAT) sorgt im Auftrag der KDSB für ein verwaltungsweit harmonisiertes Datenmanagement. Dabei erarbeitet sie konzeptionelle Grundlagen und Prozesse namentlich zur Umsetzung der Leitprinzipien «Interoperabilität», «Digitales Primat» und «Data Excellence» der Digitalstrategie.
Die Fachorganisation Digitale Sicherheit (FDS) ist für den Massnahmenplan im Rahmen der Strategie Digitale Sicherheit verantwortlich. Sie koordiniert die Umsetzungsplanung gemeinsam mit den Direktionsbeauftragten digitale Sicherheit (DISO), welche als Rolle der Business-Analyst*innen in allen Direktionen per 1. Juli 2026 geschaffen wird.
Bei der Umsetzung der Digitalstrategie werden die Direktionen und Abteilungen unterstützt von Informatikkoordinierenden der Direktionen (IKD), Business-Analyst*innen der Direktionen (BAD) und Administrativen Informatikbeauftragten der Abteilungen (AIB).
Die Umsetzung der Digitalstrategie bedarf einer gezielten interinstitutionellen Zusammenarbeit. Entsprechend wichtig ist die Mitwirkung der Abteilungen bei der Ausgestaltung der digitalen Transformation innerhalb der Stadtverwaltung, namentlich im Rahmen der grossen Projekte (z. B. Neue Digitale Zusammenarbeit). Eine wichtige Rolle nehmen dabei die Administrativen Informatikbeauftragten wahr, welche die operativen Bedürfnisse der Abteilungen gegenüber Informatik Stadt Bern oder den Projektorganisationen wahrnehmen und in den verschiedenen Wissensgefässen (z. B. Microsoft-Community) mitwirken.
Die digitale Entwicklung erfordert Zusammenarbeit auf allen Ebenen.
Digital Stadt Bern engagiert sich in thematischen Netzwerken und institutionellen Gremien. In der Zusammenarbeit mit Institutionen aus Forschung, Wirtschaft und Verwaltung können Fachwissen und Erfahrungen geteilt und Alleingänge vermieden werden. Auf Behördenebene ist die Koordination namentlich mit dem Kanton Bern und den grossen Städten im Kanton unerlässlich: Nur so lassen sich die gemeinsamen Ziele hinsichtlich des digitalen Primats erreichen.
Angesichts der Herausforderungen und der limitierten Ressourcen wird es in den nächsten Jahren verstärkt darum gehen, eine Priorisierung bei der Digitalisierung vorzunehmen und die Stadt Bern konsequent an nationale Errungenschaften anzuschliessen (allen voran die E-ID).
