Grundlagen
Mit Strategien, Konzepten und Weisungen gibt sich die Stadtverwaltung Orientierung im digitalen Wandel. So stellt die Stadt Bern sicher, dass alle digitalen Vorhaben im Einklang der Digitalstrategie stehen, ebenso mit Legislaturzielen, Nachhaltigkeitskriterien und Finanzrahmen.
Digitalstrategie der Stadt Bern
Die Digitalstrategie der Stadt Bern umschreibt, wohin sich die Stadtverwaltung mit der Digitalisierung bewegen will und woran sie sich orientiert. Das Motto lautet «Einfach für alle».
Die Stadt Bern will die Digitalisierung dazu nutzen, ihre Dienstleistungen für Bevölkerung und Wirtschaft zu verbessern, auch im Sinn von mehr Inklusion. Fünf Leitprinzipien und fünf strategische Stossrichtungen prägen die Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren.
Das Motto «Einfach für alle» bringt die Vision der Stadt Bern auf den Punkt, dass die Digitalisierung der gesamten Bevölkerung und der Wirtschaft zugutekommen soll. Die Stadt will sich dafür einsetzen, dass möglichst alle von den Errungenschaften der Digitalisierung profitieren. Ein zentraler Aspekt ist, dass die städtischen Dienstleistungen für alle Menschen einfacher zugänglich werden sollen.
Lesen Sie hier mehr über die Digitalstrategie der Stadt Bern.
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| Digitalstrategie der Stadt Bern (PDF, 1.3 MB) |
Cloud-Strategie
Wie kann die Stadt Bern von der Cloud profitieren, ohne Kontrolle und Datenschutz zu gefährden?
Lange galt in der Stadtverwaltung der Grundsatz «Berner Daten auf Berner Servern», nur in Ausnahmefällen wurden digitale Lösungen in Clouds betrieben, also auf externen Servern, auf die via Internet zugegriffen wird. Aufgrund der Marktentwicklung und des Anspruchs der Stadt Bern, die besten digitalen Lösungen für ihre Aufgaben zur Verfügung zu stellen, wurden die bestehenden Grundsätze überarbeitet.
Die Stadt hat sich für eine hybride ICT-Infrastruktur entschieden, also dafür, dass sie die jeweilig am besten geeigneten Technologien nutzt, in der Bandbreite zwischen externem Cloud-Computing und Vor-Ort-Lösungen im eigenen Rechenzentrum. Damit zielt sie auf die für sie funktional, wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigste Lösung ab.
Die «Sourcing und Cloud-Strategie» beschreibt unter anderem, wie die Risiken von Cloud-Computing minimiert und die Chancen genutzt werden können.
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| Sourcing und Cloud Computing Strategie (PDF, 540.1 KB) |
Klassifizierung von Daten
Durch das Klassifizieren von Dokumenten schützt die Stadtverwaltung, was der Bevölkerung wichtig ist: ihre Daten, ihre Privatsphäre, ihr Vertrauen in die Stadt Bern.
Das «Konzept zur Klassifizierung von elektronischen Daten in der Stadtverwaltung Bern» legt fest, wie elektronische Daten hinsichtlich Vertraulichkeit zu kennzeichnen sind und wie mit den entsprechend klassifizierten Daten umzugehen ist. So wird sichergestellt, dass die elektronischen Daten auf einem angemessenen Niveau geschützt und nur den dafür vorgesehenen Personen und Systemen zugänglich gemacht werden.
Das Konzept bezieht sich auf verschiedene gesetzliche Grundlagen, darunter das Datenschutzgesetz des Kantons Bern und Artikel 17 Absatz 3 der Bernischen Kantonsverfassung, wonach jede Person ein Recht auf Einsicht in sämtliche Akten hat, soweit keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen.
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| Titel |
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| Konzept zur Klassifizierung von elektronischen Daten in der Stadtverwaltung Bern (PDF, 835.2 KB) |
Digitale Sicherheit
Wie sorgt die Stadt für IT-Sicherheit und Datenschutz? Die Strategie Digitale Sicherheit soll eine Sicherheitskultur in der Verwaltung und in den Schulen etablieren.
Die Digitalisierung bringt viele Vorteile, sie birgt aber auch Risiken. Um die Sicherheit im digitalen Raum zu stärken, wird die «Strategie Digitale Sicherheit Stadt Bern» erarbeitet. Sie soll den Rahmen schaffen, um bestehende und künftige Bestrebungen zu bündeln, Ziele und Prinzipien festzulegen und die digitale Sicherheit als Querschnitts- und Verbundaufgabe zu steuern. Die Strategie soll ein gemeinsames Vorgehen von Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung ermöglichen und die Zusammenarbeit mit Bund, Kanton, Polizei sowie weiteren Partnern stärken.
Die Stadt Bern setzt damit zwei kantonale Gesetze um, die Mitte 2026 in Kraft treten sollen: Das Gesetz über die Informations- und Cybersicherheit (ICSG) und das totalrevidierte Datenschutzgesetz (KDSG).
Künstliche Intelligenz (KI)
Wie kann KI im Interesse der Bevölkerung, der Mitarbeitenden und einer leistungsfähigen öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden? Mit einer KI-Fachstrategie schafft die Stadt Bern eine verbindliche Orientierung für den Umgang mit künstlicher Intelligenz.
Was ist künstliche Intelligenz?
Künstliche Intelligenz ist die Fähigkeit einer Maschine, menschliche Fähigkeiten wie logisches Denken, Lernen, Planen und Kreativität zu imitieren. Sie ermöglicht es technischen Systemen, ihre Umwelt wahrzunehmen, mit dem Wahrgenommenen umzugehen und Probleme zu lösen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
KI-Systeme sind in der Lage, ihr Handeln anzupassen, indem sie die Folgen früherer Aktionen analysieren und autonom arbeiten.
Die KI-Definition der Stadt Bern entspricht derjenigen des europäischen Parlaments.
Ein zentrales Anliegen ist die digitale Souveränität: Die Stadt Bern will ihre Datenhoheit, ihre Entscheidungsfreiheit und ihre strategische Handlungsfähigkeit auch im Zeitalter von KI sichern. Vertrauen ist entscheidend, der Einsatz von KI muss transparent, rechtsstaatlich und sicher erfolgen. Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und klare Verantwortlichkeiten bilden die Grundlage. Die Strategie soll zudem das Potenzial von KI aufzeigen, Verwaltungsprozesse weiterzuentwickeln, Dienstleistungen zugänglicher zu machen und Mitarbeitende zu entlasten.
Die KI-Fachstrategie versteht sich als Orientierungsrahmen für einen nachhaltigen Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Verwaltung und im Bildungsbereich. Die Erarbeitung einer KI-Strategie wurde im Dezember 2025 durch eine Motion des Berner Stadtrats beim Gemeinderat in Auftrag gegeben.
KI-Merkblatt
Das KI-Merkblatt der Stadt Bern (PDF, 189.1 KB) gibt einen Überblick, wie generative KI im Arbeitsalltag der Stadtverwaltung verwendet werden kann und welche Regeln dabei einzuhalten sind. Das Merkblatt wird regelmässig überprüft und entsprechend den Anwendungen in der Stadtverwaltung und den technologischen Entwicklungen angepasst.
Tipps zum KI-Prompting
Die Prompting-Tipps der Stadt Bern (PDF, 290.6 KB) sind eine Anleitung für städtische Mitarbeitende, wie Anweisungen an die KI gezielt formuliert werden können. Einfach ausprobieren – je besser der Input, desto besser der Output!
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| KI-Merkblatt der Stadt Bern (PDF, 189.1 KB) |
| Prompting-Tipps (PDF, 290.6 KB) |
