Zunfthaus zu Kaufleuten
Das Zunfthaus zu Kaufleuten stand direkt neben dem städtischen Kauf- und Zollhaus an der Kramgasse.
Das Zunfthaus zu Kaufleuten stiess direkt an das 1373 eröffnete städtische Kauf- und Zollhaus (Kauf- und Zollhaus) an. In dem Gebäude wohnte zu Beginn des 15. Jahrhunderts der vermögende Fernkaufmann (Kaufmannschaft und Handel) Niklaus von Diesbach.[1] 1448 lebte dann der Kaufmann Johannes Kramer senior im Haus, dessen Erben die Liegenschaft an die Kaufleutengesellschaft verkauften. Im Jahr 1460 war das Zunfthaus dann mit häfen, keßin, pfannen und silbergeschirr reich ausgestattet.[2] Die Glasfenster in der Zunftstube hatten neben Kaufleuten und Krämern auch vermögende Mitglieder der Mohrenzunft gestiftet. Als die beiden Gesellschaften ihre Vermögen untereinander aufteilten, entbrannte deshalb ein Streit. Die Schneidermeister forderten eine finanzielle Entschädigung für die von ihren Stubengesellen gemachten Stiftungen. Schlussendlich entschied der Rat, dass die Kaufleute den Mitgliedern der Mohrenzunft einen Betrag an Haus, Silbergeschirr und anderen Vermögenswerten zu entrichten hätten.
Autor: Roland Gerber, 30.12.2025
