Navigieren auf Stadt Bern

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Sprachwechsler

Deutsch

Content navigation

Parkanlage Brünnengut

Die Anlage ist das Herzstück des Stadtteils Brünnen und bietet rund um das ehemalige Brünnengut naturnahe Erlebnisräume und Sportmöglichkeiten. Die Koordination der vielfältigen Aktivitäten wird durch die gemeinnützige Stiftung B sicher gestellt, welche dazu von der Stadt Bern ein Mandat erhalten hat. Zu diesem Zweck hat die Stiftung B einen virtuellen Auskunftsschalter eingerichtet.

Geschichte

Mit ihren rund 5,5 Hektaren ist die Parkanlage Brünnengut eine der grössten Parkanlagen der Stadt Bern. Der Park im Herzen des Berner Westens liegt auf dem erweiterten Gebiet des historischen Brünnenguts, einem privaten Landsitz aus dem 17. Jahrhundert. Ein grosser Umbau mit Verlängerung des Herrenhauses um 1760 verlieh dem Landgut sein heutiges, barockes Erscheinungsbild. Aus dieser Zeit stammt auch der Gartenpavillon, welcher als Wasch- und Ofenhaus sowie als Kornspeicher genutzt wurde.

Das über 300-jährige Brünnengut hat eine bewegte Geschichte. 1766 war der berühmte Berner General Rupertus Scipio Lentulus, ein Vertrauter Friedrichs des Grossen, Miterbe des Gutes, überliess es aber bei der Erbteilung seinem Vetter. Später kam das Gut in den Besitz der Familie von Graffenried. 1840 vermachte ein Erbe der von Graffenrieds das Gut der Privatblindenanstalt Bern. In den 1880er Jahren entstand auf dem Brünnengut eine Knabenerziehungsanstalt. Mehrmals in seiner Geschichte war das Gut hochverschuldet, wurde geteilt und wieder verkauft.

Heute ist der einst private Landsitz Brünnengut für die Bevölkerung zugänglich. Die Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Quartiere Brünnen, Gäbelbach, Holenacker, Acherli, Tscharnergut und Stapfenacker finden hier einen zentralen Ort für Begegnung, Freizeit, Sport und Kultur.

Ausstattung

Auf dem Fussballplatz finden Spiele des FC Bethlehem statt, der Primelgarten lädt zum Faulenzen, Bräteln und Verweilen ein und im Pflanzgarten können interessierte Anwohnerinnen und Anwohner ihre Freude am Gärtnern entdecken. Ein Eventbereich für Quartierfeste, Zirkus und Veranstaltungen, ein Kleinkinderspielplatz sowie der 1. August-Feuerplatz und nicht zuletzt die grosszügige Lindenpromenade ergänzen die vielseitige Parkanlage.

Virtueller Auskunftsschalter

Die historische Gebäudegruppe des Landsitzes Brünnen kann durch die Bevölkerung genutzt werden. Für die Koordination der vielfältigen Aktivitäten und der Interessen der Nutzerschaft führt die gemeinnützige Stiftung B unter dem Motto "Freizeit, Sport und Erholung aus einer Hand" einen virtuellen Auskunftschalter, genannt „Guichet“.

Mehr dazu erfahren Sie unter www.bruennengut.ch.

Spezielles

Die Gestaltung der Parkanlage in ihrer heutigen Form basiert auf einem Projekt der Landschaftsarchitekten David Bosshard (Bern) und Andreas Tremp (Zürich). Mit ihrem Projekt „Rose de Berne“ gewannen sie 2006 den von der Stadt Bern international ausgeschriebenen Landschaftsarchitektur-Wettbewerb für die Umgestaltung der Fläche rund um das historische Brünnengut. Die Landschaftsarchitekten liessen Elemente des historischen Landsitzes Brünnengut in die Gestaltung des modernen Volksparks einfliessen. So wurde die traditionelle Verbindung von Zier- und Nutzgarten, die auf alten Landgütern üblich war, in der Neugestaltung der Parkanlage berücksichtigt. Der Projektname „Rose de Berne“ bezieht sich auf die alte Apfelsorte „Berner Rose“ und weist auf ein zentrales Element der Parkanlage hin: Die Obstwiese mit ihren alten, regionalen Obstsorten, wie der Hanslibirne, dem Edelchrüslerapfel oder der Ersiger-Kirsche. Der Wettbewerbsentwurf wurde unter der Federführung von Stadtgrün Bern in enger Zusammenarbeit mit den Quartierorganisationen und zuständigen Fachstellen konkretisiert und auf die Bedürfnisse der hier lebenden Menschen abgestimmt. Entstanden ist eine grüne Oase mit breiten Nutzungsmöglichkeiten für die rund 12 000 Bewohnerinnen und Bewohner der angrenzenden Quartiere.

Baumpatenschaft

Wer sich mit der neuen Parkanlage besonders verbunden fühlen möchte, hat die Gelegenheit, eine Patenschaft für einen der 190 Bäume in der Lindenpromenade zu übernehmen. Die Patinnen und Paten erhalten eine Urkunde mit dem Standort des Baumes. Ihre Namen werden ausserdem im Park auf einer Tafel festgehalten. 

Naturnahe Erlebnisräume – Raum für die Natur

Bei der Umsetzung der gestalterischen Ideen wurden auch ökologische Aspekte berücksichtigt, um die Naturwerte des vorhandenen Parks zu erhalten und einen Beitrag zur Förderung der Biodiversität – der Vielfalt an Arten, Sorten und Lebensräumen – zu leisten. Für die Obstwiese wurden daher in Zusammenarbeit mit der Stiftung ProSpecieRara alte, fast verschwundene Sorten ausgewählt. So trägt der Park zur Erhaltung alter Sorten und damit der Genressourcen bei.

Die Wiesen im Umfeld der Obstbäume wurden mit einer wertvollen standortgerechten Saatmischung aus der Region eingesät. So können sich Wiesen entfalten, die vielen regional typischen Blumen- und Grasarten Platz bieten: Eine wertvolle Nahrungsgrundlage für Insekten, insbesondere Schmetterlinge. Zur Blütezeit bieten sie ausserdem einen attraktiven und heute eher seltenen Anblick. Die lückige Struktur der Wiesen bietet auch anderen Kleintieren, wie Eidechsen, Spinnen und Kleinsäugern wichtige Lebensräume. Auch bei der Auswahl der 190 Sommerlinden für die Promenade wurden nur solche Arten und Sorten berücksichtigt, die als Nahrungsgrundlage für Insekten dienen können.

Damit die im Gebiet noch vorkommenden Zauneidechsen bessere Überlebenschancen haben, wurden an geeigneten Stellen zum Beispiel Holz- und Steinhaufen als Lebensraum und Versteckmöglichkeit angelegt.

Weitere Informationen.

Kontakt

Stadtgrün Bern / Grünflächenpflege Telefon +41 31 992 36 31

Ihre Ansprechperson:

Markus Krieg
Leiter Unterhaltskreis West

Fusszeile