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21. Dezember 2023 | Gemeinderat, Direktionen

Aufgaben des Alters- und Versicherungsamts neu organisiert

Das Alters- und Versicherungsamt (AVA) der Stadt Bern wird auf den 31. Dezember 2023 aufgelöst. Ab dem 1. Januar 2024 werden die Aufgabenbereiche in bestehende Organisationseinheiten der Stadt Bern überführt. Die Neuangliederung führt dazu, dass mehr Synergien genutzt und die Aufgabenbereiche gestärkt werden.

Ab dem 1. Januar 2024 werden die Aufgabenbereiche im bisherigen Alters- und Versicherungsamt (AVA) mit all ihren Mitarbeitenden in bestehende Abteilungen der Direktion für Bildung, Soziales und Sport (BSS) überführt: Die AHV-Zweigstelle Bern-Ostermundigen wird dem Direktionsfinanzdienst der BSS angegliedert. Dadurch wird der Auftrag der Sozialversicherungen weiterhin innerhalb der BSS gewährleistet. Geografisch ist die AHV-Zweigstelle weiterhin an der Bundesgasse 33 zu finden.

Das Kompetenzzentrum Alter wird der Abteilung Familie und Quartier Stadt Bern angegliedert. Dadurch wird die Umsetzung der Altersstrategie 2030 der Stadt Bern im Sinne der generationenübergreifenden Gemeinwesensarbeit gestärkt. Auch bezüglich des Namens passt sich das Kompetenzzentrum der neuen Abteilung an: Ab 1. Januar 2024 trägt es den Namen «Alter Stadt Bern».

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Der dritte Bereich, der bisher zum AVA gehört hat, ist die Fachstelle Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Sie wird dem Gesundheitsdienst der Stadt Bern angegliedert. Die Umsetzung der Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention auf städtischer Ebene soll noch gestärkt werden.

Der Entscheid für die Neuorganisation wurde Ende 2022 getroffen. Franziska Teuscher, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport, erklärt: «Die organisatorischen Vorbereitungsarbeiten für die Neuorganisation sind in diesem Jahr in engem Austausch mit der Geschäftsleitung des AVA und den Leiter*innen der Abteilungen erfolgt, in welche die Aufgabenbereiche integriert werden. Wir sind überzeugt, dass durch die Neuangliederung sämtliche Teilbereiche in ihrer Position gestärkt werden.» Mit der Neuorganisation der Aufgabenbereiche des AVA trägt die Stadt Bern zum Strukturwandel der städtischen Alterspolitik bei, der bereits vor gut 30 Jahren begonnen hat (siehe Infobox).

Altersstrategie 2030

Mit der 2020 lancierten Altersstrategie 2030 verfolgt die Stadt Bern eine umfassende und innovative Alterspolitik, die die Beteiligung der älteren Menschen am öffentlichen Leben und an der Mitgestaltung der Alterspolitik fördert. Im Jahr 2024 wird die erste Umsetzungsphase 2020-2024 abgeschlossen. Unter Einbezug der Bevölkerung, der Fachwelt und Partner*innen werden dann Massnahmen für die Umsetzungsphase 2025-2029 erarbeitet. Die Stadt Bern will die Altersstrategie 2030 mit weiteren innovativen Konzepten vorantreiben. Als Vorbild dienen die Pilotprojekte «Nachbarschaft Bern» (2021) und «Betreuungsgutsprachen» (2023).

Stadt Bern: Strukturwandel der städtischen Alterspolitik

1995 schlossen sich in der Stadt Bern der Verein zur Betreuung Betagter Bümpliz, der Verein für das Alter und die damalige Fürsorgedirektion der Stadt Bern zum Trägerverein Stationäre Alterseinrichtungen Bern mit 14 Alters- und Pflegeheimen zusammen. Aus diesem Verein ging im Jahr 2000 das Unternehmen Domicil als gemeinnützige Aktiengesellschaft hervor, an der die Stadt Bern seither beteiligt ist. Domicil ist heute an 22 Standorte tätig und hat ca. 2000 Bewohner*innen, Kund*innen und Klient*innen, 1800 Mitarbeiter*innen aus 78 Nationen sowie einen Jahresumsatz von160 Millionen Franken. Seit den frühen 2000er Jahren hat der Ausbau ambulanter Dienstleistungen (Spitex) und Wohnformen (Betreutes Wohnen) auch in der Stadt Bern zugenommen. Im Jahr 2021 entschied der Gemeinderat aus finanziellen und strukturellen Gründen, das dem AVA angegliederte Alters- und Pflegeheim Kühlewil und damit die letzte noch von der Stadt Bern selbst geführte Institution im Altersbereich auf 2022 an die Stiftung Siloah zu übertragen.

Gemeinderat der Stadt Bern

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