Beginn der Bauarbeiten zur Umgestaltung des Guisanplatzes
Der Guisanplatz wird umgestaltet: Am Montag, 12. Januar 2026, starten vorerst die Arbeiten zum Ersatz der unterirdischen Abwasserleitungen. Im Juli 2027 verschieben sich die Arbeiten in den Strassenraum: Dann werden die Tram- und Bushaltestellen Guisanplatz Expo in die Papiermühlestrasse verschoben, sicherere Veloführungen gebaut und mehr Grünraum geschaffen. Die Bauarbeiten dauern bis Ende 2027.
Der Guisanplatz ist überlastet, die Kreuzung ist zu einem regelrechten Nadelöhr geworden. Um den Knoten zu entlasten und den Verkehr zu verflüssigen, werden die Haltestellen Guisanplatz Expo (stadtein- und stadtauswärts) in die Papiermühlestrasse verlegt: Die Trams der Linie 9 werden künftig im Normalbetrieb direkt von der Rodtmatt- in die Papiermühlestrasse einbiegen können – die Fahrt über die Wendeschlaufe findet nur noch bei Grossveranstaltungen statt. Zugleich werden im Rahmen des Projekts, das von Kanton und Stadt Bern sowie von BERNMOBIL realisiert wird, die Tramgleise erneuert, Massnahmen zugunsten von mehr Verkehrssicherheit umgesetzt (insbesondere für den Fuss- und Veloverkehr) und zusätzliche Grünräume geschaffen.
Intensivbauphase im Sommer 2027
Der neue Guisanplatz entsteht in insgesamt sieben Bauphasen. Ab Januar 2026 werden zuerst die gut 100 Jahre alten Abwasserleitungen in der Papiermühle- und im Bereich der Tschäppätstrasse erneuert. Dies erfolgt unterirdisch mittels des sog. Microtunneling-Verfahrens: Dabei erstellt eine ferngesteuerte Bohrmaschine die unterirdischen Leitungen. Nur die Start- und Zielgruben sind an der Oberfläche sichtbar, entsprechend wird der Verkehr nur minimal tangiert.
Im Sommer 2027 verlagern sich die Arbeiten an die Strassenoberfläche: Nun werden die Haltestellen Guisanplatz Expo (BERNMOBIL-Tramlinie 9 und RBS-Buslinie 40) zusammengeführt und verlegt, die Tramgleise erneuert und die Haltestellen barrierefrei eingerichtet – mit direkten Zugängen zum Bundesverwaltungszentrum und zur Festhalle. Für die Realisierung dieser Arbeiten findet im Juli/August 2027 eine achtwöchige Intensivbauphase statt; an drei Tagen wird der Guisanplatz für den Verkehr sogar komplett gesperrt werden müssen. Abgesehen von dieser kurzen Totalsperre bleibt der Platz stadteinwärts während der Bauarbeiten jederzeit befahrbar.
In den letzten Bauphasen werden Massnahmen zugunsten von mehr Verkehrssicherheit umgesetzt: Velofahrer*innen können künftig auf breiteren Velospuren sicherer in alle Richtungen abbiegen. Zudem soll die Aufenthaltsqualität am Guisanplatz durch Baumpflanzungen und Flächenentsiegelungen merklich verbessert werden.
Alle Informationen zu den Bauphasen, den Umleitungen und Einschränkungen finden sich ab Montag, 12. Januar, auf der Webseite guisanplatz.be. Lärmbarometer geben hier auch Auskunft über die mit den Arbeiten verbunden Emissionen.
Über den ESP Wankdorf
Der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wankdorf ist der grösste und dynamischste Entwicklungsschwerpunkt im Kanton Bern. Mit der Entwicklung geht allerdings auch eine starke Zunahme des Verkehrs einher: Insbesondere am Guisanplatz sind die Kapazitätsgrenzen erreicht. Mit der Verlegung der Haltestellen Guisanplatz Expo in die Papiermühlestrasse setzt der Kanton Bern eine wichtige Massnahme aus dem Richtplan zum ESP Wankdorf um, mit welcher der Knoten entlastet werden soll.
