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5. Juni 2019 | Gemeinderat, Direktionen

Erste Erfolge im Projekt «Niederschwellige Berufsqualifzierung»

Um die Chancen von Stellensuchenden auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, lancierte das Kompetenzzentrum Arbeit (KA) vor zehn Monaten ein niederschwelliges Berufsqualifizierungs-Projekt. Teilnehmende können sich für Tätigkeiten in Küchen, Restaurants und der Reinigung ausbilden lassen. Nun haben die ersten Prüfungen, die durch die Fachverbände «Gastro Bern» und «Allpura Bern» abgenommen wurden, stattgefunden. Mit Erfolg: Alle neun Teilnehmerinnen haben die Prüfung bestanden.

«Ich würde die Teilnehmerinnen, die ich zu beurteilen hatte, sofort anstellen», sagte Roger Stähli, Prüfungsexperte von «Allpura Bern», am Schluss der praktischen Prüfungen. Diese haben kürzlich im Kompetenzzentrum Arbeit KA stattgefunden. Roger Stähli hat die Kursteilnehmerinnen während drei Stunden bei der Unterhaltsreinigung von Büros, Fenstern und Toiletten beobachtet und beurteilt: «Sie bringen eine gute Methoden- und Fachkompetenz mit.»

Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen

Ziel der Qualifzierungsprogramme des KA ist es, den Stellensuchenden Grundkompetenzen in den jeweiligen Berufsfeldern zu vermitteln und ihnen damit einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt zu verschaffen. Wichtig ist daher auch die Zusammenarbeit mit den Branchenverbänden «Gastro Bern» und «Allpura Bern», die für die Qualität des Programms und die Kompetenzenüberprüfung mitverantwortlich sind. Die Absolventinnen und Absolventen werden nun mit einem branchenanerkannten Zertifikat und einem Arbeitszeugnis in der Tasche vom KA darin unterstützt, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Drei von neun Kursteilnehmerinnen haben bereits eine Anschlusslösung gefunden.

«Mit diesem Qualifizierungsprogramm sind wir auf dem richtigen Weg», sagt Gemeinderätin Franziska Teuscher. «Wenn wir Firmen und Unternehmungen Personen mit guten, spezialisierten Grundkompetenzen vermitteln können, dann ist das ein Mehrwert für beide Seiten.»

Praxisorientiertes Qualifizierungsprogramm

Das Qualifizierungsprogramm startet immer im August und im Februar und dauert sechs Monate. Die Kosten von 6300 Franken pro Kursteilnehmerin oder Kursteilnehmer übernimmt in der Regel die Sozialhilfe. Die Teilnehmenden sind in den internen Betrieben des KA in den Arbeitsalltag eingebunden und werden in ihren Tätigkeiten von Fachpersonal angeleitet. In der Küche, im Service und in der Reinigung werden die Lerninhalte direkt in die Praxis umgesetzt. Jeweils Dienstagnachmittag und Donnerstagnachmittag findet der Unterricht in der Lerngruppe zu Fachthemen statt. Neben den Fachthemen ist auch die Förderung von arbeitsmarktlichen Schlüsselkompetenzen wie Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit und Alltagskompetenzen wie grundlegende Rechenoperationen (bspw. mit Geld oder Masseinheiten) ein zentraler Bestandteil des Programms. Auf freiwilliger Basis können zudem Angebote zur Deutschförderung belegt werden.

Zielgruppe sind Klientinnen und Klienten der Sozialhilfe, welche über eine Mindestanforderung an deutscher Sprachkompetenz (A1.2) verfügen. Im Kompetenzzentrum Arbeit KA bringen rund sieben Prozent der angemeldeten Personen keinen Berufsabschluss mit. Die Qualifizierungsprogramme arbeiten auf ein definiertes Kompetenzprofil hin. Es gibt die drei Richtungen Küche, Service und Reinigung, die unterschiedliche berufsspezifische Fachkompetenzen zum Ziel haben. Das heisst: Die Qualifizierungsprogramme sind anschlussfähig. Aufbauend darauf können die Absolventinnen und Absolventen weitere Ausbildungen an die Hand nehmen.

Direktion für Bildung, Soziales und Sport

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