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13. Februar 2026 | Gemeinderat, Direktionen

Schwerpunkteplan Migration und Rassismus verabschiedet

Mit dem «Schwerpunkteplan Migration und Rassismus 2026–2029» will der Gemeinderat die Teilhabe der Migrationsbevölkerung stärken und Rassismus in der Stadt Bern bekämpfen. Der Plan umfasst 26 neue Massnahmen in fünf thematischen Schwerpunkten. Ein Querschnittsschwerpunkt ist die Bekämpfung von Antisemitismus.

Der Schwerpunkteplan Migration und Rassismus ist das strategische Instrument des Gemeinderates zur Förderung der Teilhabe der Migrationsbevölkerung und zur Rassismusbekämpfung. Die Stadt arbeitet seit 2011 mit diesem Instrument und legt nun den Plan für die Jahre 2026 bis 2029 vor.

Der neue Schwerpunkteplan umfasst 51 Massnahmen: 25 bestehende Massnahmen werden weitergeführt oder weiterentwickelt. 26 neue Massnahmen ergänzen das Ziel, Bern als «Stadt für alle» zu stärken. Der Plan wird von allen Direktionen der Stadtverwaltung gemeinsam umgesetzt. In der Stadtverwaltung selbst soll die Chancengerechtigkeit in der Personalgewinnung und -entwicklung erhöht werden.

Stärkung politischer Teilhabe und Citizen Card

Zu den neuen Massnahmen gehören die Stärkung der politischen Teilhabe, bessere Meldemöglichkeiten bei Rassismusvorfällen sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung, der Verwaltung und der Schulen zu Antisemitismus und Diskriminierung. Es werden Weiterbildungen vermittelt sowie der Zugang zu Informationen und Unterstützungsangeboten erleichtert. Mit dem Schwerpunkteplan schafft der Gemeinderat die Grundlage, unterschiedliche Rassismusformen systematisch zu erfassen und zu bearbeiten.

Teil des Schwerpunkteplans ist die Einführung der «Citizen Card» im Rahmen des geplanten Ausbaus des digitalen Service public mit dem BernPortal. Die «Citizen Card» ist ein eigenständiger Wohnorts-, Identitäts- und Altersbeleg für alle Bewohner*innen der Stadt Bern und kann in spezifischen Anwendungsbereichen als solcher eingesetzt werden.

Partizipative Entwicklung

Die Stadt Bern setzt auf frühe Teilhabe und den Schutz vor Diskriminierung und Rassismus – unabhängig von Aufenthaltsstatus oder -dauer. Alle Massnahmen des Schwerpunkteplans wurden in einem partizipativen Prozess unter Einbezug zahlreicher interner und externer Anspruchsgruppen entwickelt und berücksichtigen unterschiedliche Perspektiven sowie Bedürfnisse.

«Eine ‹Stadt für alle› lebt von der gemeinsamen Verantwortung, vom Dialog und Austausch, von Solidarität und aktivem Handeln. Wir müssen dort Zugänglichkeit schaffen, wo sie fehlt, Teilhabe ermöglichen, wo sie bislang nicht möglich war, und dorthin Aufmerksamkeit richten, wo es an Sichtbarkeit und Schutz mangelt», betont Gemeinderätin Ursina Anderegg.

Der Schwerpunkteplan als Instrument

Der neue Schwerpunkteplan ist der fünfte Schwerpunkteplan im Bereich Migration und Rassismus und wird von allen Direktionen der Stadtverwaltung umgesetzt. Er folgt auf den Schwerpunkteplan «Migration und Rassismus 2022-2025». Der Schwerpunkteplan enthält insgesamt 51 Massnahmen in folgenden fünf Schwerpunkten:

  1. Mit spezifischen Massnahmen ermöglicht die Stadt, dass Berner*innen mit und ohne Schweizer Pass besser am Stadtleben teilhaben können.
  2. Die Stadt geht aktiv gegen Rassismus in all seinen spezifischen Formen vor.
  3. Die Stadt setzt sich dafür ein, dass alle Kinder und Jugendlichen gerechte Chancen haben – unabhängig von Herkunft und Rassifizierung.
  4. Die Stadt setzt sich dafür ein, dass sich die Vielfalt der Stadtbevölkerung im Personal und in der Kommunikation der Stadtverwaltung widerspiegelt.
  5. Die Stadt gestaltet ihre Angebote vielfaltsgerecht und zugänglich für alle.

Bei 25 Massnahmen handelt es sich um laufende Massnahmen – Projekte und Aufgaben, die die Stadt bereits umsetzt. 26 Massnahmen sind neu dazugekommen und ergänzen so die Bestrebungen, Bern zu einer «Stadt für alle» zu machen.

Gemeinderat der Stadt Bern

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